Aktuelle Maßnahmen und Regelungen während der Corona-Pandemie

Die Hochschulgebäude bleiben grundsätzlich bis auf Weiteres geschlossen.

Gemäß den gesetzlichen Vorgaben der Landesregierung und unter Beachtung der Sicherheits- und Hygienevorschriften sind ausgewählte Räume seit dem 4. Mai 2020 für Unterricht und Üben geöffnet.

Zunächst gilt dies nur für den künstlerischen Einzelunterricht, d.h. nur zwei Personen im Raum. Seit dem 18. Mai können auch zwei Studierende gemeinsam in einem Raum üben (ohne Lehrende).

Das unbedingte Befolgen dieser Regeln ist nötig, um eine eventuelle Infektionskette nachvollziehen zu können. Zuwiderhandlungen können u.U. dazu führen, dass die Hochschule insgesamt wieder geschlossen werden muss.

Unterricht findet in allen Gebäuden der Hochschule, außer im Haydn- und Bachhaus statt.

Jedes der Gebäude ist mit einem Sicherheitsteam besetzt, um sicherzustellen, dass nur angemeldete und berechtigte Personen Zugang erhalten und die erforderlichen Hygienemaßnahmen eingehalten werden.

Wichtig: Das Sicherheitsteam ist berechtigt, Personen den Zutritt zu verwehren, wenn sie nicht angemeldet oder zutrittsberechtigt sind. Das gilt auch für Professor*innen.

Rundmail des Präsidenten vom 15.05.2020

Liebe Studierende, liebe Kolleginnen und Kollegen,


wochenlang war‘s still über mir im Fürstenhaus, jetzt endlich dringen die gewohnten Cello-Töne wieder von oben nach unten: Dvořáks h-Moll-Konzert, das mir das Herz rührt, so oft ich es auch gehört habe.

Ich bin die Treppe hoch und habe angeklopft, und als sie sich öffnete und den Blick freigab auf eine vorbildlich distanzierte Unterrichtssituation, da habe ich mich (aus sicherem Abstand und selbstverständlich ohne die Maske abzunehmen) bei der Studierenden und der Professorin bedankt für die Freude, die sie mir bereitet haben.

Diesen Dank möchte ich zu Beginn dieses Briefes ausdehnen auf alle, die jetzt wieder unsere Hochschule zum Klingen bringen.

Zugleich bitte ich – aus gegebenen Anlässen! – dringlich darum, unsere Sicherheitsvorschriften weiterhin exakt einzuhalten!

Leider häufen sich die Fälle, wo die Sicherheitsregeln nur nachlässig wahrgenommen werden, die Lüftungsregeln in Frage gestellt werden, spontane Änderungen der Raumvergabe verlangt werden oder sich Änderungswünsche häufen.

Ich will mit aller Deutlichkeit sagen:

Wir sind nicht im Normalbetrieb. Es gelten in der jeweils nachfolgenden Woche ausschließlich die namentlichen Raumbuchungen, die zum Stichtag der Vorwoche (Donnerstag 9:00 Uhr, nur in der nächsten Woche wegen des Himmelfahrtstags am Mittwoch) schriftlich eingegeben sind.

Die Sicherheitsteams an den Pforten sind streng angewiesen, nur die namentlich Vermerkten einzulassen.

Das Veranstaltungsteam, das die Buchungen verwaltet, ist außerstande, eine Vielzahl von kurzfristigen Änderungen vorzunehmen und mit den Eingangskontrollen abzustimmen.

Die strenge Zugangskontrolle gilt sinngemäß auch für die Anmeldungen für Gremien und sonstige Sitzungen – nur dass hier das Anmeldeverfahren anders ist als beim Unterricht.

Bei Verständnisschwierigkeiten gibt das Veranstaltungsteam gerne Auskunft.

Unser Land befindet sich im Ausnahmezustand. Wenn wir die in Weimar gültigen Allgemeinverfügungen zur Infektionsprävention und ggf. Infektionsketten-Nachverfolgung nicht einhalten, droht uns die erneute Schließung. Deshalb kann von uns allen die Disziplin verlangt werden, notwendige Einschränkungen mitzutragen.

