Studiengang M.A. Kulturmanagement

Master-Studiengänge sind konsekutive bzw. postgraduale Studiengänge, d.h. sie schließen an ein bereits abgeschlossenes Studium an. Der am Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena angebotene Master-Studiengang Kulturmanagement folgt i.d.R. auf einen Bachelor-of-Arts-Abschluss. Er baut inhaltlich auf den am Institut für Musikwissenschaft angebotenen B.A.-Studiengang Interkulturelles Musik- und Veranstaltungsmanagement auf und schließt mit dem "Master of Arts" (M.A.) ab. Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester.

Eine Hälfte des M.A. Kulturmanagement dient der Vertiefung ausgewählter kulturpolitischer (Kulturstaats- und Kulturwirtschaftskonzepte), -ökonomischer (u. a. Kulturcontrolling, Kulturbranding) und -wissenschaftlicher (Entwicklungen von Moderne und Postmoderne) Inhalte, Methoden und Theorien auf der Basis der im B.A. erworbenen Grundkenntnisse. Während der jeweils anderen Hälfte spezialisieren sich die Studierenden durch die Wahl eines Studienprofils auf einem bestimmten Teilgebiet innerhalb des Studienfaches Kulturmanagement bzw. Musikwissenschaft. Folgende Profile werden im M.A. Kulturmanagement angeboten:

Profil Internationales Kulturmanagement

In Kooperation mit dem Fach Interkulturelle Wirtschaftskommunikation an der Universität Jena werden Kenntnisse aus den Bereichen Kulturökonomie und Kulturwissenschaft erworben in Hinblick auf multikulturelle Vielfalt und interkulturelles Miteinander. Neben einer besonderen Fokussierung auf das Verständnis spezifischer Unternehmenskulturen wird ein besonderes Augenmerk auf Methoden interkultureller Interaktionsforschung sowie kulturvergleichender Psychologie gelegt.

Profil Geschichte des Jazz und der populären Musik

Im Fokus des Master-Profils steht die Auseinandersetzung mit verschiedenen Genres und Stilen der populären Musik und des Jazz in Geschichte und Gegenwart. Dabei werden sowohl ihre klangliche Gestalt als auch die sozialen, ethnischen, ökonomischen und medialen Kontexte ihrer Produktion, Verbreitung und Rezeption untersucht. Das Master-Profil vermittelt hierzu historische und theoretische Kenntnisse sowie Methoden der Analyse von Musikaufnahmen und Performances, des Quellenstudiums und der empirischen Forschung.

Profil Medienmanagement

Das Studienprofil ist am Schnittpunkt von Wirtschafts-, Sozial- und Medienwissenschaften zu verorten. Ziel ist ein besseres Verständnis des tiefgreifenden Wandels von Medienprodukten, Medienbranchen und ökonomischen Rahmenbedingungen. Untersuchungsobjekte wie Medien, Medienunternehmen, Medienmärkte und Medienkonsumenten werden dabei nicht isoliert, sondern im Gefüge kultureller, sozialer und politischer Zusammenhänge betrachtet.

Profil Ostmitteleuropa

Das M.A.-Profil Ostmitteleuropa (OME) vermittelt Orientierungswissen und -können mit dem Ziel, die spezifischen ostmitteleuropäischen Kulturen verstehen zu lernen bzw. zu erfahren, wie das Verstehen fremder Kulturen generell erfolgt. Das Profil OME behandelt kulturhistorische und -politische Entwicklungen, Theorien und Diskurse in den OME-Ländern, insbesondere Tschechien, Slowakei, Ungarn, Ukraine und Polen/Baltikum. Ferner erfolgen Analysen von Bestimmungsfaktoren (im Hinblick auf Kultursystem und -institutionen) ausgewählter Kulturregionen sowie Analysen inter- und transkultureller Beziehungen. Es besteht die Möglichkeit, Teile des Moduls an einer der Partneruniversitäten in Prag, Olomouc, Tallin oder Czernowitz zu absolvieren.

