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Weimarer Dirigentenschmiede: Masterstudent Harry Ogg gewinnt 3. Preis bei „The Mahler Competition“ in Bamberg

Harry Ogg | Foto: Benjamin Ealovega / Askonas Holt

Weimarer Dirigentenschmiede: Masterstudent Harry Ogg gewinnt 3. Preis bei „The Mahler Competition“ in Bamberg

Seit 2004 richten die Bamberger Symphoniker alle drei Jahre den Dirigentenwettbewerb „The Mahler Competition“ aus. Bereits 2013 gewann dort mit Tung-Chieh Chuang, inzwischen designierter Generalmusikdirektor der Bochumer Symphoniker, ein Weimarer Dirigierstudent den 2. Preis.

Bei der sechsten Ausgabe des renommierten Wettbewerbs war nun erneut ein Student der „Weimarer Dirigentenschmiede“ erfolgreich: Der Brite Harry Ogg, Masterstudent der Klasse von Prof. Nicolás Pasquet und Prof. Ekhart Wycik, wurde am vergangenen Wochenende mit dem (geteilten) 3. Preis ausgezeichnet.

„Ich freue mich natürlich sehr, zumal dieser Wettbewerb einer von den drei großen Dirigierwettbewerben Deutschlands ist“, sagt sein Hauptfachlehrer Prof. Nicolás Pasquet.

„Harry Ogg hat einen exzellenten Eindruck hinterlassen und erhält bereits als Folge wichtige Einladungen. So ein Wettbewerb bedeutet immer einen wichtigen Schritt in der Entwicklung der Karriere. Als Assistenzdirigent an der Oper in Köln ist er ja bereits mitten drin.“

Den mit 30.000 Euro dotierten 1. Preis des „The Mahler Competition“, der vom 29. Juni bis zum 5. Juli in Bamberg ausgetragen wurde, gewann der 30-jährige Finnegan Downie Dear, der ebenfalls aus Großbritannien stammt. 336 junge Dirigentinnen und Dirigenten aus 54 Nationen hatten sich nach Angaben der Veranstalter für den Wettbewerb beworben. Zwölf von ihnen durften in Bamberg antreten, darunter zehn Dirigenten und zwei Dirigentinnen.

Der mit 20.000 Euro dotierte 2. Preis ging an den 35-jährigen Thomas Jung aus Deutschland. Aufgrund der Qualität der Bewerberinnen und Bewerber wurde der mit 10.000 Euro dotierte 3. Preis geteilt: Preisträger*innen sind neben Harry Ogg auch Wilson Ng (30) aus Hongkong und die 25-jährige Österreicherin Katharina Wincor.

Zum Wettbewerbsrepertoire zählten Orchesterwerke von Wolfgang Amadeus Mozart, Gustav Mahler, Anton Webern und Helmut Lachenmann. Im Vorfeld hatten sich die Bamberger Symphoniker gemeinsam mit den zuständigen Behörden auf Regional- und Landesebene auf ein pandemietaugliches Wettbewerbskonzept verständigt.

Harry Ogg begann 2017 ein Masterstudium im Fach Orchesterdirigieren an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar. Parallel wirkt er bereits als musikalischer Assistent des Kapellmeisters François-Xavier Roth am Gürzenich-Orchester Köln, assistiert bei zahlreichen Orchesterprojekten und dirigiert eigene Konzerte während der Spielzeit.

Zusätzlich ist Harry Ogg auch Associate Conductor der Welsh National Opera, nachdem er im Finale des Donatella Flick-LSO-Dirigentenwettbewerbs 2018 mit dem London Symphony Orchestra im Barbican Centre aufgetreten war.

Zu seinen Engagements der jüngeren Zeit zählten Humperdincks „Königskinder“ am Theater am Revier in Gelsenkirchen, die Leitung des Bergen Philharmonic Orchestra sowie Aufführungen der Opern „Don Giovanni“ und „The Turn of the Screw“ im Opera Holland Park mit dem City of London Sinfonia.

Weitere Dirigate führten ihn zu den London Mozart Players, dem Tonhalle Orchester Zürich, an die Deutsche Oper am Rhein, zur Jenaer Philharmonie, der Philharmonie Hradec Králové und der Nordböhmischen Philharmonie Teplice.

Harry Ogg wurde im März 2018 für das Dirigentenforum des Deutschen Musikrats ausgewählt und gewann im Herbst desselben Jahres den 2. Preis beim Dirigentenwettbewerb der mitteldeutschen Musikhochschulen mit dem MDR-Sinfonieorchester in Leipzig.

[07.07.2020]