FRANZ LISZT Stipendium 2004 geht an die spanische Komponistin Elena Mendoza López
Weimar, den 31.07.2004, 15:05
Die Franz-Liszt-Stipendiatin 2004 der Hochschule für Musik Franz Liszt heißt Elena Mendoza López und kommt aus Sevilla. Im Rahmen eines dreitägigen Kompositions-Workshops im Rahmen der Weimarer Meisterkurse, der gestern endete, entschied sich eine Auswahlkommission unter dem Vorsitz von Prof. Michael Obst nach sorgfältiger Prüfung für die 31jährige spanische Komponistin, die ihr Stipendium im Frühjahr 2005 in Weimar antreten wird. Zudem wurde ein mit 2000 Euro dotierter Förderpreis in Form eines Kompositionsauftrages an den ebenfalls 31jährigen isländisch-deutschen Komponisten Steingrimur Rohloff vergeben.
Die Franz-Liszt-Stipendiatin erhält ein Aufenthaltsstipendium für drei Monate in Weimar, in denen sie frei arbeiten kann. Der zusätzliche vergebene Förderpreis an Steingrimur Rohloff ist in diesem Jahr ein Kompositionsauftrag für ein kammermusikalisches Werk: eine Komposition für Trio (Oboe, Violoncello und Klavier), das vom Ensemble PianOVo, bestehend aus Professoren der Musikhochschule, in einem Konzert der Hochschule 2005 uraufgeführt werden wird.
Die heute in Köln lebende Elena Mendoza López nahm bereits im Alter von 11 Jahren Klavier-, Gesangs- sowie Tonsatzunterricht in Sevilla. 1993 begann Sie ihr Kompositionsstudium am Leopold-Mozart-Konservatorium in Augsburg und setzte es später in Düsseldorf, Zaragoza und Berlin fort. Sie gewann mit ihren Werken die Kompositionspreise der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf, der Brahms-Gesellschaft sowie auch den „Hanns-Eisler-Preis Berlin für Komposition und Interpretation“. Kurse und Seminare belegte Sie u. a. bei so namhaften Komponisten wie Helmut Lachmann, Klaus Huber und Wilhelm Killmayer.
Zum nunmehr fünften Mal fand der Kompositions-Workshop im Rahmen der Weimarer Meisterkurse statt. In den letzten fünf Jahren waren insgesamt fast 40 junge Komponistinnen und Komponisten aus aller Welt in Weimar zu Gast. In diesem Jahr kamen die sieben Kandidaten aus sieben Ländern: Spanien, Island, Zypern, Deutschland, Japan, Aserbaidschan und Rumänien. Die Jury wählte sie aus 40 Einsendungen aus. Im Workshop stellten sie ihre Arbeit in Kurzvorträgen vor. Wesentlich dabei war die Diskussion und der Austausch zwischen den Teilnehmern, aber auch mit Kompositionsstudierenden der Hochschule, die ebenfalls an dem Workshop
teilnahmen.
