Studiengang B.A. Musikwissenschaft

Die am Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena angebotenen Bachelor-Studienfächer schließen mit dem "Bachelor of Arts" (B.A.) ab. Sie sind als sogenannte Zwei-Fach-Studiengänge mit einer Regelstudienzeit von sechs Semestern konzipiert, die sich aus einem Kernfach sowie einem Ergänzungsfach zusammensetzen. Musikwissenschaft kann als Kernfach mit den Ergänzungsfächern Interkulturelles Musik- und Veranstaltungsmanagement (IMV), Musikpraxis sowie mit den B.A.-Ergänzungsfächern, die von der Philosophischen Fakultät der FSU Jena angeboten werden, studiert werden. Musikwissenschaft kann aber auch als Ergänzungsfach zu einem Kernfach der FSU Jena studiert werden.

Im Anschluss an den Bachelor bietet das Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena die zwei-jährigen Master-Studiengänge M.A. Musikwissenschaft, M.A. Kulturmanagement und M.Mus. Musiktheorie an.

::: Flyer "Musikwissenschaft studieren in Weimar-Jena" :::

Musikwissenschaft im B.A. eignet sich als grundlagenorientiertes Fach für alle Studiengänge im breiten kultur- und verhaltenswissenschaftlichen Bereich, ist aber auch für manche naturwissenschaftlichen und theologischen Studiengänge eine sinnvolle Ergänzung.

Kernfach Musikwissenschaft

Das Ziel des Studiengangs B.A. Musikwissenschaft ist es, den historisch und systematisch komplexen Gegenstand Musik in wissenschaftlicher Weise zu erfassen und die Musik aus interdisziplinären und kulturwissenschaftlichen Perspektiven heraus untersuchen zu können. Das Studium vermittelt Grundlagenwissen im Fach Historische Musikwissenschaft und wird ergänzt durch Einblicke in die Systematische Musikwissenschaft, Transcultural Music Studies sowie die Geschichte des Jazz und der populären Musik. Neben einem Überblick über die europäische Musikgeschichte steht die Auseinandersetzung mit spezifischen Techniken, Methoden und Fragestellungen des Faches als historische und interpretierende Disziplin im Zentrum des Studiengangs.


Die Inhalte des Studienprogramms B.A. Musikwissenschaft entstammen vornehmlich dem Fach Musikwissenschaft sowie den am Ergänzungsfach bzw. am Modul Allgemeine Schlüsselqualifikationen beteiligten Fachdisziplinen – Mediävistik, Kunstgeschichte, Geschichtswissenschaft, Germanistische Literaturwissenschaft, Romanistik, Volkskunde/Kulturgeschichte, Soziologie, Psychologie und Philosophie sind bewährter Bestandteil eines solchen interdisziplinären Fachverständnisses. Das hohe Kompetenzniveau der beteiligten Dozenten und Organisatoren der Studiengänge garantiert eine stetige Reformierung und Optimierung der Studieninhalte im Hinblick auf den aktuellen Stand der Forschung und Berufspraxis. Im Rahmen des geisteswissenschaftlich orientierten Studiums fließen zahlreiche Inhalte aus Forschungs- und Kulturprojekten ein.

Neben einer zielgerichteten Vorbereitung auf das Masterstudium ist das B.A.-Studium der Musikwissenschaft zugleich ein erster berufsqualifizierender Abschluss für Tätigkeiten sowohl in wissenschaftlichen Editionen und Verlagen als auch in Medien (Rundfunk, Fernsehen, Presse usw.), Opernhäusern oder Festivals. Dieser doppelten Zielsetzung trägt der B.A.-Studiengang am Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena insofern Rechnung, als er eine solide musikwissenschaftliche Ausbildung durch spezielle Module mit einer fach- und berufspraktisch ausgerichteten Ausbildung kombiniert, die durch Einzel- und Gruppenunterricht sowie durch Praktika sinnvoll ergänzt wird. Auch die besondere Kombination einer universitären Ausbildung mit einer Musikhochschule trägt zu wissenschafts- wie marktrelevanten Profilbildungen bei, die den Studierenden optimale Berufschancen in der Welt der Musik eröffnen.

Ergänzungsfach Interkulturelles Musik- und Veranstaltungsmanagement

Ausführliche Informationen zum B.A.-Ergänzungsfach Interkulturelles Musik- und Veranstaltungsmanagement erhalten Sie hier.

