Verschmelzung von Klang- und Bildwelten: Dirigierstudent Niklas Hoffmann leitet das neue „Ensemble Momentum“ im Schießhaus

Niklas Benjamin Hoffmann | Foto: Tristan Fewings

Verschmelzung von Klang- und Bildwelten: Dirigierstudent Niklas Hoffmann leitet das neue „Ensemble Momentum“ im Schießhaus

Nach seinem Projekt „Seelenflüge“ begibt sich Dirigierstudent Niklas Benjamin Hoffmann erneut in musikalische Welten abseits ausgetretener Pfade. Mit dem neu gegründeten „Ensemble Momentum“ tritt er am Samstag, 21. März um 19:30 Uhr im Schießhaus Weimar auf.

Unter dem Motto „Nachtmusik“ verschmelzen dabei Klang- und Bildwelten: Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Arnold Schönberg werden dem Schaffen von Lucian Petermann (Malerei und Installation) gegenübergestellt. Eintrittskarten zu 20 Euro, ermäßigt 10 Euro, gibt es an der Abendkasse.

Das „Ensemble Momentum“ möchte in seinen Konzerten interdisziplinäre Ansätze verfolgen und sich mit anderen Kunstformen verbinden. So trifft im Schießhaus zum einen Mozarts Divertimento KV 287 als so genannte „Zweite Lodronische Nachtmusik“ auf Schönbergs emotional geladene kammersinfonische Dichtung „Verklärte Nacht“ op. 4.

Während Mozarts Musik die Atmosphäre eines ausgelassenen Sommerabends unter Adelsleuten heraufbeschwört, reizt Schönberg in seinem letzten „tonalen“ Werk vor der Zwölftonmusik die Grenzen des harmonisch Möglichen aus.

Zum anderen treffen die beiden Musikwerke aus ganz unterschiedlichen Epochen auf Lucian Patermanns großformatige Installation „Seitwärts laufend der Nacht entgegen“ – als eine Neuschöpfung, die im Rahmen der „Nachtmusik“ zum ersten Mal zu sehen sein wird.

Patermann zeigt eine Annäherung an die Nacht, als einen Raum der Dunkelheit und Verhüllung. Dieses Annähern bedeutet ihm einen Zwischenraum, ein Zwielichtstadium, eine Bewegung zwischen Gedanken und Gefühl.

Das „Ensemble Momentum“ wurde in Weimar von jungen professionellen Musikerinnen und Musikern unter der künstlerischen Leitung von Niklas Benjamin Hoffmann gegründet.

In einer Selbstbeschreibung formuliert das Ensemble: „Momentum steht sowohl für Bewegung, welche rein physikalisch die Quelle eines jeden Klanges ist; die Bewegung der Musiker, körperlich, welche die Musik lebendig macht; die Bewegung, mit der wir frischen Wind in die Branche bringen wollen. Aber gleichzeitig auch für den Moment – das Erleben des Momentes ist gleichzeitig das schwierigste und das schönste an der Kunst und das Teilen musikalischer Empfindung, die Interaktion mit dem Publikum das größte Ziel unserer neuen Formation.“

[06.03.2020]

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