"Dedicated": Drei Fragen an Gesangsprofessor Jeff Cascaro zu seinem kreativen Singer-Songwriter-Projekt im Lichthaus

Foto: Robert Winter

"Dedicated": Drei Fragen an Gesangsprofessor Jeff Cascaro zu seinem kreativen Singer-Songwriter-Projekt im Lichthaus

Der Weimarer Gesangsprofessor Jeff Cascaro präsentiert das kreative Projekt "Dedicated", für das seine Studierenden des Fachs "Improvisierter Gesang" sich gegenseitig Songs und Texte geschrieben haben. Die musikalische Bandbreite reicht von Modern Jazz über Crossover bis zum Soul Jazz. Es gibt zwei Konzerte am Dienstag, dem 7., und am Mittwoch, dem 8. Februar 2017 jeweils um 20:00 Uhr im Weimarer Lichthauskino (im Straßenbahndepot). Eine weitere Vorstellung folgt am 9. Februar im Berliner Jazzclub "A-Trane". Tickets zu 7,50 Euro, ermäßigt 5 Euro, für die Weimarer Vorstellungen gibt es bei der Tourist-Information Weimar sowie an der Abendkasse.

Herr Prof. Cascaro, "Dedicated" ist ein ganz neues Konzertformat. Was steckt hinter Ihrer Idee?


Jeff Cascaro: Meine Idee war hierbei, die Studierenden über ihren musikalischen Tellerrand hinaus schauen zu lassen. Sie sollten auch Wege finden, um die eigenen Kompositionen im Rahmen des Ensembleunterrichts zu vermitteln, zu verbessern, umzustrukturieren und gegebenenfalls abzuändern, um dann mit dem Ensemble langsam aber sicher einen eigenen Flow finden zu können, der die musikalische Idee trägt.

Auf welche Klangwelten in den neuen Songs darf sich das Publikum freuen?

Cascaro: Ganz unterschiedliche Klangwelten! Ich würde frei formulieren: "crossjazzoversoulworldsongs", da ist alles dabei! In den Titeln geht es meist um wundervolle, recht persönliche Inhalte, Reflektionen über Liebe, Leben und Menschen.

Sie sind selbst als Jazz- und Soulsänger erfolgreich. Was ist Ihnen im Unterricht mit Ihren Studierenden besonders wichtig?

Cascaro: Mir ist wichtig, dass meine Studierenden neben ihrer Authentizität recht schnell eigenständig werden und wissen, wo sie hinwollen – und auch wissen, wo sie herkommen, musikalisch betrachtet. Es ist heutzutage schwer, sich in der Szene einen Namen zu machen, geschweige denn Auftritte zu generieren oder CDs zu produzieren, egal wie gut man ist. Vieles, was man hört, ist zudem formatiert und glattgebügelt. Da tun wir in Weimar gut daran, in unserem Institut für Neue Musik und Jazz genau das nicht zu tun, sondern vielmehr die Besonderheiten unserer Studierenden zu fördern. Dies wird auch in hohem Maße positiv wahrgenommen. Viele unserer internationalen Absolventen sind ehemalige Mitglieder von Landesjazzorchestern, dem Bundesjazzorchester, erfolgreiche Hochschullehrer, Preisträger wichtiger internationaler Wettbewerbe und bereits herausragende Interpreten. Sogar die ersten Jazz-ECHO-Nominierungen gab es bereits! Alles in allem kamen in den letzten fast 20 Jahren tolle Impulse aus der Jazzstadt Weimar. Dankend beziehe ich hier auch meine Kollegen mit ein, wir sind ja ein Team!

Das Interview führte Jan Kreyßig.

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