Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

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Vorlesungsverzeichnis Studienrichtung Kulturmanagement im Sommersemester 2005

(das Lehrangebot seit dem Sommersemester 2001 Semester finden Sie hier)

Kulturraum Ostmitteleuropa. Kulturpolitik und Kulturförderung in Ostmitteleuropa.

Prof. Dr. Steffen Höhne

Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement und Studium Generale

Mittwoch 13.15 – 14.45, hochschulzentrum am horn, Hörsaal, Beginn: 06.04.2005

Mit der EU-Integration der ostmitteleuropäischen Reformstaaten findet die in Jalta beschlossene Teilung Europas ein Ende. Dennoch scheint eine westeuropäische Perspektive den politischen wie kulturellen Diskurs zu dominieren, ‚Osteuropa‘ ist immer noch Terra incognita. Die Vorlesung beschäftigt sich daher zunächst mit den Ideen und Traditionen Europas sowie der Vorstellung von ‚Mitteleuropa‘. In einem zweiten Schritt erfolgt eine Vorstellung der Kultursysteme Polens, Tschechiens, der Slowakei und Ungarns unter diachroner und synchroner Perspektive. Abschließend wird die aktuelle Situation der Kulturpolitik und Kulturförderung in den Transformationsländern vorgestellt.

Bereich: Kulturwissenschaft.

Einführende Literatur:
Koschmal, Walter/Nekula, Marek/Rogall, Joachim (Hg.): Deutsche und Tschechen. München (Beck) 2001.
Lawaty, Andreas/Orłowski, Hubert (Hg.): Deutsche und Polen. Geschichte, Kultur, Politik. München (Beck) 2003.


PS Institution und Projekt Sinfonieorchester: Probleme und Perspektiven

Dr. Ralph Philipp Ziegler

Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement

Donnerstag, 11.15 bis 12.45, hochschulzentrum am horn, Seminarraum 1, Beginn: 07.04.2005

Kulturstaatsministerin Christina Weiss spricht von einer “weltfremden Verwöhnlandschaft Orchester”. Ernest Fleishman, Intendant des Los Angeles Philharmonic Orchestra, proklamierte bereits 1987: „The Orchestra is Dead.” Fusionen und Schließungen prägen die Orchesterlandschaft nicht nur der Bundesrepublik Deutschland. Dabei demonstrieren alleine schon die ausladenden Soundtracks von Hollywood-Blockbustern als deutlicher Spiegel des Marktes, dass große Gefühle und Publikumspräferenzen allgemein immer noch sehr eng mit dem Klang des romantischen Sinfonieorchesters verknüpft sind.

Am Beispiel Orchester wird in diesem Seminar die Zukunftsfähigkeit klassischer Kulturinstitutionen und ihre Kompatibilität mit kulturellen und wirtschaftlichen Perspektiven des 21. Jahrhunderts untersucht. Aktuelle künstlerische und manageriale Entwürfe werden sowohl allgemein als auch in Best-Practice-Beispielen an einzelnen Institutionen beleuchtet.

Bereich: Kulturwissenschaft/Kulturökonomie

Einführende Literatur:
Haffner, Herbert: Sinfonieorchester der Welt, Berlin 1997;
Ziegler, Ralph Philipp: "Freie Kulturbetriebe zwischen Wirtschaftlichkeit und künstlerischem Anspruch“, in: Handbuch Kultur finanzieren, 3. Ergänzungslieferung, Berlin 2004 (Loseblattsammlung).


PS Kulturmarketing (Teil 2)

Hans-Joachim Frey (Operndirektor Sächsische Staatsoper Dresden / Semperoper), Peter Hegwein

Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement

Dienstag, 17.15 – 18.45 Uhr, Seminarraum 1, hochschulzentrum am horn, Beginn: 05.04.2005

Kulturmarketing ist weder ein emphatischer Bekehrungskult, um die breite Bevölkerung für vermeintliche hohe Weihen der Kunst wiederzugewinnen, noch ist es die Vermarktung von Kultur mit den Mitteln der Waschmittelwerbung. Es ist teils eine ganz eigene Disziplin mit in Wissenschaft und Praxis ausgefeilt aufgearbeiteten Mechanismen auf dem Hintergrund professionellen allgemeinen Marketings. Oft fordert Kulturmarketing allerdings auch, dem stetigen Wandel künstlerischen Schaffens und künstlerischer Interpretation sowie den Transformationen der Gesellschaft folgend, immer neue Lösungen fernab von schematisierten Mechanismen.

