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Musik und Emotionen: Schulmusik-Studierende produzieren eigene Folgen für den Musikpädagogik-Podcast „Mehr als Töne“

Grafik: Kathrin Holighaus

Musik und Emotionen: Schulmusik-Studierende produzieren eigene Folgen für den Musikpädagogik-Podcast „Mehr als Töne“

Was macht es mit mir, vor einer Klasse oder einem Chor zu singen oder zu spielen? Wie gehe ich mit der Angst vor Fehlern um? Und wie kann ich positive Gefühle kultivieren? Im Sommersemester 2021 haben Studierende des Lehramts Musik sich mit der Rolle von Emotionen im Unterricht und in der Probenarbeit auseinandergesetzt.

Unter der Anleitung von Prof. Dr. Daniela Bartels, von 2013 bis 2017 wissenschaftliche Mitarbeiterin an unserem Institut für Musikpädagogik und Kirchenmusik, haben sie Gefühlen wie Wut und der Angst, nicht zu genügen, wissenschaftlich-theoretisch, aber auch im eigenen Erfahrungsschatz nachgespürt.

Als praktischen Baustein des Seminars haben die Studierenden schließlich eigene Folgen für den Podcast „Mehr als Töne“ produziert. Mitte August ist die erste von insgesamt sieben geplanten Folgen online gegangen. Die Masterstudierenden Stefanie Dzjubak und Anselm Geiger setzen sich darin mit dem Thema Verletzlichkeit auseinander: https://mehralstöne.de/46-verletzlichkeit.

„Es ist mir immer wichtig, einen Bogen von der Theorie zur Praxis zu schlagen und dass Studierende auch selbst etwas beitragen können“, erklärt Daniela Bartels, die inzwischen als Gastprofessorin für Musikpädagogik an der UdK Berlin lehrt. „Mehr als Töne“, den ersten deutschen Podcast für das Fach Musikpädagogik, startete sie im Jahr 2019. Die rund 30-minütigen Folgen der HfM-Studierenden werden nun sukzessive im Zwei-Wochen-Rhythmus veröffentlicht.

Die eigenen Emotionen zu erkennen und sich deren Einfluss auf das pädagogische Handeln bewusst zu machen, ist ein Grundanliegen, das Prof. Bartels im Seminar vermitteln wollte. „Wie entstehen die verschiedenen Gefühle, welche Funktion haben sie und wie können wir mit ihnen leben und Musik machen? Zu all diesen Fragen sollten die Studierenden in ein produktives Nachdenken kommen und überlegen, wie sie ihren Unterricht gestalten wollen“, so die Musikpädagogin.

Herangezogen wurden dafür Texte und Studien aus der Philosophie und Psychologie, u.a. von Brené Brown und Martha Nussbaum. Eingeladen war zudem der Bühnen- und Gesangscoach Felix Powroslo, mit dem sich die Studierenden über den bewussten Umgang und die Gestaltung von Emotionen in seiner Arbeit mit Ensembles und Chören austauschen konnten. Hieraus entstand ein Gespräch, das ebenfalls im Podcast veröffentlicht wurde: https://mehralstöne.de/43-felix_powroslo_1.

[27.08.2021]