 

1. Präsenzlehre

Seit bald zwei Wochen findet nun wieder künstlerischer Einzelunterricht in unseren Gebäuden statt. Die Einlass- und Hygiene-Prozesse haben sich inzwischen eingespielt, doch es bleibt eine tägliche Herausforderung, die Unterrichts- und Übelogistik zu bewältigen.

Mein großer Respekt gilt an dieser Stelle noch einmal den engagierten Studierenden in den Sicherheitsteams sowie den Mitarbeitenden des Veranstaltungsbüros, die mit größtem Einsatz versuchen, in all der Komplexität stets den Überblick zu behalten.

Unser strenges Sicherheits- und Hygienekonzept hat dafür gesorgt, dass es aktuell keine nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen an der Hochschule gibt.

Einige organisatorische Abläufe sollen künftig vereinfacht werden: So muss am Eingang keine tägliche Erklärung zu den Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen mehr ausgefüllt, sondern nur eine entsprechende Unterschrift geleistet werden. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch viel Papier.

Außerdem sollen Mitarbeitende der Verwaltung demnächst mit Hausausweisen leichter Zugang zu den Hochschulgebäuden erhalten und so die Sicherheitsteams entlasten.

Wie bereits in der letzten Rundmail angekündigt, wird ab dem 18. Mai auch das Üben zu zweit für Studierende in den vorgesehenen Unterrichtsräumen ohne die Beteiligung von Lehrenden möglich sein.

Für künstlerische Prüfungen im Sommersemester wird aktuell geprüft, ob und wie Prüfungen sowie deren Vorbereitung und Durchführung ermöglicht werden könnte.

 

2. Anrechenbarkeit von Lehre

Präsenzlehre und digitale Lehre sind für die festangestellten Lehrenden auf ihre Lehrverpflichtung sowie für Lehrbeauftragte entsprechend ihres Vertrages rückwirkend ab dem 04.05.2020 1:1 anrechenbar.

Unterrichtet werden dürfen nur aktive Studierende mit Unterrichtsanspruch.

Es sei hier zur Erinnerung noch einmal gesagt: Es gilt an der HfM unverändert der Grundsatz, dass Einzelunterricht in künstlerischen Fächern in Präsenz und in den Gebäuden der Hochschule stattzufinden hat.

Nur wenn das in begründeten Fällen, z.B. aufgrund eines ärztlichen Attests oder wegen Einreiseschwierigkeiten, derzeit nicht möglich ist, darf auf digitalem Wege unterrichtet und diese Lehre auch abgerechnet werden.

Anrechenbarkeit besteht auch für künstlerisch-praktische Gruppenunterrichte, die nicht in der vorgesehenen Präsenz-Form möglich sind, jedoch in einer pädagogisch sinnvollen und kreativen Alternative angeboten werden.

In Ergänzung zu dem am Semesterende fälligen Arbeitsbericht ist von allen Lehrenden ein zusätzliches Formblatt auszufüllen.

Auf diesem Formblatt muss jede gegebene Unterrichtsstunde als Präsenz- oder Online-Unterricht vermerkt und für Online-Unterricht in künstlerischen bzw. künstlerisch-praktischen Fächern jeweils eine Begründung (Attest, Einreiseschwierigkeiten, notwendige Änderung des Lehrformates) angegeben werden.

Dieses Formblatt wird derzeit erarbeitet.

 

3. Zugang zu Kopierern

Ab dem 18. Mai 2020 ist das Kopieren nur noch an den Kopierern im Hochschulzentrum am Horn möglich.

Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig. Zum Kopieren weisen Sie sich bitte mit Ihrer Thoskakarte beim Team am Eingang aus.

Der Kopierer im Fürstenhaus steht nicht mehr zur Verfügung, weil der Raum geschlossen werden musste: Denn leider wurden trotz Absperrungen Tische und Stühle zum „gemütlichen Beisammensein“ verrückt.

