Lehrangebot Wintersemester 2003/2004
V Kulturpolitik und Kulturwissenschaft. Zur Kulturgeschichte Deutschlands 3,
Prof. Dr. Steffen Höhne,
Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement und Studium Generale,
Mittwoch 17.00 – 18.30, Hörsaal. Beginn: 15.10.2003
Im dritten Teil der Vorlesung werden die prägenden kulturellen und kulturpolitischen Entwicklungen in Deutschland seit dem Einsatz der Moderne vorgestellt. Dabei wird ein Zeitraum vom einsetzenden Naturalismus (Jahrhundertwende) über den Expressionismus und die Kultur und Kulturpolitik der Weimarer Republik bis zum Ende des III. Reiches behandelt.
Die Vorlesung ist in sich abgeschlossen, der Besuch der Veranstaltung des vorigen Semesters keine Voraussetzung.
Bereich: Kulturwissenschaft/Kulturpolitik.
J. Hermand/F. Trommler, Die Weimarer Republik, Frankfurt/Main 1988; P. Reichel, Der schöne Schein des Dritten Reiches. Faszination und Gewalt des Faschismus, Frankfurt/Main 1992.
S Nach der Postmoderne
Prof. Dr. Steffen Höhne,
Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement im Hauptstudium und postgradualen Studium,
Mittwoch 15.00 – 16.30, Seminarraum 1. Beginn: 15.10.2003
Aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen werden von Kunst und Kultur antizipiert bzw. in ihnen reflektiert. Wie verändern sich Kulturen unter den Bedingungen der Globalisierung? Welchen Einfluss üben gesellschaftliche Veränderungen im Hinblick auf Internationalisierung und Interkulturalität auch in den Künsten aus aus? Das Seminar bietet einen Überblick über unterschiedliche theoretische Ansätze in Philosophie und Ästhetik (u.a. Neostrukturalismus, Systemtheorie, Rezeptionsästhetik, Diskursanalyse) und betrachtet die divergenten gesellschaftlichen und künstlerischen Prozesse und Ausprägungen seit dem Ende der Postmoderne.
Bereich: Kulturwissenschaft (Theorie der Moderne)
Einführende Literatur:
Zima, Peter: Moderne/Postmoderne. Tübingen/Basel 1997.
PS Einführung in die Betriebswirtschaftslehre (Teil 2)
Prof. Dr. Steffen Höhne,
Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement im Grund- und Hauptstudium und postgradualen Studium,
Donnerstag 9.15 – 10.45, Seminarraum 1. Beginn: 16.10.2003
Handeln im Kulturmanagement verlangt in vielen Fällen Kompetenzen bei der Lösung von Finanzentscheidungen. Angesichts der Krise öffentlicher Haushalte kommt es zu einer gravierenden Verlagerung bei der Finanzierung kultureller Veranstaltungen und Institutionen, wobei neue Formen der Finanzierung wie Kultursponsoring, Fundraising, Public-Private-Partnership-Modelle immer häufiger eingesetzt werden. Aus diesem Grund scheint eine kritische Sichtung der unterschiedlichen betriebswirtschaftlichen Konzepte sowie deren Übertragung auf den Kulturbereich geboten.
Bereich: Betriebswirtschaftslehre/Management.
Einführende Literatur:
Heinze, Thomas (Hg.): Kulturfinanzierung. Sponsoring – Fundraising – Public-Private-Partnership. München 1999.
S Kulturpolitik und Kulturmanagement im internationalen Kontext
Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement Kulturmanagement im Grund- und Hauptstudium und postgradualen Studium, Dienstag 13.15 – 14.45, Seminarraum 1. Beginn: 14.10.2003
Durch die zunehmende Internationalisierung verändern sich die Paradigmen der Kulturpolitik, zugleich aber auch die Anforderungen an das Berufsfeld Kulturmanagement insgesamt. Diese Veränderungen sollen in dem Seminar aus der Perspektive unterschiedlicher Kulturen untersucht werden, wobei Schwerpunkte auf das Kultursystem und das Kulturmanagement in den USA und Frankreich gelegt werden. Welche Spezifika kennzeichnen die jeweiligen Kulturräume und inwiefern lassen sich Modelle und Verfahren z.B. der Kulturförderung auf die Situation in Deutschland übertragen? Ferner sollen Unterschiede im Verständnis von Kultur sowie in der Kulturpolitik erarbeitet werden.
