Jazz
Allgemeine Hinweise:- Für das Wiedergeben von Play-Along-Material stehen Abspielgeräte zur Verfügung
- Die Improvisationsfähigkeit wird in allen Fachrichtungen - auch im Ensemble - geprüft
- Wird ein Begleiter für klassische Titel benötigt, sind zusammen mit dem Antrag mindestens 14 Tage vor der Eignungsprüfung Noten dafür einzureichen
Klavier
1. Klassisches Programm
- Vortrag einer zwei- oder dreistimmigen Invention oder eines Präludiums und einer Fuge aus dem "Wohltemperierten Klavier" von J. S. Bach
- Erster Satz einer Sonate von W. A. Mozart, L. v. Beethoven oder J. Haydn
- Ein kleines Stück zur Auswahl von F. Schubert, F. Mendelssohn-Bartholdy, R. Schumann, F. Chopin o. ä. (ab ca. 1830 bis heute)
2. Jazzteil
- Eine Ballade (z. B. Jazz-Standard aus dem Real Book) mit mindestens zwei Improvisationen
- Blues (z. B. Jazz-Standard aus dem Real Book) mit mindestens zwei Improvisationen
- Eine Eigenkomposition
- Vom-Blatt-Spiel eines Jazz-Standards aus dem Real Book mit Akkordsymbolen
Die Eignungsprüfungskommission kann Fragen zur Musiktheorie, Harmonielehre und Gehörbildung stellen.
Elektrische Gitarre
- Vortrag von 3 vorbereiteten Stücken. Mindestens eines der Stücke sollte aus dem Standard- bzw. Jazz-Classics-Bereich stammen. Die Stücke sollten verschiedene Tempi (Ballade, Medium, Up-Tempo etc.) und verschiedene Time-Feels (Swing, Latin, straight 8th etc.) aufweisen. Bei einem dieser Stücke kann es sich um eine Eigenkomposition handeln. Die Prüfungskommission wird in der Regel eine Auswahl von 2 aus den 3 vorbereiteten Stücken treffen.
- Vortrag eines leichteren (Standard-artigen) unvorbereiteten Stücks (Blattspiel der Melodie, Improvisation über die harmonische Form (Akkord-Symbole), Begleitung eines Solisten der Rhythmusgruppe)
- Mündliche Befragung hinsichtlich stilistischer Kenntnisse, Harmonielehre etc.
- Praktischer Gehörbildungstest (z. B. in Form einer kurzen Improvisation über eine Akkord-Progression ohne Notenvorlage)
- Der Vortrag eines zusätzlichen Stücks (wie z. B. ein klassisches Werk) zur Demonstration einer größeren stilistischen Bandbreite kann von der Prüfungskommision genehmigt werden. Dies wird in der Regel jedoch nur dann geschehen, wenn die Kommission nach den Punkten 1-4 noch nicht zu einem eindeutigen Urteil gelangt ist.
Anmerkungen:
Die Vorbereitung unter Anleitung eines fachkundigen Instrumentarlehrers (Hochschulabsolvent dieser Fachrichtung) ist anzuraten. Auf die Benutzung aufwendiger elektronischer Peripherie,wie z. B. Gitarren-Synthesizer o. ä., sollte verzichtet werden, da die Aufbau- und Soundcheck-Zeit begrenzt ist. In der Regel stehen sowohl ein Röhren- als auch ein Transistor-Gitarrenverstärker zur Verfügung.
Kontrabass / E-Bass
Kontrabass
- Vorspiel von Tonleiter- und Akkordstudien
- Ein Stück freier Wahl mit Bogen, klassische Kontrabassliteratur, Etüde o. ä.
- Vortrag einer Solo-Transkription
- Vortrag von drei stilistisch unterschiedlichen Jazz-Titeln mit folgenden Schwerpunkten: Thema, Begleitung, Improvisation
- Vortrag einer Eigenkomposition bzw. eines Solo-Stückes
E-Bass
- Tonleiter- und Akkordstudien sowie Exercises z. B. aus den Schulen Afro Cuban Grooves (Lincoln Goines), Electric Bass Lines (Carol Kaye), Chord Studies for Electric Bass (Rich Appleman), Concepts for Bass Soloing (Marc Johnson), Electric Bass (John Patitucci)
- Ein klassisches Vortragsstück
- Vortrag einer Solo-Transkription
- Vortrag von drei stilistisch unterschiedlichen Jazz-Titeln mit folgenden Schwerpunkten: Thema, Begleitung, Improvisation
- Vortrag einer Eigenkomposition bzw. eines Solo-Stückes
Bei Kontrabass und E-Bass Blattspiel u. a. nach vorgegebenen Harmoniesymbolen bzw. rhythmischen Patterns.
Saxophon
- Vortrag von Tonleitern und Arpeggien in verschiedenen Tonarten
- Vortrag klassischer oder fachspezifischer Studienliteratur (Etüde, Transkription eines improvisierten Solos etc.)
- Vortrag von drei Kompositionen, jazzstilistisch unterschiedlich angelegt, mit dem Schwerpunkt Improvisation (in nicht vorgefertigter Form!) z. B.: Ballade, Latin, ternärer Jazzstandard
- Blattspiel einer von der Prüfungskommission vorgelegten leichten bis mittelschweren Komposition/Stimme aus dem Jazzkontext (Etüde, Big Band Stimme etc.)
