„Aufruhr – 50 Bilder über die Welt“: Zweites Bilderkonzert im Audimax mit Uraufführung als akustisch-visuelles Kunstereignis

„Aufruhr – 50 Bilder über die Welt“: Zweites Bilderkonzert im Audimax mit Uraufführung als akustisch-visuelles Kunstereignis

Nach dem großen Erfolg des ersten gemeinsamen Bilderkonzerts im Audimax planen die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar und die Bauhaus-Universität Weimar nun die Fortsetzung. Die audio-visuelle Kopplung von Bildern des Malers Albrecht Gehse mit einer Uraufführung des Weimarer Kompositionsstudenten Alex Vaughan lockt am Mittwoch, 13. Januar 2016 um 19:30 Uhr in das Audimax (Steubenstraße 6/8).

Eigens für diesen Abend hat Vaughan ein Werk mit dem Titel „… wie das ungestüme Meer“ geschaffen. Parallel zur Uraufführung wird eine Auswahl von Bildern aus dem Zyklus „Aufruhr – 50 Bilder über die Welt“ von Gehse auf eine Leinwand projiziert. Der Eintritt zu diesem akustisch-visuellen Konzertereignis ist frei!

Es musiziert ein Kammerorchester mit Studierenden der Weimarer Musikhochschule. Am Pult steht der ehemalige Dirigierstudent Dominik Beykirch, der seit der Spielzeit 2015/16 als 2. Kapellmeister der Staatskapelle Weimar wirkt. „Wild, verwirrend und faszinierend“: So beschreibt der Komponist Alexander Vaughan den Bilderzyklus von Albrecht Gehse.

Und mit diesen Attributen beschreibt er auch sein neues Werk. „Die Bilder schenken der Musik konkrete Figuren“, erklärt der junge Komponist, der in der Weimarer Klasse von Prof. Jörn Arnecke sein Handwerk verfeinert. „Die Bilder sind sehr eigenartig, also wollte ich Musik komponieren, die diesen eigenartigen Charakter verstärkt und vertieft“, so Vaughan.

In die Partitur hat er Ziffern eingetragen, die die Zeitpunkte für die Bildwechsel genau anzeigen. Besonders inspiriert zeigt sich Alexander Vaughan dabei von der expressiven Kraft des Bilderzyklus „Aufruhr“. Das Element Wasser spiele darin eine zentrale Rolle, ständig sehe man Meer, Wellen, Fische oder Boote. Deshalb habe er für sein neues Werk den Titel „… wie das ungestüme Meer“ ausgewählt. Dies sei ein Zitat aus der Bibel, dem Buch „Jesaja“ (Jes 57:20).

„In der hebräischen Literatur wird das Meer oft als Symbol für Chaos und Frustration verwendet“, sagt Vaughan. „Ich finde diesen Vergleich mit Blick auf den Bilderzyklus sehr passend – wegen dessen roher und ehrlicher Darstellung der Menschheit.“

Hochschulpräsident Prof. Dr. Christoph Stölzl nennt Gehses Bilderzyklus ein „Welttheater in 50 Akten“: „Diese Kunst ist nichts für Zartbesaitete. Sie stört und verstört, sie tritt zu nahe, zwingt den Betrachter zu einer  ‚tour de force‘ durch die rätselhafte innere Welt des  Malers, wird auch zur Belastungsprobe, so dass man sich manchmal unterm Hinschauen einen friedlicheren Ort wünscht. Wie soll man Gehses Kraftmalerei nennen? Eine Walpurgisnacht, Pandämonium? Man muss sich jedenfalls wappnen und sich vornehmen, ruhigen Blick zu bewahren. Kein Zweifel: Der Mann traut sich etwas zu."

Pressesprecher

Jan Kreyßig
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