Ergänzungsfächer der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Informationen zu den einzelnen Ergänzungsfächern der FSU Jena sind in der Broschüre B.A.-Ergänzungsfächer der FSU Jena zusammengefasst. Detailliertere Informationen zu den Inhalten, Bewerbungsfristen, zum Bewerbungsablauf des jeweiligen Studiengangs sind bei den zuständigen Instituten der FSU Jena zu erfragen.

Ergänzungsfach Musikpraxis

Das Ergänzungsfach Musikpraxis wird mit dem Kernfach Musikwissenschaft studiert. Diese Kombination künstlerisch-praktischer und wissenschaftlicher Lehrinhalte ist eine Besonderheit des Weimarer Instituts und bietet eine deutschlandweit einzigartige Synthese der Ausbildung an einer Universität und einer Musikhochschule.

Im Mittelpunkt der künstlerischen Ausbildung stehen das solistische Musizieren und die Mitwirkung in vokalen/instrumentalen Ensembles (Hochschulchor, Kammerchor, Collegium Musicum, Bigband). Im Schwerpunktfach (Instrument oder Gesang) soll eine weitreichende künstlerische Entwicklung vollzogen werden. Klavier, Gesang (wenn nicht Schwerpunktfach) sowie Berufspraktisches Klavierspiel sind eine wichtige Ergänzung des Studiums. Darüber hinaus werden im Fach Chorleitung Dirigiertechniken vermittelt, während im Fach Stimmbildung der bewusste Umgang mit der eigenen Stimme geschult wird.

Neben einer künstlerisch-wissenschaftlichen Laufbahn bewährt sich ein Abschluss in Musikwissenschaft/Musikpraxis auch bei der Arbeit in musikrelevanten Verbänden, an Musik- und Kunsthochschulen und im Sektor der Medien. Auch im Theaterbereich (Dramaturgie) ist die Doppelqualifikation des Abschlusses von Vorteil.
Bewerber für das Ergänzungsfach Musikpraxis müssen sich einer gesonderten Eignungsprüfung unterziehen. Das Ergänzungsfach Musikpraxis wird vom Institut für Schulmusik und Kirchenmusik angeboten.
 

Ergänzungsfach Musikwissenschaft

Als grundlagenorientiertes Fach eignet sich das B.A.-Ergänzungsfach Musikwissenschaft für alle Kernfächer im breiten kultur- und verhaltenswissenschaftlichen Bereich, aber auch für naturwissenschaftliche und theologische Kernfächer ist es eine sinnvolle Ergänzung.

Insbesondere Grundlagenwissen im Fachbereich Historische Musikwissenschaft sowie Fragestellungen und Methoden des Faches als historisch-interpretierende Disziplin werden vermittelt. Ergänzend hierzu wird das Bewusstsein für Fragestellungen der Ästhetik, der Systematik, der Ethnologie wie auch für einen reflektierten Umgang mit dem Phänomen Musik geschärft. Hinzu kommen Propädeutika wie der Einblick in philologische Arbeitstechniken oder Probleme der Aufführungspraxis. Dies alles bedeutet Schnittstellen zur künstlerischen Praxis inklusive der Jazz- und Popularmusik bzw. der World-Music, die durch die speziellen Weimarer Profile Geschichte des Jazz und der populären Musik sowie Transcultural Music Studies  ebenfalls im Studium vertreten sind.

Daraus ergibt sich für das Ergänzungsfach Musikwissenschaft ein erweitertes berufliches Spektrum, in dem Medien, Veranstaltungen, therapeutische oder naturwissenschaftliche Anwendungen oder philologische Ausgaben enthalten sind.
 

Die ausführlichen Ordnungen | Modulkataloge, Musterstundenpläne und Vorlesungsverzeichnisse finden Sie unter den entsprechenden Links. Bei Fragen wenden Sie sich an die Studienberatung oder den Fachschaftsrat.

Künstlerische und Wissenschaftliche Vertiefung im Kernfach Musikwissenschaft

Studieninteressierte können im Kernfach Musikwissenschaft zwischen den Vertiefungsmodulen „Künstlerische Praxis“ (Modul BA MuWi 12 A) und „Wissenschaftliche Methodik“ (Modul BA MuWi 12 B) wählen.

Das Vertiefungsmodul „Künstlerische Praxis“ bietet den Studierenden Klavierunterricht über vier Semester. Außerdem beinhaltet es die Teilnahme an einem vokalen/instrumentalen Ensemble sowie die Wahl zwischen den Übungen Partiturspiel und Partiturkunde. Ein Einstufungstest im Instrumentalspiel ist erforderlich.