Bereich: Kulturwissenschaft/Kulturmanagement
Einführende Literatur:
R. Münch: Die Kultur der Moderne, Frankfurt/Main 1986.
PS Einführung in das Kulturmanagement,
Dr. Ralph Philipp Ziegler,
Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement im Grundstudium und postgradualen Studium,
Dienstag 15.15 – 16.45, Seminarraum 1. Beginn: 14.10.2003
Das Einführungsseminar gibt einen Überblick über die Grundlagen und die Handlungsfelder des Kulturmanagements. Neben den Strukturen des Kultursystems und seinen Beziehungen zur Wirtschaft und Politik werden anhand von Fallstudien die einzelnen Handlungsfelder erarbeitet. U.a. sind folgende Themen vorgesehen: ökonomische, politische und rechtliche Rahmenbedingungen im Kulturmanagement; kulturbetriebswirtschaftliche Funktionen (Planung und Organisationen, Controlling, Marketing und Finanzierung); Projektmanagement.
Bereich: Betriebswirtschaftslehre/Management
Einführende Literatur:
Heinrichs, Werner: Kulturmanagement. Eine praxisorientierte Einführung. Darmstadt 1999.
Klein, Armin: Kulturmanagement von A-Z, München 2001
Raabe-Verlag: Handbuch Kulturmanagement, Berlin (Loseblattsammlung)
K Kolloquium für Kulturmanagement,
Prof. Dr. Steffen Höhne, Dieter Kaltwasser, Dr. Ralph Philipp Ziegler,
Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement im Hauptstudium und postgradualen Studium,
Donnerstag, 13.00 – 14.30, Seminarraum 2. Beginn: 16.10.2003
Das Kolloquium dient der Vorbereitung auf die Abschlussprüfung und bietet Gelegenheit zur Diskussion von Fragen im Kontext der Erstellung der Diplomarbeiten sowie zu aktuellen Forschungsproblemen.
Lehraufträge:
Ü Einführung in die Betriebswirtschaftslehre (Teil 1),
Andrea Schulte (FSU Jena, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät),
Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement im Grundstudium und im postgradualen Studium,
Seminarraum 1, Donnerstag (14täglich), 15.15 – 18.45 Uhr.
Termine:23.10.; 6.11.; 20.11.; 4.12.; 8.1.; 22.1.
Die Übung bietet einen Überblick über volks- und betriebswirtschaftliche Modelle mit Schwerpunkten auf den Bereichen Dienstleistung sowie Organisation und Personalwesen. Neben einer Einführung in die Grundlagen sollen Aspekte wie Rechtsformen, Entscheidungsprozesse und Strategien genauer behandelt werden.
Bereich: Betriebswirtschaftslehre/Management.
PS Kulturmarketing (Teil 1),
Dieter Kaltwasser, Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement im Hauptstudium und postgradualen Studium,
Hörsaal, Freitag (14täglich) 09.15-12.45 Uhr, Termine: 24.10., 07.11., 21.11., 5.12., 19.12., 09.01., 23.01.
Die Nachfrage nach fundierten Marketing- und Managementlösungen steigt in fast allen Bereichen der Kultureinrichtungen. Es besteht dringender Handlungsbedarf, Marketing in öffentlichen und privaten Kulturinstitutionen zu professionalisieren. Es ist die Zielsetzung dieses Seminars, den Fokus auf eine zielorientierte, strategieadäquate Bündelung der Marketingmixinstrumente zu konsistenten Marketingkonzeptionen zu richten. Ziel-, Strategie- und Mixfragen werden in den Mittelpunkt der Kulturmarketingpolitik gerückt. Vermittelt werden die Strategietools, die einen Handlungsrahmen zur Erreichung operationalisierter Marketingziele bieten. Neben Produkt- und Preis-, Kommunikations- und Distributionspolitik liegt ein Schwerpunkt auf PR und Direktmarketing sowie Direktwerbung und persönliche Kommunikation.
