Aus Sizilien angereist: Sopranistin Patrizia Pace gibt Gesangsmeisterkurs im Beethovenhaus Belvedere

Patricia Pace | Foto: HfM Weimar

Aus Sizilien angereist: Sopranistin Patrizia Pace gibt Gesangsmeisterkurs im Beethovenhaus Belvedere

Erneut profitieren die Studierenden des Instituts für Gesang | Musiktheater der Weimarer Musikhochschule von einem eigens für sie anberaumten Meisterkurs: Noch bis zum Freitag lehrt die aus Italien angereiste Sängerin Patrizia Pace im Beethovenhaus Belvedere.

Die Sopranistin wird am Dienstag und Mittwoch von 10 bis 13 Uhr sowie am Freitag (nach Ansage) Arien und Ensembles aus Barock, Belcanto und Verismo unterrichten. Das Abschlusskonzert des Meisterkurses findet dann am Freitag, 29. September um 19:30 Uhr in der Aula des Beethovenhauses Belvedere statt.

Die Einladung zum Meisterkurs geht auf den Weimarer Gesangsprofessor Siegfried Gohritz zurück, der selbst regelmäßig zu Meisterkursen an Konservatorien in Sizilien reist - der derzeitigen pädagogischen Heimat der Sopranistin. Zuletzt hatte die Kammersängerin Prof. Dr. Helen Donath im Frühjahr einen Meisterkurs am Weimarer Gesangsinstitut gegeben.

Die in Turin geborene Sängerin Patrizia Pace begann ihr Gesangstudium bei ihrem Vater, während sie parallel am Konservatorium "Giuseppe Verdi" in Turin im Hauptfach Klavier studierte. 1983 gewann sie den Internationalen Gesangswettbewerb "Aureliano Pertile", 1987 den internationalen Opernmusikpreis "Maschera d'argento", den zuvor u.a. Luciano Pavarotti, Mirella Freni und Renata Scotto gewonnen hatten.

1996 folgte der Preis "Mascagni d'oro". Ihr Debüt als Sängerin feierte sie bereits im Alter von 16 Jahren in Genua in der Oper "Pelléas et Mélisande". Mit 19 debütierte sie in der Mailänder Scala in der Rolle der Celia in "Lucio Silla", dirigiert von SyIvain Cambreling und in der Regie von Patrice Chéreau.

Ihre Karriere führte sie in die wichtigsten Theater der Welt, darunter Wien, München, Bonn, Hamburg, Chicago, Venedig, London, Zürich usw. An die Mailänder Scala kehrte sie als Susanna in "Le Nozze di Figaro" und als Zerlina in "Don Giovanni" zurück; beide Mozart-Opern wurden von Giorgio Strehler inszeniert und von Riccardo Muti dirigiert. Patrizia Pace arbeitete mit bedeutenden Dirigenten wie Abbado, Muti, von Karajan, Cambreling oder Sawallisch zusammen.

Ihr Opernrepertoire umfasst mehr als 62 verschiedene Rollen, auch blickt sie auf zahlreiche CD-Aufnahmen zurück. Neben ihrer Operntätigkeit entfaltete sie eine intensive Konzerttätigkeit mit besonderem Akzent auf dem Barockrepertoire. Sie ist außerdem eine gefragte Jurorin und Dozentin, zuletzt an Konservatorien in Palermo, Trapani und der Universität Peking.