Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Springe direkt zu:
Permanente Navigation | Navigation 1. Ebene | Navigation 2. Ebene | Navigation 3. Ebene
Inhaltsbereich | Suche | Sprachwahl



Liszt 2011

Bildmarke zum Liszt-Jahr 2011

Zu den Liszt-2011-Veranstaltungen in unserem Kalender...

Zur Online-Buchung der Liszt-2011-Veranstaltungen (Auswahl)...

Zur Europäischen Liszt-Nacht 2011...

Zur Landesausstellung "Franz Liszt - ein Europäer in Weimar"...

Zum Lisztomania Kurzfilmwettbewerb...

Informationen zum Young Philharmonic Orchestra Jerusalem Weimar...

Kulturelles Themenjahr 2011: „Franz Liszt 1811-1886. Ein Europäer in Thüringen“

Dem großen europäischen Musiker Franz Liszt wird 2011 ein Themenjahr gewidmet: Anlässlich seines 200. Geburtstags würdigt der Freistaat Thüringen mit Partnern u. a. in Bayreuth und Luzern das folgenreiche Wirken des phänomenalen Pianisten, Dirigenten, Komponisten, Musikpädagogen und Visionärs. Koordiniert vom Franz-Liszt-Zentrum der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar und von der Deutschen Liszt-Gesellschaft haben Partner in ganz Thüringen in einer mehr als dreijährigen Vorbereitungsphase eine Planung mit mehr als 200 Veranstaltungen im Jahres¬verlauf 2011 erarbeitet – darunter Konzerte, Wettbewerbe, Ausstellungen, Installationen, wissenschaftliche Konferenzen und der Festakt des Freistaates Thüringen an Liszts 200. Geburtstag am 22. Oktober 2011.

Das Gemeinschaftsprojekt bezieht in einem vielfältigen, breiten Fächer von Veranstaltungen ganz Thüringen ein. Der historischen Lage entsprechend arbeitet dazu das Zentrum Weimar insbesondere mit Eisenach, Sondershausen, Meiningen, Erfurt und Jena als den Thüringer „Liszt-Städten“ eng zusammen. Eisenach und Erfurt präsentieren einen Schwerpunkt zur Lisztschen Sicht auf die Heilige Elisabeth. Die Wartburg mit ihrem herausragenden Festsaal ist der besondere Ort vieler Konzerte und Opernaufführungen. Erfurt wird das kirchenmusikalische Zentrum des Themenjahres sein (u. a. mit einer Orgelnacht am 27. August mit internationalen Starorganisten). Sondershausen und Meiningen stellen ihre ganz eigenwertigen Bezüge zu Liszt und seiner Neudeutschen Schule dar. Musikschulen in ganz Thüringen musizieren ihre Beiträge zu einer Liszt-Erinnerung. Im Jenaer Zeiss-Planetarium ertönt der „Himmel über Liszt“ in alter und ganz neuer Weise, und in der Toskana Therme Bad Sulza ist Liszt über und vor allem unter Wasser zu erleben. Das Thüringen-Festival „Überlisztet!“ fasst vom 18. Juni bis 9. Juli die thüringenweite Präsenz Liszts brennglasartig zusammen.

Was Weimar betrifft, gibt es vom 16. bis 20. Februar einen Auftakt mit Alfred Brendel, dem legendären Beethoven-, Schubert-, Schumann- und Liszt-Interpreten. Er wirkt hier mit der Kraft des Wortes. Fünf Bach-Liszt-Konzerte im März und April betonen die Verbindung der beiden Thüringer Musik-Koryphäen. Am 11. April führt eine Weimar-Bayreuth-Luzern-Formation Liszts „Graner Messe“ auf, mit Nachfolgekonzerten in diesen Städten und in Regensburg. Die passende Fortsetzung folgt vier Wochen später im Schwerpunkt Soli Deo Gloria: Mit der Weihe der neuen „Franz-Liszt-Gedächtnisorgel“ in der Herz-Jesu-Kirche am 8. Mai. Die Orgel wurde mit knapp einer Million Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert. Ein Symposion „Franz Liszt und die Zukunft der Kirchenmusik“ begleitet das Ereignis ebenso wie eine Orgel-Gala mit Olivier Latry aus Paris am Vorabend der Weihe.

Es folgt das Klavierfestival „Kosmos Klavier“ vom 18. bis 26. Juni. Es schafft vielfältige Begegnungen mit Liszts Leib- und Magen-Instrument. Mit Arcady Volodos, Valery Afanassiev, Dezsö Ranki/Edith Klukon, Boris Bloch, Fred Oldenburg und Marino Formenti nehmen internationale Stars daran ebenso teil wie hervorragende Nachwuchs-Pianisten. Am 24. Juni, dem Geburtstag von Großherzog Carl Alexander, wird die große Liszt-Ausstellung „Franz Liszt – Ein Europäer in Weimar“ als Landesausstellung in Weimar eröffnet (Laufzeit bis 30. Oktober).

