Bernhard Steinbrecher

Das Klingende im Populären - Perspektiven einer systematischen Analyse und Interpretation des Klanggeschehens in populärer Musik

Das Thema der Dissertation ist das Klingende, die Musik in populärer Musik. Im Fokus steht die Frage, ob sich die Wertschätzung für KünstlerInnen oder Genres auf bestimmte Charakteristika des auf Tonträger materialisierten Klanggeschehens zurückführen lässt. Zur Bearbeitung dieser Frage bedarf es einer multiperspektivischen und systematischen Vorgehensweise, bei der verschiedenartige Verstehenshorizonte erschlossen werden müssen, um das Klanggeschehen kontextbezogen analysieren und interpretieren zu können. Die Voraussetzung hierfür ist ein vielschichtiges und zeitgemäßes musikanalytisches Instrumentarium, das in dem benötigten Umfang noch nicht zur Verfügung steht. Durch den Entwurf eines baukastenartigen Systems von Analysemodulen möchte ich dazu beitragen, diese Lücke zu schließen und zudem eine Vorgehensweise skizzieren, mit der es möglich ist den Zusammenhang zwischen dem Klanggeschehen und den ethisch-ästhetischen Kriterien, nach denen KünstlerInnen oder Genres beurteilt werden, zu erarbeiten. Als Analysebeispiel ziehe ich die Indie-Rock-Band Fugazi heran.

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Wolf-Georg Zaddach

Metal Militia In Eastern Germany. Heavy und Extreme Metal als soziale und ästhetische Praxis in der DDR der 1980er Jahre

Gefördert durch ein Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes sowie eine Druckkostenübernahme der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Die Dissertation beschäftigt sich mit einem Thema, dass seit einigen Jahren ein stetig wachsendes wissenschaftliches und feuilletonistisches Interesse erfährt: Heavy Metal als Kultur- und Lebenswelt, als ästhetischer sowie sozialer Erfahrungsraum. Im Mittelpunkt steht dabei der Heavy und Extreme Metal in der DDR der 1980er Jahre. Es wird der Frage nachgegangen, wie und in welcher Form das sich vorrangig im anglo-amerikanischen Raum sowie und Nord- und Westeuropa entwickelte und in den 1980er Jahren stark ausdifferenzierte Genre und dessen Lebenswelt in der DDR rezipiert, adaptiert und konstituiert wurde. Unter Rückgriff auf das sozialwissenschaftliche Konzept der juvenilen Szene werden Transferprozesse, Bedingungen und Strukturen der sozialen und ästhetischen, d.h. auch konkret musizierenden Praxis in der DDR nachgezeichnet. Dies bedeutet zugleich auch, die Rahmenbedingung dieser posttraditionalen Jugendkultur im Staatssozialismus und im Kontext des Kalten Krieges zu betrachten, um konkret Freiräume und Grenzen in ihren alltagskulturellen Dimensionen nachzeichnen zu können. Als empirische Quellen werden einerseits Oral-History-Interviews mit Zeitzeugen aus verschiedenen Regionen der DDR sowie andererseits erstmalig in diesem Umfang erschlossene Akten der Staatssicherheit (MfS) und des Deutschen Rundfunkarchiv (Potsdam-Babelsberg) herangezogen. Die Dissertation wurde im Februar 2017 eingereicht und erscheint 2018 unter dem Titel "Heavy Metal in der DDR. Szene, Akteure, Praktiken" beim transcript Verlag, der Druck wird durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung SED-Diktatur gefördert.
 

Link zur Veröffentlichung (Verlagsseite): Heavy Metal in der DDR. Szene, Akteure, Praktiken (transcript)

Rezensionen:


Deutschlandfunk-Interview zur Veröffentlichung.