 

4. Schriftliche Prüfungen

Diejenigen Prüfungsfristen, die vor Beginn der Pandemie-Lage begonnen haben und aktuell ausgesetzt sind, werden für weitere zwei Wochen ausgesetzt und beginnen am 02.06.2020 wieder zu laufen.

Bearbeitungsfristen für schriftliche Arbeiten in den Bachelor of Arts- und den Master of Arts-Studiengängen, die zum 18.05.2020 neu einsetzen, behalten ihre Gültigkeit.

Sollte die Zugänglichkeit zu Hochschuleinrichtungen (z.B. Bibliothek) wieder stärker eingeschränkt werden müssen, werden diese Fristen erneut überprüft.

Wenn im Einzelfall besondere pandemiebedingte Schwierigkeiten vorlagen, können sich die betroffenen Studierenden an das Prüfungsamt wenden. Anträge auf Verlängerung der Bearbeitungszeit werden wohlwollend geprüft.

Die Durchführung von Klausuren in Präsenzform ist prinzipiell möglich, sie müssen selbstverständlich unter den geltenden Infektionsschutzmaßnahmen stattfinden. Hierfür wird von den betroffenen Bereichen ein Konzept erarbeitet.

 

5. Gremien

Am 11. Mai hat die erste Senatssitzung des Sommersemesters stattgefunden, an der die Hochschulöffentlichkeit per Gastzugang im Livestream teilnehmen konnte.

Ich möchte hier meinen ganz herzlichen Dank den Tonmeistern und Mitarbeitern der IT-Abteilung unserer Hochschule aussprechen, die den Livestream ermöglicht haben.

Ich möchte in diesem Zusammenhang noch einmal daran erinnern, dass auch in „Corona-Zeiten“ Lehrende wie Mitarbeitende aufgefordert sind, ihre Dienstpflichten zu erfüllen.

Dies gilt auch für die Teilnahme an Gremiensitzungen und die Erfüllung der Aufgaben der Selbstverwaltung. Der Hochschulbetrieb muss aufrechterhalten werden und die HfM handlungsfähig bleiben.

Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass ich im Folgenden die Präzisierung dieser Grundsätze in einer – unvermeidlich! – streng juristischen Sprache darlege:

Die Teilnahme an notwendigen Präsenzsitzungen in der Hochschule – die unter Einhaltung aller Sicherheitsbestimmungen stattfinden – ist daher auch weiterhin für alle Pflicht.

Dies gilt vor allem für die zwingend notwendigen Sitzungen wie etwa Berufungskommissionen oder Sitzungen des Senats und der Fakultätsräte.

Das Präsidium kann und darf nur dann von der Zugehörigkeit zu einer besonderen Risikogruppe ausgehen, wenn dies durch ein entsprechendes ärztliches Attest belegt ist.

Liegt ein solches Attest vor, soll der Präsident besondere Risikovorsorge betreiben.

Dies hat die Hochschule durch ihre Festlegungen im Hygiene- und Sicherheitskonzept (sowohl in allgemeiner als auch in besonderer Hinsicht auf Risikogruppen) bereits getan – so z. B. durch die Möglichkeit von digitaler Lehre und die Teilnahme an Gremiensitzungen auch per Videokonferenz.

Grundsätzlich entbinden alle diese Möglichkeiten jedoch die Lehrenden oder Mitarbeitenden nicht davon, auf begründetes Verlangen des Präsidenten auch anwesend zu sein, da allein die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe nicht dienstunfähig macht und der Präsident damit eine aufgabenbezogene Präsenz am Dienstort einfordern kann.

In diesen begründeten Fällen kann der Dienstherr – ggf. unter Sicherstellung besonderer, individueller Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen – jederzeit auch die persönliche Anwesenheit des Lehrenden oder Mitarbeitenden verlangen.


Es grüßt Sie herzlich
Ihr Christoph Stölzl