ERASMUS Universitätscharta & European Policy Statement
Die ERASMUS Universitätscharta finden Sie hier...Information: Das ERASMUS Programm an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar und seine Möglichkeiten
European Policy Statement:
Die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar fühlt sich der Geisteshaltung ihres Initiators und Namenspatrons verpflichtet. Dem Weltbürger Liszt, der in den Metropolen Europas zuhause war und der sich stets zum universalen, europäischen Geist der Kunst bekannte, schwebte das Ideal eines Musikers vor, der über technische Perfektion und interpretatorische Meisterschaft hinaus auf eine umfassende Bildung zurückgreifen kann. So baut die Hochschule auf ein integrales Bildungskonzept, das bei der Ausbildung von Musikern und Musikvermittlern die Balance zwischen Tradition und Innovation, zwischen hoher Spezialisierung und breitem Wissen, zwischen Fachkompetenz und interkultureller Kompetenz meistert. Es strebt Absolventen an, die leistungs- und verantwortungsbewusst, teamfähig, weltoffen und mit europäischem Bürgersinn sich den Herausforderungen des internationalen Musiklebens stellen, einen Beitrag zur Entwicklung der Musikkultur unserer Zeit leisten und auf dem internationalen Arbeitsmarkt bestehen.
Auf dem Weg zum europäischen Bildungsraum
Bei der Umsetzung dieses Bildungskonzepts spielt internationale Kooperation, der Austausch von Studierenden, Lehrenden und Ideen wie auch das Zusammenwirken in internationalen Projekten eine wesentliche Rolle. Durch sie wird Studierenden wie Lehrenden der Einblick in ein breites Spektrum der weltweiten und insbesondere der europäischen Musikausbildung, -ausübung und -vermittlung eröffnet. Internationalität, auf ihrer höchsten Entwicklungsstufe in allen Prozessen der Ausbildungsreform und -organisation mitgedacht, macht es möglich, den eigenen Standort hinsichtlich der Leistungsfähigkeit aktuell zu bestimmen und ist somit die Basis für eine hohe Qualität der Ausbildung. Das Kennenlernen der Kultur, des Lebensstils und der Sprache anderer Länder schafft zudem Vertrauen und Verständnis gegenüber anderen Nationalitäten, befähigt zum Eindringen in andere Interpretationen, Methoden und didaktische Ansätze und ist ein Schritt hin zum europäischen Bildungsraum, zur Verwirklichung der Ziele von Lissabon.
Integration internationaler Studierender
Im Rahmen des Programms für lebenslanges Lernen 2007-2013 sollen die bestehenden 42 Partnerschaften mit europäischen Hochschulen im Sinne der oben genannten Zielstellung mit den Schwerpunkten Mobilität und Entwicklung weiterer integrierter Studiengänge gepflegt und erweitert werden. Dozentenmobilität hat sich mit Blick auf die besondere Situation des Einzelunterrichts an Musikhochschulen als Motor für die Studierendenmobilität bestens bewährt und wird im Einklang mit motivationsfördernden Informationsveranstaltungen für Studierende weiter qualifiziert. Tangiert wird das Programm durch ein bewährtes Betreuungskonzept, das Fremdenfeindlichkeit wie auch der Benachteiligung einzelner Gruppen oder Geschlechter wirksam vorbeugt und die Integration internationaler und deutscher Studierender fördert. Alle ERASMUS-Aktivitäten, diese Erklärung und die EU-Charta werden auf der Website der Hochschule, in Publikationen der Hochschule und durch Aushang öffentlich gemacht.
