F. Liszt im Konzert; nach einer Zeichnung von T. Hosemann
Lisztomania Kurzfilmwettbewerb
Ein Wettbewerb der Klassik-Stiftung Weimar, der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar und des Bauhaus Film-Instituts der Bauhaus-Universität Weimar zum Liszt-Jahr 2011 lud Kreative* zum Mitmachen ein: Ein origineller Franz-Liszt-Kurzfilm sollte gedreht werden, inspiriert von der künstlerischen Essenz und dem facettenreichen Leben Liszts. Dabei waren sämtliche Genres willkommen: Dokumentarisches ebenso wie Fiktives, Komisches und Dramatisches, Experimentelles oder auch Animiertes.Die Preisträger:
Claviator Maximus on tour
Alexei Savinov, Lara Overmann
Stuttgart | Akademie der Bildenden Künste
03.18 Min.
Ein klassischer Animationsfilm, der die Konzert-Tourneen von Franz Liszt nachzeichnet. Der Komponist war einer der ersten Popstars der Musikgeschichte. Er scheint aus der Zeit gefallen – und so spielt auch der Film virtuos mit popkulturellen Bildversatzstücken. Liszts besondere Auftritte, vor allem seine langen Konzertreisen und die damit verbundenen Affären sind die Grundlage dieses Kurzfilms. „Calviator Maximus on tour“ wurde mit dem ersten Preis im Rahmen des Lisztomania-Wettbewerbs ausgezeichnet.
Franz
F. Seybicke, J. Keuchel, M. Schell, V. Herbst
Weimar | Bauhaus-Universität Weimar
01.23 Min.
Vorname – Zuname: Franz Liszt. Der Name ist in aller Munde, wird jedoch experimentell in seine Einzelteile und -töne zerlegt, um zu seiner Uraufführung zu gelangen. “Franz” ist Musik, Störung und Intervall – und belegte den zweiten Platz im Lisztomania-Wettbewerb.
Klare Verwirrung
Katre Haav
Weimar | Bauhaus-Universität Weimar
03.10 Min.
Der Komponist auf der Couch: ein tiefenpsychologischer Bilderbogen, der die Triebfedern des Patienten zeigt: Franz Liszt, permanent schwankend zwischen Klarheit und Verwirrung, Genialität und Schlichtheit, Himmel und Erde. Der dritte Preis des Lisztomania-Wettbewerbs ging an diese meisterhafte Sandanimation.
Etüde
Siegfried A. Fruhauf
Linz | Kunstuniversität
02.00 Min.
Die Basis für die Tonspur: eine handgezeichnete Lichttonspur auf 16-mm-Film. In der Tradition der filmischen Avantgarde stehend, nutzt der Filmkünstler Siegfried A. Fruhauf grobkörnige Schwarz-Weiss-Bilder einer Pianisten-Hand, um Tastendruck und visuellen Ausdruck miteinander zu verschmelzen. Der experimentelle Kurzfilm wurde mit dem Sonderpreis des Lisztomania Awards ausgezeichnet.
Wichtig waren persönliche Sichtweisen, originelle Ideen, prägnante Umsetzungen und ungewöhnliche Bezugnahmen auf Franz Liszt. Es wurden drei Preise (Lisztomania Awards) sowie ein Sonderpreis vergeben: 1. Preis 5.000 Euro, 2. Preis 3.000 Euro, 3. Preis: 1.500 Euro; außerdem wurden die Liszt-Clips in der Landesausstellung, in der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar sowie an verschiedenen Orten im Rahmen der Open-Air-Veranstaltungen vom 24.06.bis 30.10.2011 gezeigt und darüber hinaus im Rahmen des Kunstfestes in Weimar präsentiert.
Wettbewerbs-Flyer (pdf) zum Download...
*Der Lisztomania Award Weimar wurde im Dialog mit den Akademien und Hochschulen der Wohn- und Wirkungsstätten von Franz Liszt in Frankreich, der Schweiz, Italien, Österreich, Ungarn sowie Deutschland ausgelobt..
