Aktuelle Maßnahmen und Regelungen während der Corona-Pandemie

Die Hochschulgebäude bleiben grundsätzlich bis auf Weiteres geschlossen.

Gemäß den gesetzlichen Vorgaben der Landesregierung und unter Beachtung der Sicherheits- und Hygienevorschriften sind ausgewählte Räume seit dem 4. Mai 2020 für Unterricht und Üben geöffnet.

Zunächst gilt dies nur für den künstlerischen Einzelunterricht, d.h. nur zwei Personen im Raum. Seit dem 18. Mai können auch zwei Studierende gemeinsam in einem Raum üben (ohne Lehrende).

Das unbedingte Befolgen dieser Regeln ist nötig, um eine eventuelle Infektionskette nachvollziehen zu können. Zuwiderhandlungen können u.U. dazu führen, dass die Hochschule insgesamt wieder geschlossen werden muss.

Unterricht findet in allen Gebäuden der Hochschule, außer im Haydn- und Bachhaus statt.

Jedes der Gebäude ist mit einem Sicherheitsteam besetzt, um sicherzustellen, dass nur angemeldete und berechtigte Personen Zugang erhalten und die erforderlichen Hygienemaßnahmen eingehalten werden.

Wichtig: Das Sicherheitsteam ist berechtigt, Personen den Zutritt zu verwehren, wenn sie nicht angemeldet oder zutrittsberechtigt sind. Das gilt auch für Professor*innen.

Rundmail des Präsidenten vom 29.05.2020

Liebe Studierende, liebe Kolleginnen und Kollegen,


das Stimmengewirr in den deutschen Öffentlichkeiten über den richtigen Weg in der Pandemie-Krise wird Woche um Woche lauter, auch misstönender.

Das ist ganz normal, denn die Phasen, in denen in pluralistischen Demokratien ein einziger solidarischer Common Sense herrscht, sind erfahrungsgemäß immer nur kurz.

Demokratie ist nicht nur Wettstreit um Ideen, sondern eben auch Streit unter Menschen. Wir sollten in alledem einen klaren Kopf behalten und uns an die unveränderten Grundfakten erinnern:

  • Corona ist weiterhin eine hochansteckende Krankheit, gefährlich für alle Altersgruppen
  • weder eine Therapie noch eine Impfung stehen zur Verfügung
  • Abstand halten und strikte Hygiene sind weiterhin die einzigen Mittel zur wirksamen Verhütung

Wie man unter diesen Prämissen zu einem praktikablen Regelwerk kommt, darüber denkt unser Krisenstab täglich nach. Der Stand der Dinge ist heute dieser:
 

1. Präsenzlehre

In unseren Hochschulgebäuden funktionieren das Üben und der Unterricht inzwischen nahezu reibungslos. Ich bedanke mich sehr herzlich bei allen Hochschulangehörigen für ihre geduldige Mitwirkung bei der Einhaltung der Regeln!

Immerhin gehören wir zu den allerersten deutschen Musikhochschulen, die den Einzelunterricht bereits seit mehreren Wochen wieder ermöglichen.

Weitere Lockerungen wie z.B. das Spielen und Singen in kleinen oder größeren Ensembles oder die Durchführung von Seminaren und Vorlesungen sind aus organisatorischen sowie auch aus Hygiene- und Sicherheitsgründen allerdings momentan nicht möglich.

Schweren Herzens haben wir uns im Krisenstab darauf verständigt, dass die jetzt eingeführten Regelungen für den Einzelunterricht und das Üben in unseren Gebäuden bis zum 31. Juli bestehen bleiben müssen.

Wir sind aber zuversichtlich, dass sich nach der Sommerpause weitere Wege für die schrittweise Rückkehr zu einem „normaleren“ Hochschulbetrieb eröffnen werden.

Natürlich werden wir auch künftig auf alle bevorstehenden Änderungen in den Hygiene- und Sicherheitsverordnungen des Landes Thüringen und der Stadt Weimar flexibel reagieren und diese nach eigener Abwägung auf den Hochschulbetrieb adaptieren.

 

2. Künstlerisch-praktische Prüfungen

Aufgrund des eingeschränkten Lehrbetriebs sind auch Prüfungen nur eingeschränkt möglich. Dies hat vor allem organisatorische Gründe, denn es stehen nur wenige Räume zur Verfügung, die eine ausreichende Größe haben, um die geltenden Abstands- und Hygieneregeln einhalten zu können, wenn maximal zwei Akteur*innen und die Prüfungskommission anwesend sind.

Derzeit findet eine Erhebung durch die Abteilung Akademische und Studentische Angelegenheiten statt, welche Studierenden ihr Studium zwingend im Sommersemester 2020 beenden wollen und zu diesem Zweck künstlerisch-praktische Prüfungen ablegen müssen.

Auf dieser Datenbasis werden wir die Voraussetzungen schaffen, um diese unbedingt notwendigen Prüfungen zu ermöglichen. Dazu wird es in Kürze noch detaillierte Informationen durch die Abteilung ASA geben.

Sollten Studierenden trotz aller Bemühungen dennoch Nachteile in ihrem Studienverlauf entstehen, sollen die daraus resultierende Auswirkungen so gering wie möglich gehalten werden. In diesem Zusammenhang weise ich noch einmal auf die Möglichkeit der Nichtanrechnung des laufenden Sommersemesters auf die Regelstudienzeit hin.