Dieses Seminar vertieft Grundlagen von Marketing und Kulturmarketing und leitet an zum selbständigen kreativen Arbeiten auf wettbewerbsfähiger Ebene in einer anspruchsvollen Disziplin von Kulturmanagement.

Bereich: Kulturökonomie (Kulturmarketing II)

Einführende Literatur:
Colbert, Francois: Kunst- und Kulturmanagement, Wien 1999;
Klein, Armin: Kultur-Marketing, München 2001.


PS Theatermanagement II

Thomas Schmidt (Geschäftsführer Deutsches Nationaltheater Weimar)

Donnerstag, 17.00 - 19.00 Uhr (zweiwöchentlich), hochschulzentrum am horn, Seminarraum 1, Beginn: 14.04.2005

Die Lehrveranstaltung ‚Theatermanagement II‘ widmet sich dem Theaterbetrieb, seinen Prozessen und Strukturen, aber auch seinen aktuellen Herausforderungen und der damit verbundenen Suche nach Reformmodellen. ‚Theatermanagement II‘ baut auf ‚Theatermanagement I auf‘; der Besuch des vorhergehenden Kurses ist jedoch nicht zwingende Voraussetzung für die Teilnahme. Schwerpunkte sind: Betriebsformen und Managementmodelle, Planungs- und Produktionsprozesse im Theater von der Spielplanentscheidung zur Produktion sowie Budgetierung, Wirtschaftsplan und Controlling. Die Lehrveranstaltung wird mit einer Arbeitsgruppe zu Zukunftsfragen von Theaterbetrieb und –strukturen, Theater- und Probenbesuchen begleitet.

Bereich: Kulturökonomie

Einführende Literatur:
Röper, Henning: Theatermanagement, Köln / Weimar 1999


S Kulturpolitik und Kulturförderung

Prof. Dr. Steffen Höhne

Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement im Hauptstudium und postgradualen Studium

Donnerstag 09.15 – 10.45, hochschulzentrum am horn, Seminarraum 1, Beginn: 07.04.2005.

Durch die Krise der öffentlichen Haushalte und damit die Krise der öffentlich geförderten Kultur kommt es zu gravierenden Veränderungen im Kulturbereich insgesamt. Es scheint also geboten, sich aus der aktuellen Perspektive mit Fragen der Kulturpolitik und damit Kulturförderung intensiv zu beschäftigen. Ein Schwerpunkt soll auf der Analyse privater Formen der Kulturfinanzierung wie Mäzenatentum, Kultursponsoring, Fundraising bis hin zu Public-Private-Partnership-Modellen liegen. Neben Fragen der Übertragbarkeit unterschiedlicher betriebswirtschaftlicher Konzepte auf den Kulturbereich müssen auch die Konsequenzen für die Kulturpolitik und die Kulturinstitutionen erörtert werden.

Zu erbringende Leistungen: Referat und Hausarbeit.

Bereich: Kulturwissenschaft

Einführende Literatur:
Bruhn, Manfred: Sponsoring. Systematische Planung und integrativer Einsatz. 4. Aufl. Frankfurt/Main (Gabler) 2003.


BS Kulturpolitik in Ostmitteleuropa.

Prof. Dr. Steffen Höhne, Dr. Justus Ulbricht (Direktor Städtische Museen Gotha)

Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement

Exkursion nach Brünn, Bratislava und Budapest vom 23.05. – 30.05.05, vorbereitende Sitzung 19.04., 19.00 Uhr, hochschulzentrum am horn, Seminarraum 2.

Parallel zur Vorlesung soll das Blockseminar in Form einer Exkursion nach Brünn (Brno), Bratislava und Budapest aktuelle Einblicke in Fragen der Kulturpolitik und Kulturförderung vor Ort ermöglichen. Neben Seminarsitzungen zu ausgewählten kulturpolitischen Themen an den Partnerinstituten und -universitäten sollen vor allem die lokalen Kulturinstitutionen besucht und Gespräche mit den jeweiligen Vertretern ermöglicht werden.

