Sechs Workshops mit zeitgenössischer Musik: Die Flötistin Carin Levine arbeitete eng mit Flöten- und Kompositionsstudierenden zusammen

Flötistin Carin Levine; Foto: privat

Sechs Workshops mit zeitgenössischer Musik: Die Flötistin Carin Levine arbeitete eng mit Flöten- und Kompositionsstudierenden zusammen

Insgesamt sechsmal weilte die US-amerikanische Flötistin Carin Levine seit April 2015 an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. In den vergangenen Tagen war die Gastdozentin erneut zu einem Workshop mit den Studierenden der beiden Weimarer Flötenklassen angereist. Im Schwerpunkt unterrichtete sie zeitgenössische Musik für Querflöte, ihre Meisterkurse wurden vom Kreativfonds der Musikhochschule gefördert.

Das Ziel des aktuellen Workshops war das Eröffnungskonzert der 17. Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik (13. bis 17. April 2016) am Mittwoch, 13. April um 19:30 Uhr im Weimarer Jugend- und Kulturzentrum mon ami.
 
Bei diesem Via-Nova-Konzert mit dem Titel "Meisterklassen von Carin Levine & Guests" waren vor allem Studierende der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar die Interpreten. Beteiligt waren Studentinnen und Studenten aus den Kompositionsklassen von Prof. Michael Obst und Prof. Reinhard Wolschina sowie aus den Flötenklassen von Prof. Wally Hase und Prof. Ulf-Dieter Schaaff.

Es musizierten auch Naoko Kikuchi (Koto) und Carin Levine selbst (Flöte). Unter den gespielten Werken waren auch drei Uraufführungen von Weimarer Kompositionsstudenten: ein Quartett für 4 Flöten, ein Nonett für 8 Flöten und Akkordeon sowie ein Solostück für Flöte.
 
"Ein großer Stellenwert der Kurse von Carin Levine sind die 'Basics', die Spielweisen Neuer Musik, bei denen die Flötisten lernen, alle Techniken zu beherrschen", erklärt die Weimarer Flötenprofessorin Wally Hase. Andersherum würden die Komponisten lernen zu verstehen, was auf der Flöte technisch möglich ist: "Kurz gesagt, welche Effekte und Techniken sinnvoll sind, um sie in Kompositionen einfließen zu lassen."
 
Die aus den USA stammende Flötistin Carin Levine zählt zu den renommiertesten Instrumentalistinnen und Pädagoginnen ihres Instruments. Sie studierte zunächst an der University of Cincinnati Flöte bei Jack Wellbaum und Kammermusik bei Peter Kamnitzer, bevor sie ihr Studium bei Aurèle Nicolet an der Musikhochschule Freiburg/Breisgau fortsetzte. Als Solistin und Kammermusikerin tritt sie regelmäßig bei maßgeblichen internationalen Festivals in Europa, Asien, USA und Südamerika auf. Carin Levine wurde mit zahlreichen Preisen geehrt.
 
Ihre Suche nach neuen Entwicklungen in der Musik führte zu einer engen Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten, die ihr zahlreiche Stücke gewidmet haben. Carin Levine hat bisher über 900 Werke ur- und erstaufgeführt. Viele Jahre  lang unterrichtete sie an den Musikhochschulen in Bremen, Detmold, Hamburg und Lübeck sowie bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik.

Seit 2013 betreut sie den Studiengang Neue Musik für Querflöte an der Hochschule für Musik und Theater München. Sie ist Herausgeberin der Reihe "Zeitgenössische Musik für Flöte" beim Bärenreiter Verlag sowie Künstlerische Leiterin des Landesjugendensembles Neue Musik Niedersachsen.

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