 

3. Prüfungen in wissenschaftlichen/ theoretischen Fächern

Gemeinsam mit dem Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena wird außerdem ein Konzept erarbeitet, wie Prüfungen mit einer größeren Anzahl an Studierenden in den wissenschaftlichen und theoretischen Fächern im laufenden Sommersemester abgelegt werden können. Auch hierzu wird es in Kürze nähere Informationen geben.

 

4. Dokumentation der Lehre

Nach intensiven Debatten sind wir von unserem ursprünglichen Plan wieder abgerückt, ein neues Formular für die geleistete Präsenz- und digitale Lehre im Sommersemester zu erstellen.

Es bleibt also bei den üblichen Lehrberichten sowie entsprechenden Vermerken auf den Klassenlisten. Allerdings ist wie bisher auch der gegebene Unterricht in geeigneter Form zu dokumentieren.

Diese Selbstdokumentation kann für eine zukünftige Bewertung bzw. Evaluation der digitalen Lehrformate sehr aufschlussreich hinsichtlich des Aufwands und Nutzens sein.

 

5. Tastenreinigung der Klaviere und Flügel

Leider hat sich nach drei Wochen Unterricht und Üben sichtbar gezeigt, dass die stündliche Reinigung der Tastatur mit Desinfektionsmittel deutliche Schäden an den Klavieren und Flügeln hinterlässt. Es ist ganz sicher für alle nachvollziehbar, dass wir dringend etwas ändern müssen, um einen Millionenschaden zu verhindern.

Deshalb noch einmal die eindringliche Bitte besonders an alle Nutzer*innen unserer Klaviere und Flügel: Waschen und desinfizieren Sie Ihre Hände unmittelbar vor dem Unterricht oder dem Üben sowie auch danach sehr gründlich.

Desinfektionsmittel und Seife stehen ausreichend in allen Häusern zur Verfügung. Unsere Sicherheitsteams werden ab sofort nur noch einmal täglich die Tasten mit dem extra vorgesehenen Desinfektionsmittel reinigen.

Bitte beachten Sie: Eigenes Desinfektionsmittel darf für die Tasten keinesfalls verwendet werden!

Ein zusätzlicher Infektionsschutz kann das Tragen des Mundschutzes von allen im Raum befindlichen Personen auch während des Unterrichtes sein. (Ausgenommen sind natürlich unsere Bläser*innen und Sänger*innen). Herzlichen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung zur Erhaltung der wertvollen Instrumente unserer Hochschule!

 

6. Rassismus in Zeiten von Corona

Die Hochschule bekennt sich klar zu ihrer Internationalität, zu Weltoffenheit und zu einer pluralen Gesellschaft. Wir alle wissen: Das Coronavirus als globale Pandemie kennt keine Grenzen und keine Schuldigen.

Eine globalisierte und vernetzte Menschheit muss geschlossen und solidarisch auf diesen virologischen Eindringling reagieren.

Darum begrüßen Hochschulleitung und der Krisenstab ausdrücklich die geplanten musikalischen Aktionen des StuRa im Stadtbild, der damit auf die bundesweit zunehmenden Fälle von rassistischen Ressentiments und Fremdenfeindlichkeit reagiert.

Die Hochschule wird die Aktionen unterstützen und in Kürze näher dazu informieren.

 

7. Dokumentation der Krise

Die HfM plant, diese außergewöhnlichen Corona-Monate in einem LISZT-Sondermagazin zu dokumentieren. Ich möchte hierfür alle Studierenden und Lehrenden, die ihren Unterricht aus verschiedenen Gründen derzeit digital durchführen müssen, um die Zusendung von Bildmaterial bzw. Screenshots bitten.

Dankbar wäre ich zudem den Mitarbeitenden der Verwaltung, wenn sie ggf. vorhandene Fotos von ihrer Arbeit in der Corona-Krise zur Verfügung stellen könnten. Sie haben den Dienstbetrieb in dieser besonderen Lage aufrechterhalten und sich ganz flexibel den ungewöhnlichen Bedingungen angepasst.

Bitte schicken Sie die Fotos an presse(at)hfm-weimar.de zu Händen von Herrn Kreyßig.  

 

8. Angebot des Studierendenwerks

Zum Schluss noch eine gute Nachricht: Ab Dienstag, 2. Juni, bietet das Studierendenwerk in der Cafeteria Coudraystraße und im Zelt (nahe Mensa am Park) jeweils von 11:00 bis 14:00 Uhr einen Außerhausverkauf und eine „Inhouse“-Versorgung an.

Über die Speisepläne können Sie sich hier informieren:

www.stw-thueringen.de/mensen/einrichtungen/weimar/cafeteria-coudraystrasse.html

www.stw-thueringen.de/mensen/einrichtungen/weimar/mensa-am-park.html


Die Angebote stehen bis auf Weiteres nur den Studierenden beider Hochschulen sowie den Hochschulbediensteten zur Verfügung.

Die Bezahlung erfolgt ausschließlich bargeldlos per thoska. Aufladegeräte befinden sich im Cafeteriabereich bzw. im Hörsaalgebäude neben dem Zelt.


Es grüßt Sie herzlich
Ihr Christoph Stölzl