Bereich: Betriebswirtschaftslehre/Management.
PS Organisationskultur und Ethik,
Dieter Kaltwasser, Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement im Hauptstudium und postgradualen Studium, Hörsaal, Freitag (14täglich)
14.15 – 17.45 Uhr, Termine: 24.10., 07.11., 21.11., 5.12., 19.12., 09.01., 23.01.
Unternehmensethik bedarf einer Organisationskultur, die sich durch Offenheit und Kooperation auszeichnet. Sowohl die Transparenz nach außen als auch nach innen muß als Wert akzeptiert sein. Die moralischen Grundvorstellungen bilden die Basis einer jeden Unternehmenskultur. Diese wird deutlich in der Kommunikation und im Themenvorrat einer Unternehmung. Unternehmenskultur ist mithin der Vorrat an Zeichen, Themen, Strukturen, Leitlinien und Wertvorstellungen, mit dem bzw. über den die in einer Organisation Tätigen untereinander und mit der betrieblichen Umwelt kommunizieren. Betrachtet werden sollen im Seminar die Ebenen des Kulturkreismodells einer Unternehmung, mögliche kommunikations- und unternehmenspolitische Leitbilder sowie die moralische Grundlegung einer Organisationskultur. Zu erbringende Leistungen: Referate und Hausarbeiten.
Bereich: Betriebswirtschaftslehre/Management
Ü Veranstaltungsmanagement bei Musikfestivals,
Andreas Eckel (Schleswig-Holstein Musikfestival),
Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement im Hauptstudium und postgradualen Studium sowie der Musikwissenschaft, Hochschulzentrum am Horn, Seminarraum 1, Fr., 6.2., 11-20.00 Uhr, Sa., 7.2., 9-18.00 Uhr
Ob von Veranstalter-, Künstler- oder Agenturseite: Die großen Festivals sind eine feste Größe im Kulturleben Mitteleuropas. Andreas Eckel wirkte als Geschäftsführer beim Rheingau-Musikfestival und wechselte 2001 in die gleiche Position bei der Sponsoring GmbH des Schleswig Holstein Musikfestivals. Vorgestellt wird in diesem Seminar die Praxis des Veranstaltungsmanagements im Kontext eines Großfestivals, vom einzelnen Konzert ab quer durch die Aufgabenbereiche des Kulturmanagers. Planung und Organisation sind dabei genauso Thema wie Vertragsgestaltung und Kalkulation. Bedingt durch die besondere Bedeutung des Sponsorings für die Existenz der Festivals, die sich mit dem Namen des Referenten verbinden, wird außerdem der Gestaltung der Beziehung mit den fördernden Unternehmen entsprechende Aufmerksamkeit gewidmet.
Bereich: Betriebswirtschaftslehre/Management
Ü Kultur und Institutionen, Blockseminar,
Hellmut Seemann (Stiftung Weimarer Klassik),
Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement sowie Musikwissenschaft, Seminarraum1. Fr. XX.XX., 14.00 - 19.00 Uhr; Samstag XX.XX., 09.00 - 14.00 Uhr
Kultur ist Ausdruck und zugleich Ort menschlicher Freiheit. Wie passt es dazu, Kultur institutionell zu fassen? Ist dies nicht ein Widerspruch in sich: die Kulturinstitution? Diese Frage soll am Beginn des Nachdenkens über Kultur und Institutionen stehen. Nach dem Versuch, brauchbare Definitionen für die zentralen Begriffe zu finden, wird der eigentliche Schwerpunkt des Seminars versuchen, möglichst praxisnah typische Problem der Organisation kultureller Einrichtungen an Fallbeispielen zu besprechen.
