Festival "Wege zu Liszt": Künstler, Musikpädagogen und ein Filmregisseur aus fünf Kulturnationen geben Workshops und Konzerte in Weimar

Grafik: Susanne Tutein

Festival "Wege zu Liszt": Künstler, Musikpädagogen und ein Filmregisseur aus fünf Kulturnationen geben Workshops und Konzerte in Weimar

Vor zwei Jahren hieß es "Liszt meets Liszt", jetzt wird der Austausch zwischen den Liszt-Musikhochschulen in Budapest und Weimar noch erweitert: Zum Festival "Wege zu Liszt" vom 5. bis 9. Dezember 2016 werden namhafte Künstlerinnen und Künstler, Musikpädagogen und der bekannte Geiger und Filmregisseur Bruno Monsaingeon in Weimar erwartet.

Neben den Festival-Initiatoren, den Klavierprofessoren Balázs Szokolay und Thomas Steinhöfel von der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, beteiligten sich Gäste aus insgesamt fünf europäischen Kulturnationen an den öffentlichen Workshops und Konzerten. Diese fünf Nationen haben den Kosmos der abendländischen Musikgeschichte maßgeblich geprägt: Ungarn, Polen, Frankreich, Russland und Deutschland.

Ausgangspunkt des Festivals "Wege zu Liszt" ist Wolfgang Amadeus Mozart, dessen 225. Todestag sich am 5. Dezember 2016 jährt. Ihm zu Ehren wird das Eröffnungskonzert des Festivals am Montag, 5. Dezember um 19:00 Uhr im Festsaal Fürstenhaus zu einer "Mozart-Nacht". Es erklingen Violinsonaten, Lieder und Sinfonien des Wiener Meisters. Es spielt ein Kammerensemble der HfM Weimar unter der Leitung von Stephan Mai.

Die Solisten sind u.a. Gesangsstudierende, die Klavierprofessoren Balázs Szokolay und Thomas Steinhöfel – und als prominente Gäste aus Ungarn die Mezzosopranistin Katalin Halmai und die Geigerin Dorota Anderszewska. Eintrittskarten zu 15 Euro, ermäßigt 10 Euro gibt es bei der Tourist-Information Weimar und an der Abendkasse.

Seine Fortsetzung findet das Festival am Dienstag, 6. Dezember um 16:00 Uhr im Festsaal Fürstenhaus: Dort stellen sich Meisterstudenten der "Musikakademie Franz Liszt Budapest" mit Kammermusikwerken von Beethoven, Brahms, Liszt u.a. vor. Der Eintritt ist frei! Am selben Tag um 19:30 Uhr im Festsaal Fürstenhaus tritt Stargast Piotr Anderszewski in einem weiteren Mozart-Abend auf: Der weltweit auf allen großen Bühnen konzertierende Pianist ist in der ersten Konzerthälfte mit einer Fantasie und einer Klaviersonate Mozarts solistisch zu erleben.

Nach der Pause interpretieren seine Schwester, die Geigerin Dorota Anderszewska, Kerstin Schönherr an der Viola und Balázs Szokolay am Klavier Mozarts Klavierquartett g-Moll KV 478. Eintrittskarten zu 15 Euro, ermäßigt 10 Euro gibt es bei der Tourist-Information Weimar und an der Abendkasse.

Die weiteren Konzerte präsentieren Musik des 20. und 21. Jahrhunderts aus Ungarn und Frankreich (Mittwoch, 7.12., 19:30 Uhr, Liszt-Salon der Altenburg) sowie klassische, romantische und russische Klaviermusik (8.12., 19:30 Uhr, Festsaal Fürstenhaus). Das letztere Konzert ist ein Klavierrecital des renommierten Pianisten Michail Woskressenski, Prof. em. des Tschaikowsky-Konservatoriums Moskau. Bei beiden Konzerten ist der Eintritt frei!

Das Festival "Wege zu Liszt" schließt mit einem Galakonzert am Freitag, 9. Dezember um 19:30 Uhr im Festsaal Fürstenhaus. Es erklingen Klavierquintette von Brahms und Dvořák, interpretiert von Dorota Anderszewska und Kirill Troussov (Violine), Diemut Poppen (Viola), István Várdai (Violoncello) und Balász Szokolay (Klavier). Eintrittskarten für das Galakonzert zu 15 Euro, ermäßigt 10 Euro gibt es bei der Tourist-Information Weimar und an der Abendkasse.

Ergänzt wird das Festival um viele instrumentale und auch Gesangs-Meisterkurse – sowie um zwei prominente öffentliche Workshops. Den ersten Workshop gibt die Pianistin und Komponistin Judit Varga am 7. Dezember um 17:00 Uhr in Raum 108 des Fürstenhauses zum Thema "Neue Komponisten in Ungarn". Einen weiteren Workshop bietet der Geiger, Autor und Filmregisseur Bruno Monsaigeon am Donnerstag, 8.12. um 17:00 Uhr im Hörsaal des Hochschulzentrums am Horn an. Er zeigt und erklärt dabei seinen Film "Red Button" über das russische Musikleben zwischen Kunst und Politik.