Herzlich Willkommen ...

… auf der Seite des Instituts für Musikwissenschaft Weimar-Jena!

Eilmeldung zu Afghanistan:

Seit 2012 kooperiert das Institut über seinen UNESCO Lehrstuhl mit Musikeinrichtungen in Afghanistan. Angesichts der derzeitigen Lage sind Musiker:innen und ist das Musikleben im Land ernsthaft bedroht.

Eine Stellungnahme der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar dazu finden Sie hier.


Das Vorlesungsverzeichnis für das Wintersemester 2021/22 finden Sie hier!


Die Wissenschaften und die „guten“ (bonis) Künste spielen bei uns am Institut eine große Rolle. Wissenschaften (scientiis) sind zentral für uns, was aber war genau mit bonis artibus gemeint, festgehalten im 18. Jahrhundert am Frontispiz des spätbarocken Stadttheaters von Mantua, das „Teatro Bibiena“? Waren damit die Schönen Künste, oder die Bildenden Künste gemeint? Genau wissen wir es nicht, wahrscheinlich aber sämtliche „guten“ Künste, also auch die darstellenden Künste inklusive der Musik. Im Jahre 1770 mit einem Konzert des 14jähringen Wolfgang Amadeus Mozart eingeweiht, diente das Teatro Bibiena zu Mantua immer zugleich als Stätte für die Präsentation wissenschaftlicher Erkenntnisse und Entdeckungen. Und diese Auffassung von scientiis et bonis artibus bringt uns in inhaltliche Nähe zum Alltag an unserem Institut: Der wissenschaftliche Umgang mit Musik wird einerseits aus der Beschäftigung mit ihr generiert, andererseits bringt Musikwissenschaft musikalische Praxis und ihre Vermittlung voran, verortet sie immer wieder neu in ihrer Zeit und auch in ihrem jeweiligen sozio-kulturellen Kontext. Dies gibt der Musikwissenschaft eine zentrale Position im Lehrplan einer Musikuniversität wie unserer.

Im nun zurückliegenden Semester war es weiterhin verhältnismäßig leise, d.h. es drang weniger klanglich-musikalisch aus Seminarräumen und Hörsaal wie sonst in die Korridore des Hochschulzentrum am Horn. Dennoch haben wir über 1000 Einschreibungen in unsere Lehrveranstaltungen verzeichnet, es wurde Musikgeschichte (n), Formenlehre, aber auch in das Fach eingeführt, über Musik und Vogelgesang und vieles mehr gelehrt und diskutiert und damit die große Breite, wie sie das Fach in Weimar ausgezeichnet, vermittelt. Alles ging wesentlich online vonstatten, mit Unterstützung durch Moodle und dem Videokonferenzsystem Webex. Noch wissen wir nicht wie es im kommenden Semester wird. Die Hoffnung ist groß, dass wir uns alle wieder wirklich begegnen können, denn genauso wie Musik auf den direkten Austausch von Musizierenden baut, hängt auch lebendige Vermittlung musikwissenschaftlicher Inhalte vom Dialog und vom kreativen wie kritischen Meinungsaustausch zwischen Lehrenden und Studierenden ab.

Bleibt also hoffnungsvoll in die kommenden Monate zu blicken. Über diese Institutsseite erfahren Sie zu gegebener Zeit wie wir das kommende Semester gestalten (dürfen).

Allen Mitgliedern unseres Instituts, den Studierenden wie Lehrenden, aber auch allen an Musikwissenschaft interessierten wünsche ich bis dahin 

Bonis feriae!


Prof. Dr. Tiago de Oliveira Pinto
UNESCO Chair und Institutsdirektor

© 2020 Tiago de Oliveira Pinto