Zu erbringende Leistungen: Referat und Hausarbeit.

Bereich: Kulturwissenschaft/Kulturökonomie.

Einführende Literatur:
Schlögel, Karl: Die Mitte liegt ostwärts. Europa im Übergang. München/Wien (Hanser) 2002.


BS Urheber- und Urhebervertragsrecht - Rechtspraxis im Kulturbereich II

Pascal Charles Amann

Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement

Freitag, 24.06., 14.00-19.00 Uhr, Samstag, 25.06., 09.00-14.00 Uhr, hochschulzentrum am horn, Seminarraum 1.

Die Vorlesung basiert auf der im Sommersemester 2003 durchgeführten Veranstaltung, ist allerdings auch für diejenigen Studenten geeignet, die diese Veranstaltung nicht haben besuchen können.

Der erste Teil des Seminars gibt neben einer allgemeinen vertieften Einführung in die Systematik und Begriffsdogmatik des Urheberrechts mit Exkursen in verwandte Rechtsgebiete einen Überblick über aktuelle Entwicklungen in der Gesetzgebung und Rechtsprechung geben. Schwerpunktmäßig wird die Reform des deutschen Urheberrechts beleuchtet werden. Im zweiten Teil wird schwerpunktmäßig die praktische Arbeit eines Juristen in der Medien- (Musik-) Wirtschaft beleuchtet, mit vielen weiterführenden Beispielen aus dem Alltag zwischen Superstars und solchen, die es werden wollen. Mit vielen Fallbeispielen sollen mögliche Fallstricke bei Verhandlungen und Vertragsgestaltungen aufgedeckt und intensiv besprochen werden, wobei gezielt die Praxis der Musikindustrie im Mittelpunkt der Betrachtungen steht.

Bereich: Kulturökonomie


BS Sponsoring. Bedeutung, Entwicklungen, rechtliche und steuerrechtliche Rahmenbedingungen, Konzeptentwicklung und Projektevaluation

Dr. Uli Kostenbader (Vizepräsident Deutscher Musikrat e.V., langjähriger Leiter des Global Sponsorings der DaimlerChrysler AG)

1.: Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement,
2.: Studierende der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Di., 14.00 - 17.00 (12.04., 26.04., 10.05., 07.06., 28.06. Achtung: geänderte Termine!), hochschulzentrum am horn, Hörsaal

Das Bild ist verwirrend und widersprüchlich. „Geld geben und gutes Image gewinnen- die Bedeutung von Sponsoring steigt“ schreibt die Financial Times Deutschland. Einerseits. Und andererseits liest man, die Wirtschaft sei keine philanthropische Veranstaltung, kein Lückenbüßer für staatliche Finanzierungsprobleme. Wie also sieht das Bild nun wirklich aus?

Nach welchen Kriterien wählen Unternehmen Kulturprojekte aus, wenn überhaupt? Wie entstehen ihre Konzepte, wie werden sie evaluiert? Was erwarten sie von ihren Partnern? Vor allem aber: wie gestalten sich Sponsoringverträge? Und noch wichtiger: wie sind Sponsoring (und nebenbei auch Spenden und Geschenke) steuerlich zu behandeln? Wo liegen die Fallstricke? Welche Unterschiede bestehen dabei zwischen gemeinnützigen bzw. nicht gemeinnützigen Einrichtungen? Wie sieht es mit der GEMA aus? Wie und wo darf Geld gesammelt werden? Wer hilft im Zweifelsfall?

Bereich: Kulturökonomie


Management-Praxis

Im Rahmen des Studiengangs Kulturmanagement werden theoretisch erworbene Kenntnisse durch praxisrelevante Themen ergänzt. Mit diesem Qualifizierungsangebot werden die Studierenden auf zukünftige Tätigkeiten mit ausgeprägten Managementfunktionen (z.B. Leitung und Führung, Dienstleistung, Koordination, Beratung) vorbereitet. Ebenso wird künstlerisch Studierenden speziell in Bereichen wie Coaching und Selbstmanagement die Möglichkeit vermittelt, sich durch professionelles Auftreten und praktische Organisationsfähigkeit aus der Masse der Bewerber auf dem Markt herauszuheben.