Mobilität mit Effizienz
Hoher Wert wird auf die Qualität und die Effizienz der Mobilitätsaktivitäten gelegt. Die sorgfältige Information und Beratung unter Berücksichtigung des Entwicklungsstandes, der technischen wie künstlerischen Reife des Studierenden und seiner konkreten Vorstellungen über das Studienziel während des Auslandsaufenthaltes sowie die dem Ziel gemäße gemeinsame Auswahl der Partnerhochschule sichern bei Einbeziehung der Lehrenden im Gast- und Heimatland einen erfolgreichen Studienfortschritt und die akademische Anerkennung erbrachter Leistungen auf der Grundlage der Learning Agreements und Transcripts of Records. Nach Einführung von ECTS im Herbst 2007 werden gemäß Abstimmung mit den Partnern Anrechnungspunkte in Anwendung gebracht. Die Erfüllung der Learning Agreements wird regelmäßig überprüft. Informationen über Curricula werden in der Regel den Internetseiten der Partnerhochschulen entnommen oder gegenseitig zugesendet. Erfahrungsberichte ehemaliger ERASMUS Studierender helfen zeitsparend, Probleme bei der Studienorganisation an der Gasthochschule zu meistern.
Erfahrungsaustausch der Erasmus-Koordinatoren
Unerlässlich für die Gewährleistung hoher Standards in der Mobilität ist die Mitgliedschaft in der Association Européenne des Conservatoires, Académies de Musique et Musikhochschulen(AEC) und der dort jährlich stattfindende Erfahrungsaustausch der ERASMUS Koordinatoren der europäischen Musikhochschulen, bei dem Qualitätssicherung im Mittelpunkt steht. Vorbereitende und begleitende Sprachkurse für Outgoings wie Incomings werden bereitgestellt und gefördert. Incomings erhalten Unterstützung bei der Unterbringung und Behördengängen durch persönliche Tutoren und werden durch ein System von Information, Beratung und Betreuung integriert und begleitet. Jedem Dozentenaustausch geht die Abstimmung über Lehrinhalte, Form und Umfang sowie Dauer der Lehrveranstaltungen voraus. Der Austausch wird anerkannt und auf die Lehrverpflichtung angerechnet. Die Organisation der Lehre, Reise und Unterkunft wird unterstützt.
Interkulturelle Vorbereitung
Die Qualität von Praktika im Ausland wird vorbereitet zum einen durch ein sorgfältiges Auswahlverfahren der Bewerber auf der Grundlage qualifizierter Bewerbungsunterlagen, die eine hohe Motivation deutlich werden lassen und klare Referenzen der Hochschullehrer enthalten, zum anderen durch den Praktikumsvertrag, der Lernplan, Betreuer, Dauer und Finanzierung festgelegt. Die Europäische Qualitätscharta und die Qualitätsverpflichtung werden von den Beteiligten anerkannt. Die Studierenden werden bei der sprachlichen und mentalen Vorbereitung insbesondere im Hinblick auf die spezielle Situation im Gastland sowie in praktischen Dingen bezüglich Reise, Versicherung, Unterkunft unterstützt und beraten. Interkulturelle Vorbereitung ist für die Teilnehmer verbindlich.
Erfahrungsaustausch und Netzwerkarbeit
Die Hochschule beauftragt das LEONARDO-Büro Thüringen (LBT) als regionales Konsortium mit der Vorbereitung, Vermittlung und Organisation von Praktika für ihre Studierenden. Das Büro hat langjährige Projekterfahrung und eine gute Past Performance. Es vermittelt anspruchsvolle Praktika, überprüft und sichert in Kooperation mit den Hochschullehrern und Unternehmen das Niveau der Aufgabenstellung und gewährleistet so eine hohe Qualität. Mit dem Praktikumsvertrag wird ein Monitoring System, das Firma, Hochschule und LBT einbindet, installiert. Dieses sorgt für die konstante Betreuung und Einhaltung des Lernplans. Berichte der Studierenden dokumentieren den Erfolg der Praktika. Die Übergabe von qualifizierten Zeugnissen und Referenzen wird unterstützt. Nach Bewertung der Unterlagen erfolgt die akademische Anerkennung durch die Hochschule. Praktikanten erhalten den Europass Mobilität. Garanten für die Förderung der Qualität von Praktika sind die Organisation von Erfahrungsaustausch der Teilnehmer, die Veröffentlichung der Ergebnisse, strategische Projektentwicklung im Arbeitskreis LEONARDO Thüringen, kontinuierliche Projektbeteiligung, Netzwerkarbeit und Stabilität für die Hochschulen und Unternehmen in Europa.
