Jetzt fest im Riesenorchester: Valentin Eschmann besteht Probezeit als Solohornist an der Ungarischen Staatsoper in Budapest

Hornist Valentin Eschmann | Foto: Viktória Rohonczi

Jetzt fest im Riesenorchester: Valentin Eschmann besteht Probezeit als Solohornist an der Ungarischen Staatsoper in Budapest

So schnell wird man kein festes Mitglied des Orchesters der Ungarischen Staatsoper: Die Probezeit für die neuen Musikerinnen und Musiker kann bis zu vier Jahre dauern. Bereits in seiner dritten Spielzeit am Opernhaus in Budapest erhielt dagegen der Weimarer Absolvent Valentin Eschmann einen Festvertrag als Solohornist.

Der Alumnus der Hornklasse von Prof. Jörg Brückner an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar hat damit nach einem zweieinhalbjährigen Engagement seine Probezeit erfolgreich bestanden.

Der 32-Jährige beendete 2019 sein Aufbaustudium zum Konzertexamen an der Weimarer Musikhochschule und lebt seither in Budapest. „Meine Großmutter ist Ungarin, deshalb habe ich einen besonderen Bezug zu Land und Leuten“, erzählt Valentin Eschmann.

Bislang habe er mit seinem Orchester hauptsächlich italienische Opern gespielt, dazu ungarisches Repertoire, Ballettmusik und Operngalas. Dazu gab es ein Gastspiel im Wiener Konzerthaus mit Anna Netrebko und eine CD-Aufnahme mit Plácido Domingo – woran sich schon die „künstlerische Liga“ ablesen lässt, in der das Budapester Opernorchester spielt.

An Budapest sei die Reichhaltigkeit der Kultur beeindruckend. „Soweit ich informiert bin, gibt es etwa 12 bis 15 verschiedene Orchester in der Stadt. Das Besondere an meinem Orchester ist sicherlich seine Größe: Es sind aktuell rund 220 Stellen besetzt“, schätzt der Solohornist.

„In der Horngruppe sind wir zu 18, davon allein fünf Solohornisten.“ Der ehemalige Student denkt gern an seine Ausbildung in Weimar zurück. Sein Hornprofessor Jörg Brückner habe ihm neben den technischen Fähigkeiten vor allem auch vermitteln können, „nach Rückschlägen wieder aufzustehen, eine gute Analyse durchzuführen und daraus zu lernen.“

1988 in Limpach geboren, studierte Valentin Eschmann von 2008 bis 2012 Horn am Conservatorio della Svizzera italiana in Lugano bei Prof. David Johnson, in Budapest bei Zoltan Varga und von 2012 bis 2014 an der Musikakademie in Basel bei Prof. Christian Lampert.

Von 2015 bis 2019 war Eschmann Student in der Hornklasse von Prof. Jörg Brückner an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar und absolvierte das Konzertexamen als höchstmöglichen künstlerischen Abschluss.

2010 gründete Valentin Eschmann das Ensemble „Lake Brass“. Engagements führten ihn zum Sinfonieorchester Osnabrück, Staatsorchester Braunschweig, Malaysian Philharmonic Orchestra, Mozarteumorchester Salzburg, Melbourne Symphony Orchestra und zur Badischen Staatskapelle in Karlsruhe.

Außerdem ist er ständiger Gast im Armenischen Staatsorchester. In der Spielzeit 2018/19 trat er seine Position als neuer Solohornist der Ungarischen Staatsoper in Budapest an.

[25.02.2021]

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