Die Teilnehmer sollen sich mit ihrer eigenen Lebens- und Berufs-Situation konstruktiv und proaktiv auseinandersetzen und Perspektiven erarbeiten. Sie sollen allgemeine Methoden und Instrumente für ihren zukünftigen Arbeitsalltag als Kultur-Manager kennen lernen.

Die einzelnen Kurse bauen logisch und systematisch aufeinander auf, sind aber auch als Einzelveranstaltungen belegbar. Die Lehrbeauftragten verwenden dabei ganzheitliche, schlüssige, anspruchsvolle, ineinander greifende, klare und interaktive Lern- und Lehrmethoden, die den Teilnehmern Möglichkeiten eröffnen, mehr über sich und andere zu erfahren und miteinander zu lernen.


BS Coaching für Kulturmanager und Musiker (Management-Praxis I)

Paul Momberger, Frank Sauer (DaVinci3000)

1.: Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement
2.: Studierende der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

hochschulzentrum am horn, Seminarraum 1, Termine: 10.+11.06., 17.+18.06, Freitag 11.00 - 20.00 Uhr, Sa. 09.00 - 18.00 Uhr

Wer bin ich? Was will ich? Wo liegen meine Stärken? Dieses Blockseminar vermittelt Theorie und Praxis des Coaching – für Kulturmanager und praktizierende Künstler gleichermaßen. Wie finde ich für „meinen“ Künstler die richtige künstlerische und manageriale Ausrichtung? Wie sorge ich verantwortungsvoll für eine Mobilisierung persönlicher und künstlerischer Ressourcen, ohne den natürlichen Entwicklungsprozess des Künstlers überzustrapazieren? Gegenüber den Theorieabschnitten (Coaching als Grundlage für professionelles Künstlermanagement) stehen Workshops in Einzeltraining und Gruppenarbeit.

Bereich: Kulturökonomie (Management-Praxis)


K Kolloquium für Diplomanden und Magister

Prof. Dr. Steffen Höhne, Dr. Ralph Philipp Ziegler

Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement im Hauptstudium und postgradualen Studium

Donnerstag 13.15 - 14.45, hochschulzentrum am horn, Seminarraum 2, Beginn: 07.04.2005.

Das Kolloquium dient der Vorbereitung auf die Abschlussprüfung und bietet Gelegenheit zur Diskussion von Fragen im Kontext der Erstellung von Diplomarbeiten sowie zu aktuellen Forschungsproblemen.


Ü Haushalts- und Rechnungswesen

Rebekka Stemmler

Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement im Grundstudium und im postgradualen Studium

Donnerstag 13.00 - 17.00, zweiwöchentlich, hochschulzentrum am horn, Seminarraum 1, hochschulzentrum am horn, Seminarraum 1, Beginn: 14.04.2005

In der Übung werden die Grundlagen des Haushalts- und Rechnungswesen behandelt, das Verhältnis von öffentlichen und privaten Finanzierungskonzepten untersucht und im Hinblick auf den Kulturbereich analysiert. Schwerpunkt sind: Buchhaltung, Haushaltswesen und betriebliches Rechnungswesen, Finanzierung, Aspekte der Privatisierung.

Bereich: Kulturökonomie (Haushalts- und Rechnungswesen)


Ü Rechtsgrundlagen im Kulturbereich (Teil 2)

Beate Supianek

Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement

Donnerstag 14.15 - 18.00, zweiwöchentlich, hochschulzentrum am horn,
Seminarraum 1, Beginn: 07.04.2005

Die Übung setzt die Einführung in die Grundlagen des Arbeitsrechts, des Gesellschaftsrechts, des allgemeinen Vertragsrechts und des Urheberrechts fort. Dabei soll ein problemorientierter Umgang mit den Rechtsgrundlagen im Kulturbereich erfolgen, der durch praktische Übungen vertieft wird.

Bereich: Kulturökonomie (Rechtsgrundlagen)