Im Vertiefungsmodul „Wissenschaftliche Methodik“ erhalten die Studierenden intensivere Einblicke in Techniken und Methoden musikwissenschaftlichen Arbeitens. Bestandteile des Moduls 12 B sind ein Seminar zur Quellenkunde, ein Seminar zu Methoden der Musikwissenschaft und eine Übung zu Techniken wissenschaftlichen Schreibens. Innerhalb der Eignungsprüfung entfällt der Einstufungstest für das Instrument.

Den Modulplan und die -beschreibung der Vertiefungsoption Modul 12 B finden Sie hier.

Zulassungsvoraussetzungen

Kernfach Musikwissenschaft

  • Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder eine andere (nach § 60 Abs. 2 des Thüringer Hochschulgesetzes) der allgemeinen Hochschulreife entsprechende Qualifikation
  • Bestehen der Eignungsprüfung für das Kernfach Musikwissenschaft
  • Kenntnis zweier moderner Fremdsprachen oder einer modernen Fremdsprache und Latein (fünfjähriger Unterricht ohne Abiturprüfung, dreijähriger Unterricht mit Abiturprüfung oder Bescheinigung des Niveaus B1 [A2 oder B1 bei Latein] gemäß dem gemeinsamen europäischen Referenzrahmen)
  • Bei ausländischen Bewerbern: Nachweis von Deutschkenntnissen des Sprachniveaus C1 durch zum Beispiel die "Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang" (DSH), den "Test Deutsch als Fremdsprache" (TestDaF), "The European Language Certificates" (telc) oder vergleichbare Sprachprüfungen z.B. Goethezertifikate. Wir empfehlen eine zertifizierte Sprachschule.

Ergänzungsfächer der Friedrich-Schiller-Universität Jena

  • Ein Portfolio fasst die Zugangsvoraussetzungen, Inhalt, Aufbau und Berufsperspektiven der einzelnen B.A.-Ergänzungsfächer der FSU Jena zusammen. Detailliertere Informationen liefern die zuständigen Institute der FSU Jena.
  • Der Studienbeginn für Ergänzungsfächer an der FSU Jena ist i.d.R. nur zum Wintersemester möglich.
  • Die Bewerbung an der FSU Jena erfolgt über ein Bewerbungsportal. Bitte informieren Sie sich dort frühzeitig über die Fristen für Ihr gewünschtes Ergänzungsfach. Das Bewerbungsportal ist i.d.R.
    • für die Bewerbung zum Wintersemester: für zulassungsbeschränkte Studiengänge von Mitte Mai bis Mitte Juli und für zulassungsfreie Studiengänge ab Mitte Juni
    • für die Bewerbung zum Sommersemester: für zulassungsbeschränkte Studiengänge von Mitte November  bis Mitte Januar und für zulassungsfreie Studiengänge ab Mitte Dezember freigeschaltet.

Ergänzungsfach Musikpraxis

  • Erfüllung der Zugangsvoraussetzungen für das Kernfach Musikwissenschaft mit Ausnahme des Absolvierens der dortigen Eignungsprüfung
  • Bestehen der Eignungsprüfung für das Ergänzungsfach Musikpraxis
  • Achtung! Es gelten andere Bewerbungsfristen.

Ergänzungsfach Musikwissenschaft

  • Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder eine andere (nach § 60 Abs. 2 des Thüringer Hochschulgesetzes) der allgemeinen Hochschulreife entsprechende Qualifikation
  • Kenntnis zweier moderner Fremdsprachen oder einer modernen Fremdsprache und Latein (fünfjähriger Unterricht ohne Abiturprüfung, dreijähriger Unterricht mit Abiturprüfung oder Bescheinigung des Niveaus B1 [A2 oder B1 bei Latein] gemäß dem gemeinsamen europäischen Referenzrahmen)
  • Erfüllung der Zugangsvoraussetzungen des jeweiligen Kernfaches

Bewerbungsablauf

B.A.-Kernfach Musikwissenschaft und B.A.-Ergänzungsfach Musikpraxis

Am Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena werden im B.A.-Kernfach Musikwissenschaft und im B.A.-Ergänzungsfach Musikpraxis Eignungsprüfungen durchgeführt. Die Bewerbung hierfür erfolgt über das Online-Portal der HfM Weimar. Zudem wird eine Prüfungsgebühr von 50 Euro erhoben. Die Bankverbindung für die Überweisung der Gebühr wird während des Online-Bewerbungsverfahrens bekanntgegeben. Nach Eingang und Prüfung der Bewerbung wird den Bewerbern der Termin der Eignungsprüfung mitgeteilt. Nach erfolgreichem Absolvieren der Prüfung erhalten die Bewerber einen Annahmebescheid, verbunden mit der Aufforderung zur Einschreibung. Die Einschreibung erfolgt schriftlich, mithilfe eines entsprechenden Formulars und setzt die Einzahlung des aktuellen Semesterbeitrags voraus.

