Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

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Nebenfächer Musiktheorie und Gehörbildung

5. Mai 2012: Vorbereitungskurs für Hochschul-Eignungsprüfungen in Musiktheorie/Gehörbildung - Informationen/Anmeldeformular zum Download...

Die Eignungsprüfung in den Nebenfächern Musiktheorie und Gehörbildung gliedert sich in zwei schriftliche Arbeiten mit einer Dauer von jeweils 45 Minuten, die durch eine Pause von ca. 5 Minuten voneinander getrennt sind. Der Schwierigkeitsgrad der Prüfung richtet sich nach dem gewählten Studienfach. Im Einzelnen werden folgende Anforderungen gestellt:

Studienbewerber für ein instrumentales oder vokales Hauptfach

1. Musiktheorie

  • Kenntnis von Oktavbezirken sowie des Violin- und Bassschlüssels
  • Schreiben und Benennen von Tonleitern: Dur rein und Moll rein, harmonisch, melodisch
  • Intervallkenntnisse
  • Schreiben und Benennen von Dur- und Molldreiklängen
  • vierstimmige Darstellung von Dreiklängen
  • Notierung einfacher Kadenzen (vierstimmig) in Dur rein und Moll harmonisch
  • harmonische Analyse eines einfachen klassischen Klavierstückes
  • Erfinden einer leichten zweiten Stimme zu einer einfachen Volksliedmelodie

2. Gehörbildung

  • hörendes Erkennen von Intervallen (sukzessiv und simultan)
  • Nachschreiben und Benennen von Tonarten: Dur rein, Moll rein, harmonisch, melodisch
  • hörendes Erkennen von Dreiklangsarten, -stellungen und Umkehrungen
  • hörendes Erkennen von Taktarten
    Rhythmusdiktat, einschließlich einfacher Punktierungen, Überbindungen und Triolen
  • einstimmiges Melodiediktat in der Schwierigkeit eines Volksliedes
  • hörendes Erkennen harmonischer Zusammenhänge im Bereich der Grundfunktionen (T/t, D, S/s)

Studienbewerber für die Hauptfächer Dirigieren, Opernkorrepetition, Komposition, Lehramt für Musik, Kirchenmusik

1. Musiktheorie

  • Kenntnis der Oktavbezirke und Schlüssel
  • Schreiben und Benennen verschiedener Skalen: Dur und Moll, Kirchentonarten
  • Intervallkenntnisse
  • Schreiben und Benennen von Drei- und Vierklängen
  • vierstimmige Darstellung von Dreiklängen
  • Notierung einfacher und erweiterter Kadenzen (vierstimmiger Klavier- und Chorsatz) in Dur und Moll
  • harmonische Analyse eines mittelschweren klassischen oder frühromantischen Klavierstückes
  • Erfinden einer zweiten Stimme zu einer Volksliedmelodie

2. Gehörbildung

  • hörendes Erkennen von Intervallen (sukzessiv und simultan)
  • Nachschreiben und Benennen von Tonleitern: Dur rein, Moll rein, harmonisch, melodisch, Kirchentonarten
  • hörendes Erkennen von Dreiklangsarten, -stellungen, -lagen und Umkehrungen
  • hörendes Erkennen von Taktarten
  • Rhythmusdiktat, einschließlich Punktierungen, Synkopen, Überbindungen und Triolen
  • einstimmiges Melodiediktat in der Schwierigkeit des Themas einer klassischen Sinfonie oder Sonate
  • hörendes Erkennen harmonischer Zusammenhänge: Grundfunktionen (T/t, D, S/s), Dominantseptakkord, Vorhaltsquartsextakkord, Doppeldominante, Parallelklänge

Studienbewerber in der Studienrichtung Jazz

Für Bewerber in der Studienrichtung Jazz gelten zusätzlich zu den oben genannten folgende Anforderungen:

  • Kenntnis jazztypischer Akkorde
  • Kenntnis der gebräuchlichen Akkordsymbole
  • Grundlagen der Jazzharmonielehre
  • Hören und Notieren jazztypischer Wendungen
  • Vom-Blatt-Klatschen

Empfohlene Literatur

1. Für die Vorbereitung auf die Eignungsprüfung in den Nebenfächern Musiktheorie und Gehörbildung:

Hermann Grabner | Harmonielehre, Generalbassübungen, Allgemeine Musiklehre
Diether de la Motte | Melodie, Kontrapunkt, Harmonie
Clemens Kühn | Musiklehre

2. Literatur speziell für die Studienrichtung Jazz:

Mark Levin: Das Jazz Theorie Buch
Wolf Burbat: Die Harmonik des Jazz
Frank Haunschild: Die neue Harmonielehre
Sigi Busch: Jazz & Pop Musiklehre, Hörtraining
Joe Viera: Grundlagen der Jazzrhythmik
Eddy Marron: Die Rhythmiklehre
R. Graf / B. Nettles: Die Akkord-Skalen Theorie & Jazz-Harmonik
Tom van der Geld: Ear Training