Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

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Die Liszt-Orgel in Denstedt

Denstedt | Liszt-Orgel


Die Peternell-Orgel (Liszt-Orgel) in der Kirche Denstedt (Weimarer Land)

1860, fast ein halbes Jahrhundert nach dem Wiederaufbau der im Sommer 1812 abgebrannten Kirche, erklang in dem Gotteshaus zum ersten Mal wieder eine Orgel.

Erbaut haben das Instrument die Gebrüder Peternell aus Seligenthal bei Schmalkalden.

Die Orgel verfügt über 19 Register auf zwei Manualen und im Pedal. Ihre Disposition stammt vom damaligen Weimarer Stadtorganisten Prof. Johann Gottlieb Töpfer, dem wichtigsten Orgelbautheoretiker des 19. Jahrhunderts. Nach seiner Meinung war das Werk so vortrefflich gelungen, „dass ein denkender und geschickter Orgelspieler nie in Verlegenheit sein kann, zu seinen Vorträgen passende Registermischungen zu finden.“

Franz Liszt führte hier mit seinem „legendarischen Kantor“ Alexander Wilhelm Gottschalg „Orgelconferenzen“ und „Privatkonzerte“ durch und schuf für das Instrument drei Bach-Transkriptionen.

Erbauer: Gebrüder Peternell, 1859/60 (aus Seligenthal bei Schmalkalden)

Hauptwerk c–f3
Principal 8'
Quintatön 16'
Hohlflöte 8'
Viola di Gamba 8'
Octave 4'
Hohlföte 4'
Quintflöte 2 c/d'
Octave 2'
Mixtur 4fach 2'

Oberwerk c–f3
Geigenprincipal 8'
Lieblichgedackt 16' (von ca an)
Lieblichgedackt 8'
Harmonika 8'
Geigenprincipal 4'
Flauto dolce 4'

Pedal c–d1
Principalbass 8'
Subbass 16'
Violon 16'
Gedacktbass 8'

Mechanische Ton-und Registertraktur, Windladen: Schleifladen

Koppeln: MK II/I, PK I/Ped., Calcantenwecker