Klarinette und / oder Querflöte als Nebenfach (NF) zum Saxophon (fakultativ)
1. Nachweis über solide klangliche sowie technische Grundlagen auf dem jeweiligen Instrument anhand von:
- Tonleitern und Arpeggien in verschiedenen Tonarten
- klassischer Spielliteratur aus beliebigen Epochen
2. Vortrag fachspezifischer Literatur (Jazzetüde, Solotranskription etc.)
Anmerkung:
Es ist eine neue Studienordnung geplant, die Klarinette und / oder Querflöte als Nebenfach (NF) zum Saxophon obligatorisch vorsieht. In diesem Fall können diese Instrumente als NF zum Saxophon prinzipiell ohne Vorkenntnisse ab dem 3. Semester studiert werden. Es ist jedoch ein Niveau wünschenswert, das dem Beherrschen klanglicher und technischer Grundlagen entspricht.
Trompete
- Vortrag klassischer oder fachspezifischer Studienliteratur oder einer Solotranskription
- Vortrag von drei stilistisch unterschiedlichen Jazz-Titeln, davon eine Ballade, z. B. aus den Real Books, Aebersold etc. in der Art: Thema - nicht vorgefertigte Improvisation - Thema, mit Schwerpunkt auf der Improvisation
- Blattspiel einer durch die Prüfungskommission vorgelegten leichten bis mittelschweren Stimme z. B. aus einem Big Band Arrangement
- Blattspiel nach vorgegebenen Harmoniesymbolen, rhythmisches und melodisches Gehörtraining mit dem Instrument
Wird ein Begleiter benötigt, sind zusammen mit dem Antrag dafür Noten bzw. Skizzen (Leadsheets) mit Symbolschrift (Changes) mindestens 14 Tage vor der Eignungsprüfung einzureichen. Für das Wiedergeben von Play-Along-Material stehen Abspielgeräte zur Verfügung.
Posaune
- Vorspiel von zwei bis drei Jazzstandards eigener Wahl verschiedener Stilistiken mit Improvisationsteil, z. B. Be Bop, Blues, Modal, Ballad o. ä. aus dem Real Book, Fake Book etc.
- Vorspiel einer (möglichst selbst abgehörten und aufgeschriebenen) Solotranskription eines Interpreten eigener Wahl, z. B. von J. J. Johnson, Slide Hampton, Frank Rosolino, Chet Baker, Miles Davis
- Vorspiel einer einfachen klassischen Etüde oder eines vergleichbaren Stückes aus der klassischen Literatur
- Vorspiel von Tonleitern und gebrochenen Akkorden in verschiedenen Tonarten und unterschiedlich artikuliert
Drumset
1. SNARE DRUM: Rudimental Solo
Literaturempfehlungen zur Orientierung:
- "The All-American Drummer" (Charley Wilcoxon)
"Modern Rudimental Swing Solos" (Charley Wilcoxon)
"Rudimental Ritual" aus "The Drummer´s Compl. Vocabulary" (John Ramsey / Alan Dawson)
oder ähnliches Material mit Rudiments - keine Klassik-Etüden
2. FUNK Pattern Variationen
Literaturempfehlungen zur Orientierung:
- "Future Sounds" (Dave Garibaldi)
"The Funky Beat" (Dave Garibaldi)
"The Commandments of R&B Drumming" (Zoro)
"The Great James Brown Rhythm Sections (1960-73)" (C. Silverman / A. Slutsky) oder ähnliches Material
3. Contemporary LATIN Grooves
Literaturempfehlungen zur Orientierung:
- "Afro-Cuban Grooves For Bass And Drums" (L. Goines / R. Ameen)
"TimbaFunk" (Dave Garibaldi)
"Essential Afro-Cuban Rhythms for Percussion & Drumset" (Ed Uribe)
"Brazilian Rhythms For Drumset" (Weiner / Fonseca)
4. JAZZ Begleitung (Comping) typische Drumset Patterns in der Jazz-Stilistik
Literaturempfehlungen zur Orientierung:
- "The Art Of Modern Jazz Drumming" (Jack DeJohnette)
"The Art Of Bop Drumming" (John Riley)
"Beyond Bop-Drumming" (John Riley)
5. GROOVE - ALONG
Zur Präsentation der stilistischen Bandbreite wird der Bewerber gebeten, zu Sequenzen mitzuspielen: Walking Bass (slow, medium, up), Jazz Waltz, Latin Grooves, Rock / Funk
6. LIVE - Band
Mit von der Hochschule gestellter Begleitband ein Stück aus dem Bereich des Jazz, um die Ensemblefähigkeit zu demonstrieren.
Improvisierter Gesang
Anforderungen für die Eignungsprüfung Master als pdf...
Anforderungen für die Eignungsprüfung Bachelor:
Vortrag von drei oder vier stilistisch unterschiedlichen Titeln, davon eine Ballade aus dem Bereich des Jazz, einschließlich einer leichten nicht vorgefertigten Improvisation. Die Bewerber werden von Studenten der Hochschule begleitet (piano, bass, drums).
Außerdem werden Harmoniewissen, Blattlesen und stimmtechnische Fähigkeiten der Bewerber geprüft.
