Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

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Ein echtes Novum: Die Kinderuniversität an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar

Weimar, den 08.07.2004, 12:00


Als wahrscheinlich erste deutsche Musikhochschule bietet die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar ab November 2004 eine „Kinderuniversität“ für den Nachwuchs an. Die geplante Einrichtung folgt Beispielen, wie sie in Tübingen an der Universität erstmals entwickelt wurden. Einige Technische Universitäten und Fachhochschulen haben dies bereits nachgeahmt, in Thüringen z.B. die TU Ilmenau und die FH Erfurt. Im Zeitalter der PISA-Studie und der musikalischen Unterversorgung von Schulkindern möchte die Hochschule für Musik FRANZ LISZT hier eine Lücke schließen.

Einmal monatlich bis zunächst April 2005 finden Vorlesungen zu interessanten und spannenden Themen rund um die Musik statt. Die Kinder werden gegen eine Studiengebühr von 10 Euro mit einem eigenen Studentenausweis ausgestattet. Wer alle sechs Vorlesungen besucht hat, bekommt eine kleine Belohnung, und zum Ende wird eine große Überraschung verlost. Die Teilnehmerzahl ist auf 170 Schüler/innen begrenzt. Ab 1. September 2004 sind Anmeldeformulare an den weiterführenden Schulen ab der 5. Klasse in den Schulamtsbezirken Erfurt, Jena und Weimar sowie der Hochschule für Musik FRANZ LISZT verfügbar. Anmeldeschluss ist der 22. Oktober 2004. Wer für dieses Mal keinen Platz mehr bekommt, kann sich bei der Fortsetzung der Kinderuniversität im Studienjahr 2005/2006 erneut bewerben.

Die ersten beiden Veranstaltungen der Kinder-Universität am 10. November und 8. Dezember 2004 finden jeweils um 15 Uhr im Musikgymnasium Schloss Belvedere in Weimar statt, das sich als Veranstaltungsort besonders anbietet: Die in Deutschland in dieser engen und umfangreichen Form einzigartige Kooperation zwischen der Hochschule für Musik FRANZ LISZT und dem Musikgymnasium Schloss Belvedere (einer UNESCO-Projektschule) ermöglicht hochbegabten Kindern und Jugendlichen von der 5. Klasse bis zum Abitur eine bestmögliche musikalische Ausbildung durch Professoren und Lehrbeauftragte der Musikhochschule.

Die Themen der Kinderuniversität reichen von „Wozu braucht ein Orchester einen Dirigenten?“ über „Wie kommt der Ton aus dem Instrument?“ und „Woher wissen die Sänger auf der Bühne, was sie tun sollen?“ bis hin zu „Wie wird aus einem Song eine CD?“. Ziel dieser Vorlesungen ist es, Kindern den Raum Hochschule inhaltlich, aber auch als Ort nahe zu bringen, indem man auf Fragen, die Kinder im Alltag stellen (könnten), wissenschaftlich fundierte, aber pädagogisch-didaktisch aufgearbeitete Antworten gibt, die in einer Veranstaltungsreihe für Kinder spannend und instruktiv angeboten werden. In allen Veranstaltungen sollen natürlich auch die Kinder zum Zuge kommen, und so ist geplant, Mitwirkungsfreiräume zu schaffen von Dirigier- und Regieversuchen bis hin zum Einsingen eines Background-Chores im Studio.

Vorlesungen der Kinderuniversität an der Hochschule für Musik
FRANZ LISZT Weimar im Studienjahr 2004 / 2005

10.11.2004, 15 Uhr, Saal Musikgymnasium Belvedere
„Wozu braucht ein Orchester einen Dirigenten?“ mit Prof. Nicolás Pasquet, Dirigent

08.12.2004, 15 Uhr, Saal Musikgymnasium Belvedere
„Wie kommt der Ton aus dem Instrument?“ mit Artur Zeiße, Physiklehrer am Musikgymnasium

12.01.2005, 15 Uhr, Studiotheater Belvedere
„Woher wissen die Sänger auf der Bühne, was sie tun sollen?“ mit Prof. Dr. Reinhard Schau, Opernregisseur

09.02.2005, 15 Uhr, Festsaal Fürstenhaus
„Wie wird aus einem Song eine CD?“ mit Matthias Middelkamp, Tonmeister

09.03.2005, 15 Uhr, Hörsaal Hochschulzentrum am Horn
„Wie wirkt Musik auf mich?“ mit Prof. Dr. Albrecht von Massow, Musikwissenschaftler

06.04.2005, 15 Uhr, Saal Am Palais
„Wie wird Alte Musik immer wieder jung?!" mit Prof. Myriam Eichberger, Blockflöte und Prof. Bernhard Klapprott, Cembalo