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Ins Rampenlicht: Drei Fragen an den Klavierstudenten Xinyuan Wang, Preisträger des renommierten Klavierwettbewerbs in Leeds

Xinyuan Wang beim Wettbewerb in Leeds | Foto: privat

Ins Rampenlicht: Drei Fragen an den Klavierstudenten Xinyuan Wang, Preisträger des renommierten Klavierwettbewerbs in Leeds

In diesem Herbst gelang ihm sein persönlicher Durchbruch: Der chinesische Pianist Xinyuan Wang aus der Klasse von Prof. Balázs Szokolay gewann den 3. Preis und den Publikumspreis beim 19. Internationalen Klavierwettbewerb in Leeds. Dem 23-jährigen Bachelorstudenten der HfM Weimar gelang damit Außerordentliches: „Ein 3. Preis in Leeds ist vergleichbar mit Preisen beim Chopin-Wettbewerb in Warschau oder dem Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau“, erklärt sein Klavierprofessor Balázs Szokolay begeistert.

Unter den fünf Finalisten des Leeds-Wettbewerbs befand sich überdies ein weiterer Weimarer Student, Aljosa Jurinic aus der Klasse von Prof. Grigory Gruzman – eine grandiose Erfolgsquote für die hiesige Klavierausbildung.


Herr Wang, was bedeutet dieser Preis in Leeds für Ihre Karriere?
Ich war erstaunt, dass Lang Lang mir persönlich den Preis verliehen hat. Er hat mich als Pianist immer sehr inspiriert: Seine „Wanderer-Fantasie“ von Schubert war in meiner Kindheit mein Vorbild! Ich erhalte viel mehr Aufmerksamkeit seit diesem 3. Preis, auch von Managern, bekomme viel mehr Engagements. Mir fehlt noch eine Konzertagentur, aber mein Name ist in China jetzt schon ziemlich bedeutend.

Welche Engagements sind es denn?
Ich wurde eingeladen, Ende Januar 2019 einen Klavierabend in der Salle Cortot in Paris zu geben. Im Februar oder März spiele ich ein Rezital in Leeds, Ende Mai 2019 dann einen Klavierabend und einen Meisterkurs beim Chipping Camden Festival in Großbritannien. Mit einem großen Orchester erhalte ich die Gelegenheit, in der Liszt-Akademie in Budapest zu spielen. Und ich gebe zahlreiche Konzerte in China...

Was können Sie bei Prof. Szokolay lernen?
Er ist für mich ein Lexikon: Er kann alles spielen! Ungelogen, er hat die komplette Klavierliteratur durchgespielt. Jedes Stück, dass man lernen will, hat er vor zehn oder 20 Jahren schon mal im Konzert gespielt. Er kann alles demonstrieren und auch erklären, warum er wie gespielt hat. Balázs Szokolay ist sehr vielfältig in seinen Interpretationen, sehr lebendig und frisch.

Vielen Dank für das Gespräch.
Das Interview führte Jan Kreyßig


29.10.2018