Lehrangebot Sommersemester 2003
V Kulturpolitik und Kulturwissenschaft. Zur Kulturgeschichte Deutschlands II
Prof. Dr. Steffen Höhne
Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement und Studium Generale
Mittwoch 17.15 - 18.45, Hörsaal
Beginn: 2.4.03.
Nachdem im vorigen Semester die Grundlagen der deutschen Kultur und Kulturpolitik im Kontext der Genese einer national konnotierten Kultur im 18. und frühen 19. Jahrhundert bearbeitet worden sind, werden im zweiten Teil der Vorlesung die prägenden kulturellen Entwicklungen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts vorgestellt. Themen u.a.: Kulturpolitik im Kaiserreich, Historismus und Realismus, Wilhelminische Kultur und konservative Revolution, die Moderne.
Die Vorlesung ist in sich abgeschlossen, der Besuch der Veranstaltung des vorigen Semesters keine Voraussetzung.
Bereich: Kulturwissenschaft
Elias, Norbert: Studien über die Deutschen. Machtkämpfe und Habitusentwicklung im 19. und 20. Jahrhundert. Frankfurt/Main 1994.
S Theaterpolitik
Prof. Dr. Steffen Höhne
Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement im Hauptstudium und postgradualen Studium
Mittwoch 15.15 - 16.45, Seminarraum 1
Beginn: 2.4.03.
Wohl in keinem anderen Bereich lässt sich die Problematik öffentlicher Kulturförderung und Finanzierung so deutlich ablesen wie am Theater. Fusionen und Schließungen - nicht nur in Thüringen - dominieren die kulturpolitische Diskussion, Besucherschwund zeugt von zunehmendem Legitimationsverlust insbesondere des Stadttheaters. Aus diesem Grund sollen Fragen der Theaterpolitik und des Theatermanagements genauer beleuchtet werden.
Zu erbringende Leistungen: Referat und Hausarbeit.
Bereich: Kulturwissenschaft
Langley, Stephen: Theatre Management and Production in America. New York 1990.
Roeper, Henning; Handbuch Theatermanagement. Betriebsführung, Finanzen, Legitimation und Alternativmodelle. Köln/Weimar/Wien 2001.
S Kommunikation und Organisation
Prof. Dr. Steffen Höhne
Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement im Hauptstudium und postgradualen Studium
Donnerstag 9.15 - 10.45, Seminarraum 1
Beginn: 3.4.03.
Neben der Diskussion unterschiedlicher Ansätze der Organisationskulturforschung (deskriptive, explikative, kognitive Methoden) sollen aktuelle Fragen des sogenannten Identity-Managements (Corporate Attitude, Communication, Design und Image) im Hinblick auf das Kulturmanagement untersucht und problematisiert werden. Wie lässt sich beispielsweise die Wahrnehmung einer Institution durch Dritte steuern und beeinflussen? Welche Bedeutung haben Selbst- und Fremdbilder (Images)? Die Frage der Organisationskultur im weitesten Sinne soll dabei anhand von Fallstudien exemplifiziert werden. Zu erbringende Leistungen: Referat und Hausarbeit. Bereich: Betriebswirtschaftslehre/Management.
Heinen, E./Fank, E. (Hg.): Unternehmenskultur. Perspektiven für Wissenschaft und Praxis, München 1995.
Pankoke, Eckart: Kulturmanagement. Organisation und Kultur. Hagen 2000.
BS Kulturmarketing (Teil 2)
Dieter Kaltwasser
Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement
Freitag 4.4.03, 14.00 - 19.00; Samstag 5.4.03, 09.00 - 13.00 Uhr
Freitag 2.5.03, 14.00 - 19.00; Samstag 3.5.03, 09.00 - 13.00 Uhr
Freitag 4.7.03, 14.00 - 19.00; Samstag 5.7.03, 09.00 - 13.00 Uhr
Seminarraum 1
Das Kulturmarketing, wie wir es heute kennen, ist zumeist von gestern. Gezeigt werden sollen neue Wege vom klassischen Marketing, dem Kunden nur etwas zu verkaufen, zu Überlegungen, den Kunden als Prosumenten wahrzunehmen, der nicht bloß Kulturkonsument, sondern kreativ in den Kulturdienstleistungsprozess eingebunden ist. Hierzu sind offenere Formen der Kommunikationspolitik, der Produktpolitik wie auch der anderen Marketing-Mix-Instrumente im Kulturbereich vonnöten. Darüber hinaus werden im Seminar anwendungsbezogene Formen des Stakeholder-Marketing diskutiert. Ziel der Veranstaltung ist es, den Studierenden innovative marketingpolitische Denkmodelle und wettbewerbsfähige Plattformen für Kulturinstitutionen nahe zu bringen.
Bereich: Betriebswirtschaftslehre/Management.