B.A. Ergänzungsfach Musikwissenschaft

Das Ergänzungsfach Musikwissenschaft kann nur als Teil eines B.A.-Studiengangs mit einem Kernfach der Philosophischen Fakultät der FSU Jena studiert werden. Die Bewerbung für das Kernfach erfolgt separat nach den Konditionen der FSU. Die Bewerbung für das Ergänzungsfach erfolgt über das Online-Portal der HfM zu den angegebenen Fristen. Auf die Bewerbung erfolgt direkt die Aufforderung zur Einschreibung an der HfM. Die Einschreibung erfolgt schriftlich, mithilfe eines gesonderten Formulars und setzt die Einzahlung des aktuellen Semesterbeitrags voraus. Außerdem ist im Rahmen der Einschreibung eine Immatrikulationsbescheinigung der FSU Jena sowie das ausgefüllte Formblatt zur Datenerhebung beizulegen.

Bitte beachten Sie: Ihre Bewerbung ist nur dann gültig, wenn Sie nach erfolgter Anmeldung im Online-Portal Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen auf dem Postweg eingeschickt haben. Weitere Informationen bezüglich Bewerbungsfristen und -unterlagen finden Sie unter Bewerbung.

Eignungsprüfung

B.A.-Kernfach Musikwissenschaft

Eine Eignungsprüfung haben nur Bewerber*innen für das B.A.-Kernfach Musikwissenschaft abzulegen. Studierende der FSU Jena, die Musikwissenschaft im Ergänzungsfach belegen möchten, werden von der Eignungsprüfung ausgenommen. In der Eignungsprüfung soll die grundsätzliche Eignung für das Studium festgestellt werden. Hierzu wird der Leistungstand in den Fächern Musiktheorie/ Gehörbildung ermittelt. Ferner besteht die Möglichkeit, sich anhand des Vorspiels von zwei Stücken auf einem Instrument einschätzen zu lassen, um während des Studiums Anspruch auf Instrumentalunterricht zu erhalten. Wünschenswert wäre es, eines der beiden Stücke auf dem Klavier vorzuführen.
 

Prüfungsteile

1. Einstufungstest Musiktheorie/ Gehörbildung
Im Prüfungsteil Gehörbildung sollen die Bewerber Tonleitern, Intervalle sowie Dreiklänge und deren Umkehrungen hörend erkennen und benennen. Im Prüfungsteil Musiktheorie werden den Prüflingen Aufgaben zu verschiedenen Schlüsselungen, Oktavbereichen, dem Aufbau von Dur-, Moll-, und Kirchentonleitern, Intervallbildungen sowie Dreiklängen und ihren Umkehrungen gestellt. Der Einstufungstest Musiktheorie/ Gehörbildung erfolgt in Form einer Klausur und nimmt ca. 40 min. in Anspruch.

2. Einstufungstest Instrument
Die Bewerber bereiten zwei Stücke aus verschiedenen Stilepochen vor, die ihrem gegenwärtigen Leistungsstand entsprechen.

3. Prüfungsgespräch

Das Prüfungsgespräch schließt direkt an das Vorspiel an. Zunächst sollen die Bewerber sich kurz ihre über Stücke äußern, z.B. über deren Gattung, historische Einordnung oder ihren Interpretationsansatz. Im Anschluss daran werden die Prüflinge über Gründe ihrer Studienwahl, ihre Erwartungen an den Studiengang und ihre Studien- und Berufsziele befragt. Stichprobenhafte Fragen zu gängigen Themen aus dem gymnasialen Musikunterricht sowie zu Hör- und Musiziergewohnheiten der Bewerber dürfen ebenfalls erwartet werden. Die aus Instrumentalvorspiel und Prüfungsgespräch bestehende Prüfungseinheit dauert bis 20 min.
 

B.A.-Ergänzungsfach Musikpraxis

Die Prüfung wird vom Institut für Musikpädagogik und Kirchenmusik ausgerichtet. Bewerber, die die Eignungsprüfung im Ergänzungsfach Musikpraxis bestanden haben, brauchen keine weiteren Eignungsprüfungen für das Kernfach Musikwissenschaft abzulegen. Sie werden automatisch zum Studium zugelassen.

