Der Lenz ist da: Beim Abschlusskonzert des Jazz-Workshops spielt ein Large Ensemble "The Music of Günter Lenz"

Günter Lenz | Foto: Rüdiger Vogt

Der Lenz ist da: Beim Abschlusskonzert des Jazz-Workshops spielt ein Large Ensemble "The Music of Günter Lenz"

Seit Jahren ermöglicht das Institut für Jazz der Weimarer Musikhochschule seinen Studierenden regelmäßig die Arbeit mit international renommierten Künstlern. Aktuell leitet der Jazzbassist, Komponist und Arrangeur Prof. Günter Lenz einen Workshop, der in einem großen Abschlusskonzert für "Large Ensemble" am Mittwoch, 29. Januar 2014 um 20:00 Uhr im Festsaal Fürstenhaus gipfelt. Dabei werden von Studierenden des Instituts für Jazz in der Besetzung Trompete, Posaune, Saxophonquartett und Rhythmusgruppe ausschließlich Kompositionen und Arrangements von Günter Lenz zur Aufführung gebracht. In der Pause spricht der Weimarer Jazzgeschichts-Professor Martin Pfleiderer mit dem Kontrabass-Urgestein. Der Eintritt ist frei!

Der Workshop und das Konzert mit dem Titel "The Music of Günter Lenz" gehen auf eine Initiative von Prof. Manfred Bründl zurück, der in Weimar Jazz-Kontrabass und E-Bass lehrt. Gemeinsam mit seinem Kollegen Prof. Wolfgang Bleibel übernahm er die vorbereitende Probenarbeit. Beim Abschlusskonzert erklingen Titel wie "Missed Chance", "Gib acht" oder "Aus gutem Grund". Die Inspiration für "25th of July" bezog Lenz aus einer Nachricht über den Tod von Albert Mangelsdorff: "Dieses Datum nahm ich als Titel für die Ballade, zum Gedenken, denn ich habe zwölf Jahre seit 1961 mit dem legendären Albert Mangelsdorff-Quintett und -Quartett gearbeitet", erklärt der Bassist. Die weiteren Kompositionen des Abends zeigen die Bandbreite von Lenz' Schaffen: vom mittelalterlich-modalen "Die Kreuz Elf Ritter" über das 1960er Jahre-Stück "Petaluma" bis hin zu "Ach", das nach den Regeln der Zwölftonmusik konzipiert wurde.

Der 1938 in Frankfurt am Main geborene Bassist Günter Lenz – der im vergangenen Jahr seinen 75. Geburtstag feierte – zählt zu den Besten seines Faches. Albert Mangelsdorff holte ihn 1961 in sein neu formiertes Quintett. Lenz ist seit damals Mitglied des "hr-Jazzensembles", für das er auch arrangiert und komponiert. 1972 stieg er bei Mangelsdorff aus, um ein Engagement in der Kurt Edelhagen-Bigband anzutreten. Lenz schuf auch Orchesterarrangements für Plácido Domingo, die Tänzerin Nina Corti, die Radio Philharmonie des NDR sowie die Bigbands von HR und NDR. Amerikanische Jazzmusiker wie Chet Baker, Coleman Hawkins, Oliver Nelson und Benny Bailey schätzten die Zusammenarbeit mit ihm. Er lehrte von 2001 bis 2006 Bass als Professor an der Musikhochschule Stuttgart und wurde 2004 mit dem Hessischen Jazzpreis ausgezeichnet. Den Deutschen Schallplattenpreis erhielt er gleich zweimal, u.a. mit seiner Gruppe Springtime.

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