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Graduiertenkolleg "Modell Romantik"

Das Graduiertenkolleg "Modell Romantik" schafft eine neue Basis für die interdisziplinäre und internationale Erforschung eines europäischen und transatlantischen Rezeptionsphänomens. "Romantik" bezeichnet nicht nur eine literarisch-künstlerische Epoche, sondern wirkt in Form von romantischen Ideen und Praktiken bis in die Gegenwart hinein.

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft bewilligte Graduiertenkolleg "Modell 'Romantik'. Variation – Reichweite – Aktualität" an der Friedrich-Schiller-Universität Jena erforscht Romantik jenseits der Historie als ein Modell, das für moderne Formen der Weltdeutung, der Selbstreflexion, der ästhetischen Gestaltung und der Lebensvollzüge herangezogen werden kann. So werden im Kolleg die Rezeption und Vorbildwirkung der Romantik in verschiedenen fachlichen und zeitlichen Kontexten untersucht.

Die Präsenz der Romantik ist ein markantes europäisches und transatlantisches Phänomen. Bis in die Gegenwart finden Aktualisierungen in diversen Bereichen der Weltdeutung, Selbstbeschreibung und der Lebensvollzüge statt. Das Kolleg will solche Tradierungsprozesse auf einer methodisch neuen Grundlage erforschen und untersuchen, inwieweit vom 19. bis zum 21. Jahrhundert durch idealisierende, reduzierende und abstrahierende Repräsentationen ein "Modell Romantik" herausgebildet wurde, das Denk-, Handlungs- und Darstellungsmuster zur Verfügung stellt.

Dem Graduiertenkolleg gehören Wissenschaftler*innen verschiedener Disziplinen an: Germanistik, Romanistik, Anglistik und Amerikanistik, Musikwissenschaft, Theologie, Wissenschaftsgeschichte, Geschichtswissenschaft, Computerlinguistik und Soziologie.

Die Entstehung hochwertiger Dissertationen wird durch ein Studienprogramm gefördert, das eine kollegübergreifende Verständigung ebenso garantiert wie die eigenständige Profilbildung der Doktorand*innen. Praktische Ausbildungsabschnitte in Dichterhäusern, Stiftungen und Museen, im Städtemarketing und im Kulturjournalismus schulen das Transferdenken, sorgen für eine breite Qualifizierung der Absolvent*innen und bereiten Karrieren auch in außeruniversitären Bereichen vor.

Die Förderung des Kollegs durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft ist für die Zeit vom 01.10.2015 bis zum 31.03.2020 bewilligt. Für diese neue "Doktorandenschmiede" stellt die DFG mehr als drei Millionen Euro zur Verfügung. Derzeit arbeiten 14 Doktorand*innen am Kolleg.

Nähere Informationen:
www.modellromantik.uni-jena.de