Profil Transcultural Music Studies

Musik wird vorrangig als Darbietung und in ihrem spezifischen sozialen und kulturellen Kontext untersucht. Es geht um musikalische Performance, d.h. um lebendige Aufführung in einem umfassenden Sinne, wobei sich Feldforschung als privilegierte Form der Datengewinnung herausstellt (Aufnahme, Filmen, Interviews, teilnehmende Beobachtung u.a.).

Für die musikalische Analyse heißt dies, dass die Quellen, die sie ermöglichen, vielfältig sind (Tonträger, alternative Notationen, Berichte, Ikonographie, Fotos, Filme, Internet u.a.). Erprobte Methoden der sozialwissenschaftlichen Nachbardisziplinen werden dabei mit hinzugezogen, wobei sich Transcultural Music Studies auch der kritischen, u.a. Gender-bezogenen oder der sogenannten World Music, bzw. den sog. Global Music Studies widmet.

Profil Volkskunde und Kulturgeschichte

Das Profil ist stark empirisch-kulturwissenschaftlich orientiert mit einem Fokus auf unterschiedliche Lebensformen der Menschen zuwendet, vornehmlich im Bereich der eigenen (regionalen, deutschsprachigen) Kultur. Volkskundliche Zugänge sind vornehmlich qualitativ ("weiche Methoden"), Arbeitsweisen hermeneutisch-interpretativ. Im Zentrum steht die Popular- und Alltagskultur (Geschichte, Geschlecht, Gesellschaft, Symbole und Zeichen).

Die ausführlichen Ordnungen | Modulkataloge, Musterstundenpläne und Vorlesungsverzeichnisse finden Sie unter den entsprechenden Links. Bei Fragen wenden Sie sich an die Studienberatung oder den Fachschaftsrat.

Zulassungsvoraussetzungen

Für alle Profile:

  • Abschluss eines fachlich einschlägigen berufsqualifizierenden Studiums (Magister, Diplom, Bachelor, o.ä.) mit einer Gesamtnote von mindestens 2,5 (als fachlich einschlägig gelten insbesondere Studiengänge mit den Fächern Kultur-, Musik- und Wirtschaftswissenschaften bzw. andere Studiengänge mit einem Anteil von mindestens 30 Credits im Bereich Kulturmanagement)
  • Kenntnisse in zwei modernen Fremdsprachen (fünfjähriger Unterricht ohne Abiturprüfung, dreijähriger Unterricht mit Abiturprüfung oder Bescheinigung des Niveaus B1 gemäß dem gemeinsamen europäischen Referenzrahmen)
  • Bei ausländischen Bewerbern: Nachweis von Deutschkenntnissen des Sprachniveaus C1 durch zum Beispiel die "Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang" (DSH), den "Test Deutsch als Fremdsprache" (TestDaF), "The European Language Certificates" (telc) oder vergleichbare Sprachprüfungen z.B. Goethezertifikate. Wir empfehlen eine zertifizierte Sprachschule.
  • Einschlägige Berufserfahrung, i.d.R. erworben durch ein mindestens sechswöchiges Praktikum
  • Absolvieren eines Bewerbungsgespräches

Für das Profil Internationales Kulturmanagement sind Kenntnisse aus dem Bereich der interkulturellen Kommunikation wichtig.

Bewerbungsablauf

Im Falle des Studiengangs M.A. Kulturmanagement erfolgt die Bewerbung über das Online-Portal der HfM. Nach Eingang der Unterlagen prüft die Leitung des Studiengangs Kulturmanagement, ob die Voraussetzungen für das Studium erfüllt sind. Dieser Vorgang schließt ein Vorstellungsgespräch ein, zu dem die Bewerber gesondert eingeladen werden. Bei erfüllten Voraussetzungen erhalten die Bewerber einen Annahme-Bescheid verbunden mit der Aufforderung zur Einschreibung an der HfM. Die Einschreibung erfolgt schriftlich, mithilfe eines entsprechenden Formulars und setzt die Einzahlung des aktuellen Semesterbeitrags voraus.

Bitte beachten Sie: Ihre Bewerbung ist nur dann gültig, wenn Sie nach erfolgter Anmeldung im Online-Portal Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen auf dem Postweg eingeschickt haben. Weitere Informationen bezüglich Bewerbungsfristen und -unterlagen finden Sie unter Bewerbung.