BS Kultursponsoring
Stefan Spruck
Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement
Freitag 11.4.03, 14.00 - 19.00; Samstag 12.4.03, 09.00 - 13.00 Uhr
Freitag 9.5.03, 14.00 - 19.00; Samstag 10.5.03, 09.00 - 13.00 Uhr
Freitag 27.6.03, 14.00 - 19.00; Samstag 28.6.03, 09.00 - 13.00 Uhr
Seminarraum 1.
Kulturmanager müssen - wenn sie erfolgreiches Fundraising betreiben wollen - in Zukunft die Möglichkeiten des Kultursponsoring aus der Sicht ihrer Kunden, das heißt der Wirtschaftsunternehmen, betrachten. Dieser wesentliche Marketinggedanke wird anhand von aus der Unternehmenspraxis entnommenen Fallstudien erörtert. Dargestellt werden exemplarische Beispiele aus der Unternehmenskommunikation. Zusätzlich sollen in Workshops Kultursponsoringmodelle entworfen werden, die zu Win-Win-Situationen sowohl auf Seiten der Kulturinstitutionen als auch der sie fördernden Unternehmen führen.
BS Kulturjournalismus
Swantje-Britt Koerner
Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement
Freitag 25.4.03, 14.00 - 19.00; Samstag 26.4.03, 09.00 - 13.00 Uhr
Freitag 23.5.03, 14.00 - 19.00; Samstag 24.5.03, 09.00 - 13.00 Uhr
Freitag 13.6.03, 14.00 - 19.00; Samstag 14.6.03, 09.00 - 13.00 Uhr
Seminarraum 1.
Das Seminar dient der kritischen wie praktischen Vorbereitung auf den frei schaffenden wie redaktionell arbeitenden Kulturjournalismus. Nach einem Überblick über dessen Geschichte, unternehmerisch bedingte Grundlagen und inhaltliche wie formale Erscheinungsweisen, sollen Techniken des Recherchierens (u.a. Online-Recherche und Datenbanken), organisatorische und rechtliche Aspekte der Arbeit sowie Stilformen des schreibenden Vermittelns (Nachricht, Rezension, Kommentar) erprobt und diskutiert werden. Darüber hinaus soll - auch in Abgrenzung zu anderen Spielarten des Journalismus (z.B. PR-Journalismus) - eine Standortbestimmung des bundesdeutschen Kulturjournalismus, insbesondere des Zeitungsjournalismus, versucht werden.
Einführende Literatur:
Reus, Gunter: Ressort: Feuilleton. Kulturjournalismus für Massenmedien. Konstanz, 1999.
Heß, Dieter: Kulturjournalismus. Ein Handbuch für Ausbildung und Praxis. Düsseldorf/München 1997.
BS Weimarer Gartenlust,
Hellmut Seemann
Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement
Seminarraum 1
Freitag 16.5.03, 14.00 - 19.00; Samstag 17.5.03, 09.00 - 14.00 Uhr
Die „Weimarer Gartenlust“ wird durch die Stiftung Weimarer Klassik neu auf dem Markt platziert. Sie umfaßt eine mehrtägige Veranstaltung, deren breit gefächerter Kulturbegriff von Garten-Kunst bis zu kleineren und größeren Beiträgen verschiedenster Kunstformen reicht. Sie vereint in einem geschlossenen Konzept kommerzielle (Markt) und artifizielle (Schaugärten, historische Gartenanlagen) Aspekte. In diesem Seminar werden Veranstaltungskonzept und Durchführung speziell unter Gesichtspunkten der Praxis vorgestellt: öffentlich-rechtliche Notwendigkeiten (Genehmigungen, Auflagen, Denkmal- und Naturschutz), technische Einrichtungen wie Sanitäranlagen und Catering bis zu museumspädagogischen Aspekten. Mit eingeschlossen sind eine Ortsbegehung und die Möglichkeit zur projektweisen Mitwirkung bei der Veranstaltung selbst.
BS Urheber- und Urhebervertragsrecht - Rechtspraxis im Kulturbereich
Pascal Charles Amann
Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement
Freitag 20.6.03, 14.00 - 19.00; Samstag 21.6.03, 09.00 - 14.00 Uhr, Seminarraum 1.
Der erste Teil des Seminars behandelt die allgemeine Systematik und Begriffsdogmatik des Urhebergesetzes mit Ausflügen in das Verlagsgesetz, das Urheberrechtswahrnehmungsgesetz, das Kunst- und Urhebergesetz, das Geschmacksmusterrecht und das Markenrecht im Diskurs zwischen Kreativen und ihren natürlichen Vertragspartnern, den kommerziellen Verwerten
Der zweite Teil wird schwerpunktmässig die praktische Arbeit eines Juristen in der Medien(musik)wirtschaft beleuchten, mit einer Vielzahl von Beispielen aus dem Alltag. Welche Ideen schützt man wie am besten? Risiken und Nebenwirkungen eines ersten Plattenvertrages? Was ist bei Abschluss eines Musikverlagsvertrages zu beachten? Worauf sollte ein Musicalschauspieler bei seinem Engagementvertrag Wert legen?
