„Für alle da sein“: Prof. Dr. Anne Fritzen wird neue Professorin für Musikpädagogik und Künstlerisch-pädagogische Ausbildung in Weimar

Prof. Dr. Anne Fritzen | Foto: HfM Weimar

„Für alle da sein“: Prof. Dr. Anne Fritzen wird neue Professorin für Musikpädagogik und Künstlerisch-pädagogische Ausbildung in Weimar

Das Institut für Musikpädagogik und Kirchenmusik der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar begrüßt ein neues Gesicht in seinen Reihen: Prof. Dr. Anne Fritzen wurde als neue Professorin auf den Lehrstuhl für Musikpädagogik und Künstlerisch-pädagogische Ausbildung (W3) berufen.

Sie tritt ihre Position zum Wintersemester 2021/22 an. Derzeit lehrt sie noch als Universitätsprofessorin für Interdisziplinäre Musikpädagogik an der Gustav Mahler Privatuniversität für Musik in Klagenfurt. 

An der Professur in Weimar hat Anne Fritzen vor allem das Aufgabenprofil gereizt, bei dem es unter anderem auch um den Aufbau eines neuen grundständigen Studiengangs für Instrumental- und Gesangspädagogik geht.

„Diese Aufgabe bietet spannende Gestaltungsspielräume, die sich gemeinsam mit Studierenden und Kolleg*innen füllen lassen, und eröffnet zahlreiche Möglichkeiten, aktuelle Anforderungen an zukünftige Instrumental- und Gesangspädagog*innen praxisnah in diesem Studiengang zu berücksichtigen“, sagt die neu berufene Professorin.

Zum anderen biete Weimar als Standort „ein reiches kulturelles Umfeld und besten ‚pädagogischen Nährboden‘, in dem sich hoffentlich viele tolle Projekte realisieren lassen – sowohl bezogen auf die Forschung als auch praktisch ausgerichtet.“

Anne Fritzen nennt hier exemplarisch Kooperationen mit dem Deutschen Nationaltheater, der Kinderuniversität, der städtischen Musikschule und vielen weiteren Kulturinstitutionen der Stadt.  

In der Lehre wolle sie „für alle da sein, die sich in irgendeiner Weise mit dem Lehren und Lernen von Musik beschäftigen möchten.“ Ganz unmittelbar treffe dies natürlich auf alle Studierenden zu, die sich bewusst für eine pädagogisch-künstlerische Ausrichtung entscheiden.

„Mittelbar kommt letztlich aber doch so gut wie jede und jeder Musikschaffende in den verschiedensten Kontexten mit dem großen Feld ‚Vermitteln von Musik‘ in Berührung, sei es in der Moderation eigener Konzerte, der Konzeption von Programmen oder dem Entwickeln von Konzertformaten für spezielle Zielgruppen“, so Prof. Dr. Anne Fritzen. 

Zu Anne Fritzens Forschungsschwerpunkten gehören empirische Studien zu verschiedenen Übe- und Lernstrategien sowie -settings (formelle wie informelle Lernkontexte), deren Effizienz und Nachhaltigkeit und Fragen der Musikschulforschung, beispielsweise zum Distance Learning während der Covid19-Pandemie oder zum Thema Kompetenzorientierung an Musikschulen.

Daneben stehen für sie auch Schnittstellen zwischen Musikpädagogik an allgemeinbildenden Schulen und Bereichen der Instrumental- und Vokalklassenmodelle sowie zwischen Elementarer Musik- und Tanzpädagogik und Frühinstrumentalpädagogik im Fokus, ebenso klaviermethodische und -didaktische Fragestellungen.

Anne Fritzen studierte Schulmusik, Anglistik und Germanistik für das Lehramt an Gymnasien/Gesamtschulen an der Universität Siegen sowie Klavier an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Von 2018 bis 2020 war sie an der Hochschule für Musik Nürnberg tätig, u.a. als Vertretung der Professur für Instrumental- und Gesangspädagogik.

An der Hochschule für Musik und Theater Leipzig leitete sie von 2018 bis 2020 die Lehrpraxis Klavier und unterrichtete Klavier sowie Schulpraktisches Klavierspiel in der Abteilung Musikpädagogik.

Seit dem Wintersemester 2019/20 hat Anne Fritzen den Lehrstuhl für Interdisziplinäre Musikpädagogik an der Gustav Mahler Privatuniversität für Musik in Klagenfurt inne. Im Sommer 2020 erhielt sie zudem einen (von ihr abgelehnten) Ruf auf die Professur für Instrumental- und Gesangspädagogik für Musik Würzburg.

Seit mehr als fünfzehn Jahren unterrichtet sie an verschiedenen Musikschulen u.a. mit ausgewiesenen Profilen für Spitzen- und auch Breitenförderung, in allen Altersstufen, verschiedenen Gruppenstärken und Formaten, vom Anfangsunterricht bis hin zur Studienvorbereitung.

Sie war an der Schnittstelle zur allgemeinbildenden Schule in einem Kooperationsmodell an der Grundschule „forum thomanum“ Leipzig tätig und begleitete als externe Betreuerin Qualifizierungsarbeiten der Oberstufe an einem Leipziger Gymnasium; zudem engagierte sie sich im Bereich der Begabtenförderung für die Deutsche Schülerakademie.

Zum 1. Oktober 2021 folgt sie nun dem Ruf als neue Professorin für Musikpädagogik und Künstlerisch-pädagogische Ausbildung an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar.

[18.05.2021]

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