Die Finalisten 2003; Foto: Maik Schuck
4. Internationaler FRANZ LISZT Klavierwettbewerb
24. Oktober - 02. November 2003Der Wettbewerb
Als Musikhochschule den Namen Franz Liszts zu tragen, ist ein Bekenntnis - und zwar eines, dass über die Pflege des Lisztschen Kompositionsschaffens weit hinaus geht. War der Namensgeber der Weimarer Musikhochschule doch weit mehr als "nur" Klaviervirtuose und Komponist: Franz Liszt agierte als Lehrer, Hofkapellmeister, Musikschriftsteller und Kulturpolitiker - er unterrichtete, führte Werke noch unbekannter Komponisten auf und initiierte den Aufbau einer Orchesterschule in Weimar. Er rief mit dem "Allgemeinen Deutschen Musikverein" eine einflussreiche Institution der deutschen Musikkultur ins Leben und schmiedete Pläne für eine Goethe-Stiftung in Weimar. Diese Goethe-Stiftung sollte nach antikem Vorbild einen friedlichen Wettstreit der Künste in der kleinen Residenzstadt etablieren: Im jährlichen Wechsel sollten Preise für Musik, Malerei, Bildhauerei und Dichtung vergeben und damit junge Künstler gefördert werden. In der Tradition dieser (nie realisierten) Pläne versteht sich der Klavierwettbewerb, den die Weimarer Musikhochschule alle drei Jahre ausrichtet: Auf höchstem Niveau messen sich hier junge Musiker aus aller Herren Länder, in friedlichem Wettstreit. Auf dem Pflichtprogramm stehen im Jahr 2003 außer verschiedensten Werken von Franz Liszt eines der Wiener Klassik (Haydn), eines der neuen Wiener Schule sowie eine Komposition György Ligetis. Denn nicht Spezialistentum, sondern universelles pianistisches Können und musikalisches Ausdrucksvermögen sollen im Weimarer Franz Liszt Klavierwettbewerb ausgezeichnet werden.
Jury
Die Jury besteht aus 9 Juroren -
international tätige Pianisten und Pädagogen sowie Vertreter des öffentlichen Musiklebens:
- Jury-Vorsitz: Rolf-Dieter Arens
- Peter Cossé
- Koos Groen
- Michael Obst
- Konstantin Scherbakow
- Erik T. Tawaststjerna
- Maria Tipo
- Dénes Varjon