K Kolloquium für Diplomanden und Magister
Prof. Dr. Steffen Höhne
Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement
Donnerstag 13.15 - 14.45, Seminarraum 2
Beginn: 3.4.03.
Das Kolloquium dient der Vorbereitung auf die Abschlussprüfung und bietet Gelegenheit zur Diskussion von Fragen im Kontext der Erstellung von Diplomarbeiten sowie zu aktuellen Forschungsproblemen.
PS Kulturpolitik in Ostmitteleuropa
Prof. Dr. Steffen Höhne
Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement
Dienstag 13.15 - 14.45, Seminarraum 1
Beginn: 1.4.03.
Ostmitteleuropa steht seit 1989 in einem dramatischen Entwicklungsprozess, der für einen großen Teil der Region mit der Integration in die Strukturen der EU einen vorläufigen Abschluss finden wird. In dem Seminar soll es darum gehen, diesen wiederzuentdeckenden Kulturraum mit unterschiedlichen methodischen Zugängen zu erfassen. Neben der aktuellen kulturpolitischen Situation der Transformationsländer Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn sollen vor allem Fragen der wechselseitigen Kooperation im Bereich der Kultur vorgestellt werden.
Zu erbringende Leistungen: Referat und Hausarbeit. Bereich: Kulturwissenschaft.
Ash, Timothy Garton: Zeit der Freiheit. Aus den Zentren Mitteleuropas. München/Wien 1999.
Koschmal, Walter/Nekula, Marek/Rogall, Joachim (Hg.): Deutsche und Tschechen. München 2001.
ProjS Veranstaltungsmanagement
Dr. Ralph Philipp Ziegler
Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement
Dienstag 15.15-16.45 Uhr, Seminarraum 1
Beginn: 1.4.03.
Das Projektseminar „Veranstaltungsmanagement“ begleitet die Organisation und Durchführung konkreter Projekte innerhalb und außerhalb der Hochschule mit Theorieeinheiten, in denen die Fragenkomplexe rund um das Veranstaltungsmanagement behandelt werden: von der Planung einer Veranstaltungsreihe und deren Vermarktung bei Presse und möglichen Sponsoren über den Kostenplan und Finanzierungskonzepte bis zur Durchführung, Abrechnung und Nachbereitung der Veranstaltungen. In Ergänzung hierzu finden im Rahmen des Seminars Gastvorträge mit Vertretern kultureller Einrichtungen statt. (Namen s. Aushang).Der Erwerb von Projektscheinen erfordert die möglichst eigenständige Organisation einer der zu Beginn des Seminars bekannt gegebenen Veranstaltungen erwartet.
Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 15 begrenzt.
Ü Haushalts- und Rechnungswesen
Andrea Schulte/Ralf Staub (FSU Jena, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)
Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement im Grundstudium und im postgradualen Studium
Donnerstag 14.00 - 18.00 an folgenden Terminen: 10.4., 24.4., 15.5.,22.5., 5.6.)
Seminarraum 1
In der Übung werden die Grundlagen des Haushalts- und Rechnungswesen behandelt, das Verhältnis von öffentlichen und privaten Finanzierungskonzepten untersucht und im Hinblick auf den Kulturbereich analysiert. Schwerpunkt sind: Buchhaltung, Haushaltswesen und betriebliches Rechnungswesen, Finanzierung, Aspekte der Privatisierung.
Bereich: Betriebswirtschaftslehre/Management.
Ü Rechtsgrundlagen im Kulturbereich (Teil 2)
Beate Supianek
Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement
Donnerstag 13.00 - 18.00 an folgenden Terminen: 03.4., 17.4., 8.5., 12.6., 19.6., 26.6.)
Seminarraum 1
Die Übung setzt die Einführung in die Grundlagen des Arbeitsrechts, des Gesellschaftsrechts, des allgemeinen Vertragsrechts und des Urheberrechts fort. Dabei soll ein problemorientierter Umgang mit den Rechtsgrundlagen im Kulturbereich erfolgen, der durch praktische Übungen vertieft wird.
Bereich: Rechtsgrundlagen.
Als Ergänzung empfohlen wird der Besuch des Blockseminars von Pascal Charles Amann am 20. und 21. Juni 2003
Künstlerisches Projekt: „Die schöne Galathee“
Sonja Trebes/Prof. Hermann Schneider
Studierende der Studienrichtung Kulturmanagement
Termine und Ort nach Ankündigung (Aufführungen 27.6., 29.6., 5.7., 6.7.)
Das Künstlerische Projekt des Sommersemesters 2003 ist als Studentisches Musiktheater-Projekt angelegt. In diesem Projekt kommt die Operette „Die schöne Galathee“ von Franz von Suppé zur Aufführung. Als Künstlerisches Projekt im Rahmen des Kulturmanagement-Studiums ist hier die Mitwirkung im Chor möglich. Die Einstudierung geschieht unter der Regie von Sonja Trebes, ein einführender Workshop steht unter der Leitung von Prof. Hermann Schneider
Bereich: Künstlerisches Projekt