Hellmut Seemann war selbst Leiter der Schirn-Kunsthalle Frankfurt und leitet jetzt als Präsident der Stiftung Weimarer Klassik einer der größten deutschen Kulturstiftungen.
Bereich: Betriebswirtschaftslehre/Management
Ü Rhetorik im Kulturmanagement,
Dr. Edwin Lüer,
Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement im Hauptstudium und postgradualen Studium, Hochschulzentrum am Horn,
Seminarraum 1, Fr., 17.10. 16- 18.30 Uhr, Sa., 18.10., 9.30 - 19.00 Uhr, So., 19.10., 09.30 – 13.30 Uhr, Fr., 28.11. 16.00 – 18.30 Uhr, Sa., 29.11., 9.30 - 19.00 Uhr, So., 30.11., 09.30 – 13.30 Uhr
Wer unter Rhetorik vor allem stilisierte Wortkünstelei, sprachgewandteAusweichtechnik oder gar eine Siegesformel vermutet, verkürzt die Kunst der Rede zur Schöngeisterei oder zum verbalen Kampfmittel.
Dabei ist Rhetorik eine Art Denkschule, die Rückschlüsse auf unsere persönlichen Ressourcen sowie sinnvolle Anleitungen zur Aktivierung unserer Potenziale geben kann. Darstellen, überzeugen und nötigenfalls verteidigen sind Kernaufgaben des Managements und für vermittelnde Kulturarbeit unbedingt ein Schlüssel zum Erfolg.
Psychologische Implikationen, körpersprachliche Aspekte sowie sprechtechnische Erörterungen werden ebenso zur Sprache kommen wie einschlägige Rede-, Frage- und Argumentationstechniken.
Seminarform: Kurzvortrag, Präsentation, Lehrgespräch, Disputation, Übung, Fallstudie, Arbeitsgruppe
Teilnehmerzahl: Maximal 20 Personen
Bereich: Betriebswirtschaftslehre/Management
Ü Grundlagen im Fundraising,
Christine Franz,
Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement im Grundstudium und im postgradualen Studium, Mittwoch, 11.15 – 12.45 Uhr,
Seminarraum 1, Beginn: 15.10. 2003
Fundraising ist längst ein zentrales Arbeitsfeld im Kulturmanagement: Zahlreiche Kulturinstitutionen sind ohne dauerhafte, zielgerichtete mäzenatische Förderung überhaupt nicht mehr lebens- und arbeitsfähig. Im Gegensatz zum Sponsoring muß es dem Fundraising gelingen, ohne das Angebot von greifbaren Gegenleistungen materielle und ideelle Unterstützung für die Kulturinstitutionen zu mobilisieren. In dieser Übung werden zunächst die Grundlagen des Fundraising behandelt: ethische Grundprinzipien, Methoden und Formen, Instrumente und Strategien. Von der persönlichen Ansprache über Adressenverwaltung bis zum Eventmanagement im Rahmen der Pflege von Partnerschaften werden Fundraising-Prinzipien an realen Projekten erarbeitet.
Bereich: Betriebswirtschaftslehre/Management
Ü Rechtsgrundlagen im Kulturbereich (Teil 1),
Beate Supianek,
Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement im Grundstudium und im postgradualen Studium, Donnerstag, 14.15 – 18.45 Uhr.
Seminarraum 1.
Termine: 16.10., 30.10., 13.11., 27.11., 11.12., 15.1., 29.1.
Im Seminar soll ein problemorientierter Umgang mit den Rechtsgrundlagen im Kulturbereich erfolgen, der durch praktische Übungen vertieft wird. Schwerpunkte im Wintersemester werden u.a. die verfassungsrechtlichen Grundlagen der Kulturarbeit, allgemeines Vertragsrecht und Steuerrecht sein.
Bereich: Recht
