„Das Schicksal liegt in Amors Hand“: Premiere für die Musiktheaterproduktion MACHT.SPIELE im Studiotheater Belvedere

Bühnenproben für die MACHT.SPIELE; Foto: Maik Schuck

„Das Schicksal liegt in Amors Hand“: Premiere für die Musiktheaterproduktion MACHT.SPIELE im Studiotheater Belvedere

Die Liebe triumphiert über Tugend und Schicksal: Mit seiner neuen Produktion MACHT.SPIELE lockt das Institut für Gesang | Musiktheater der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar in den Schlosspark Belvedere. Am Donnerstag, 28. April 2016 um 19:30 Uhr feiert das Bühnenstück im Studiotheater Belvedere Premiere. In der Regie von Paul Enke, musikalisch geleitet von Gerd Amelung, singen und spielen Gesangsstudierende in den Kostümen von Friederike Lettow.

Folgeaufführungen gibt es am Samstag, 30. April um 19:30 Uhr sowie am Sonntag, 1. Mai um 16:30 Uhr, ebenfalls im Studiotheater Belvedere. Karten zu 7,50 Euro, ermäßigt 5 Euro, sind bei der Tourist-Information Weimar sowie an der Abendkasse erhältlich.

Mit seiner letzten Oper „Die Krönung der Poppea“ schrieb Claudio Monteverdi eines der ersten Bühnenwerke, das nicht an einem Fürstenhof, sondern 1642 in Venedig in einem bürgerlich-kommerziellen Umfeld uraufgeführt wurde. Jedermann hatte Zutritt und Gelegenheit, die antike Geschichte um den Aufstieg der Hure Poppea zur römischen Kaiserin zu erleben. Poppea, ebenso schön wie stolz und rücksichtslos, gelingt es, Kaiser Nero in ihren Bann zu ziehen. Nero verfällt ihr, trennt sich von seiner Frau Ottavia, treibt den Philosophen Seneca, der sich seinen Wünschen widersetzt, in den Selbstmord, und krönt Poppea zu seiner neuen Kaiserin.

Studierende des Instituts für Gesang/Musiktheater zeigen in ihrer neuesten Inszenierung Ausschnitte aus diesem Werk. Die Musik Monteverdis wird ergänzt und kontrastiert durch Chansons des frühen 20. Jahrhunderts, wie die bekannten Schlager „Kann denn Liebe Sünde sein“ oder „Das Lied von der sexuellen Hörigkeit“. Klänge von Cembalo und Laute treffen auf das Instrument der modernen Unterhaltungsmusik für Schifferromantik und Tangogefühl: das Akkordeon.

Der Leiter der Opernschule an der Weimarer Musikhochschule, Prof. Elmar Fulda, beschreibt die MACHT.SPIELE so: „Ein Reigen von Szenen tut sich auf, in denen sich Mann und Frau begegnen, miteinander spielen, einander verfallen, auf Augenhöhe agieren oder den Partner zu dominieren versuchen. Liebe und Sex, Macht und Ohnmacht, Paradies und Hölle, Aufstieg und Untergang. Alles liegt nur einen Atemzug, einen Wimpernschlag auseinander. Es treten die schöne Frau, der mächtige Mann in diesem Zirkus der Leidenschaften auf: Ob First Lady oder Kaiser, Gladiator oder wildes Tier, ob geliebt oder betrogen: das Schicksal liegt nicht in der Menschen Hand, sondern bei Amor. Die mal rein sich gebende, mal schmutzig fordernde Liebe triumphiert über Anstand und Vernunft. Ein komplexes Bild vom Menschen.“

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