 

Prüfungsteile

1. Musizierpraxis

a) Gruppenleitung

Anleitung einer kleinen Gruppe (ca. 10 Personen) zu einer der folgenden selbst gewählten Formen künstlerisch-kommunikativer Arbeit (Dauer: ca. 10 min.):

  • Erarbeitung einer kurzen ein- oder zweistimmigen Melodie, wahlweise mit oder ohne Instrumentalbegleitung (z. B. Volkslied, Kanon, Folk- oder Popsong)
  • Erarbeitung eines kleinen dreistimmigen Chorstückes
  • Erarbeitung eines Sprechstückes, eines rhythmischen Begleitmodells oder einer rhythmischen Komposition
  • Erarbeitung einer kurzen Tanzszene oder Bewegungsstudie

Die Stücke sind selbst auszuwählen und Noten mitzubringen. Es wird nicht erwartet, dass die Erarbeitung zu einem künstlerisch abgeschlossenen Ergebnis führt.
 

b) Berufspraktisches Klavierspiel

  • selbst begleiteter Vortrag eines Liedes (Volkslied, Gospel o. ä.) in zwei Tonarten
  • Spielen von einfachen und erweiterten Kadenzen
  • Harmonisieren einfacher Volksliedmelodien in einer Unterrichtssituation
  • einstimmige Improvisation auf Kadenzbasis (vom Prüfer am anderen Klavier begleitet)
  • Vom-Blatt-Spiel eines Chorsatzes auf 3 Liniensystemen
  • Dauer: ca. 20 min.
     

2. Musiktheorie / Gehörbildung

a) Musiktheorie

  • Kenntnis von Oktavbezirken und Schlüsseln
  • Schreiben und Benennen verschiedener Skalen (Dur, Moll, Kirchentonarten)
  • Intervallkenntnisse
  • Schreiben und Benennen von Drei- und Vierklängen
  • vierstimmige Darstellung von Dreiklängen
  • Notieren einfacher und erweiterter Kadenzen (vierstimmiger Klavier- und Chorsatz) in Dur und Moll
  • harmonische Analyse eines mittelschweren klassischen oder frühromantischen Klavierstückes
  • Erfinden einer zweiten Stimme zu einer Volksliedmelodie
     

b) Gehörbildung

  • hörendes Erkennen von Intervallen (sukzessiv und simultan)
  • Nachschreiben und Benennen von Tonleitern (Dur rein, Moll rein, harmonisch, melodisch, Kirchentonarten)
  • hörendes Erkennen von Dreiklangsarten, -stellungen, -lagen und -umkehrungen
  • hörendes Erkennen von Taktarten; Rhythmusdiktat, einschließlich Punktierungen, Synkopen, Überbindungen und Triolen
  • einstimmiges Melodiediktat in der Schwierigkeit des Themas einer klassischen Sinfonie oder Sonate
  • hörendes Erkennen harmonischer Zusammenhänge: Grundfunktionen (T/t, D, S/s), Dominantseptakkord, Vorhaltsquartsextakkord, Doppeldominante, Parallelklänge
     

3. Singen und Sprechen

a) Singen

  • Vortrag eines begleiteten Sololiedes
  • Vortrag eines Volksliedes (eine Strophe a cappella)
  • Vortrag eines weiteren Liedes (Genre nach Wahl)
  • bei Schwerpunktfach Gesang: Vortrag eines weiteren Stückes (Genre nach Wahl)
  • Dauer ca. 10 min.
     

b) Sprechen

  • Vortrag eines Prosatextes (max. 1 Seite)
  • Vortrag eines anspruchsvollen Gedichtes
  • Dauer: ca. 10 min.
     

4. Instrumentalspiel

a) Künstlerisches Schwerpunktfach

Wählbar sind alle an der Hochschule angebotenen Instrumente sowie Gesang. Der Bewerber legt der Eignungsprüfungskommission eine Liste mit vorbereiteten Stücken mittleren Schwierigkeitsgrades zur Auswahl vor, die je ein Werk aus Barock, Klassik, 19. und 20. Jahrhundert bzw. eine adäquate Vielfalt enthalten soll (Dauer: ca. 20 min).
 

b) Klavier / Zweitinstrument

Vortrag von zwei Klavierstücken unterschiedlicher Stilepochen und Charaktere. Ist das künstlerische Schwerpunktfach Klavier, erfolgt dieser Prüfungsteil auf einem anderen Instrument. Dauer: ca. 10 min.