Das Kunstfest Weimar pèlerinages vom 19. August bis 11. September aktualisiert Lisztsche Ideen und Forderungen nach einer neuen Tonkunst in Uraufführungen von Werken von sieben Komponisten aus den sieben europäischen Liszt-Ländern. Das „Konzert für Buchenwald“ zum Auftakt wird von der neugegründeten „Jungen Philharmonie Jerusalem-Weimar“ bestritten.

Seinen imposanten Abschluss findet das Liszt-Jahr in Weimar vom 17. bis 31. Oktober unter dem Titel „Lisztomania 2011“: Ein Historisches Konzert des MDR am 17. Oktober eröffnet den Reigen namhafter Konzerte. Es folgt dem von Liszt geleiteten Konzert der Weimarer Hofkapelle am 5. September 1857, in dem er mit eigenen Werken auf die Enthüllung des Goethe-Schiller-Denkmals reagierte – dabei „Die Ideale“ nach Schiller und „Eine Faust-Symphony“ nach Goethe. Auf eine internationale Konferenz „Liszt-Interpretationen“ folgt am 22. Oktober der Festakt des Freistaates Thüringen im Deutschen Nationaltheater Weimar. Am Abend leitet Star-Dirigent Christian Thielemann das Festkonzert eines Projektorchesters der Weimarer Liszt-Institutionen in der Weimarhalle mit Werken Wagners und Liszts. Die „Europäische Liszt-Nacht“ am 26. Oktober und das Finalkonzert des „großen“ Liszt-Klavierwettbewerbes am 30. Oktober werden weitere markante Höhepunkte bilden. Gleich drei internationale, nach Liszt benannte Wettbewerbe finden im Jubiläumsjahr statt: der 3. Internationale FRANZ LISZT Wettbewerb für Junge Pianisten Ende Februar, der 2. Internationale BACH | LISZT Orgel¬wettbewerb Erfurt-Weimar-Merseburg Ende August und der 7. Internationale FRANZ LISZT Klavierwettbewerb Weimar-Bayreuth Ende Oktober.

Franz Liszt soll im Thüringer Themenjahr 2011 gewürdigt werden als europäische Künstlerpersönlichkeit, die sich in der Nachfolge Beethovens (und Paganinis) in den 1840/1850er Jahren auch in die Nachfolgesituation zur „Weimarer Klassik“ (Goethe, Schiller, Herder) stellte. Er profilierte sich und „Weimar“ damit im Spannungsfeld der (Kunst-)Welt jener Zeit neu. Im Jahr 2011 jährt sich zum 170. Mal der erste öffentliche Auftritt des großen Künstlers und Visionärs in der Stadt an der Ilm – anno 1841. Sieben Jahre später ließ Liszt sich auf Betreiben von Großherzogin Maria Pawlowna als Hofkapellmeister und Komponist fest in Weimar nieder. Er blieb bis 1861, ging dann nach Rom, kehrte aber ab 1869 jeden Sommer wieder, gefolgt von einem Schwarm junger PianistInnen, die seine legendären Klavier-Meisterkurse in der Hofgärtnerei besuchten. Seinen vor¬läufigen Abschied von Weimar 1861 – vor 150 Jahren – gestaltete Liszt überaus markant, mit dem ersten großen Tonkünstlerfest des von ihm mitgegründeten Allgemeinen Deutschen Musikvereins. Erstmals nach zwölf Jahren Exil war Richard Wagner dabei …

Das Themenjahr steht unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin des Freistaats Thüringen, Christine Lieberknecht, und des Präsidenten des Europäischen Parlaments, Prof. Dr. Jerzy Buzek. Ein Ehrenkomitee mit Persönlichkeiten aus europäischer Politik und Kultur und relevanten Mitgliedern aus Thüringen unterstützt die Anliegen des Themenjahres übergreifend. Vorsitzende des Ehrenkomitees ist Dr. Nike Wagner, Ururenkelin Liszts und Künstlerische Leiterin des Kunstfestes Weimar pèlerinages. Vorsitzender des Festkomitees, in dem die am Projekt beteiligten Partner vertreten sind, ist Thüringens stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie. Diejenigen Projekte, die das Werk und Wirken Liszts aus heutiger Sicht intensiv aufnehmen und so auch geeignet sind, die überregionale Aufmerksamkeit auf sich und das Thüringer Themenjahr zu ziehen, werden von der Landesregierung aus einem mit 1,1 Millionen Euro dotierten Sonderfonds gefördert, andere aus laufenden Mitteln aller staatlichen Ebenen.

Das Gesamtprogramm des Themenjahres 2011 ist auf der Homepage www.Liszt-2011.de verfügbar.