"Erzählt – Verzaubert – Verhext": Die neunten Liedtage an der Weimarer Musikhochschule widmen sich dem Gefahrvollen im deutschen Lied

August Malmström: Tanz der Feen, 1866 (Quelle: Wikimedia Commons)

"Erzählt – Verzaubert – Verhext": Die neunten Liedtage an der Weimarer Musikhochschule widmen sich dem Gefahrvollen im deutschen Lied

Ein- bis zweimal pro Studienjahr widmen sich die Gesangs- und die Klavierabteilung der Weimarer Musikhochschule dem Kunstlied. Nun kommt es Anfang Januar unter dem Motto "Erzählt. Verzaubert. Verhext" zur inzwischen neunten Auflage der beliebten "Liedtage". Bei vier Konzerten und Vorträgen zwischen Sonntag, dem 8. und Mittwoch, dem 11. Januar 2017 soll die "Inszenierung des Gefahrvollen im deutschen Lied" näher beleuchtet werden, wie Karl-Peter Kammerlander, Prof. für Liedgestaltung, ankündigt. Im Zentrum wird dabei Eduard Mörikes einziger Roman, "Maler Nolten", und die 17 darin enthaltenen und von Hugo Wolf vertonten Gedichte des schwäbischen Dichters stehen.

Dieser Roman und seine 1888 von Hugo Wolf in Musik verwandelten Gedichte bestimmen deshalb auch das Konzert der "Liedtage IX" am Montag, 9. Januar um 19:30 Uhr im Festsaal Fürstenhaus. Inhaltlich gerafft wird "Malter Nolten" an einem einzigen Konzertabend gesprochen, gesungen und gespielt. Zu erleben sind dabei Gesangs- und Klavierstudierende sowie – als Sprecher – die Leiter der Opernschule und der Liedklasse, Prof. Elmar Fulda und Prof. Karl-Peter Kammerlander. Der Eintritt ist frei!

Tags zuvor geht es in einem Liederabend im Rahmen der Soireen in der Altenburg um Verführungen der verschiedensten Art. Gesungen wird am Sonntag, 8. Januar um 17:00 Uhr im Liszt-Salon der Altenburg vom Rattenfänger in der Stadt, den Nixen im Wasser, dem Erlkönig in schauriger Nacht und schließlich von der auf dem Fels singenden Loreley. Eine Konzerteinführung beginnt bereits um 16:15 Uhr. Eintrittskarten zu 12 Euro, ermäßigt 8 Euro, gibt es bei der Tourist-Information Weimar sowie an der Abendkasse.

Um die schöne und todbringende Loreley wird es auch im Vortrag der Musikwissenschaftlerin Maria Behrendt am Dienstag, 10. Januar um 19:30 Uhr in Raum 108 im Fürstenhaus gehen. Der beiden bekanntesten Loreley-Gedichte – nämlich Heines "Ich weiß nicht, was soll es bedeuten" und Eichendorffs "Es ist schon spät, es ist schon kalt" – haben sich viele Komponisten angenommen. Neben bekannten Namen wie Franz Liszt sowie Clara und Robert Schumann gibt es auch interessante Vertonungen aus den frühen 1830er Jahren. Abschließend kommt am Mittwoch, 11. Januar um 19:30 Uhr im Festsaal Fürstenhaus die "Macht aller Mächte", die Liebe, in versöhnlichen Klängen von Schubert, Brahms, Grieg und Strauss zu Wort und Klang. Zu diesen beiden Veranstaltungen der "Liedtage IX" ist der Eintritt wieder frei!

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