Dauerausstellung in der Altenburg; Foto: Alexander Burzik
Franz-Liszt-Zentrum: Tätigkeiten und Ziele
Das Franz-Liszt-Zentrum (FLZ) wurde 1988 gegründet. Es sollten damit uralte Pläne zur Nutzung der Altenburg, des Domizils Franz Liszts und der Fürstin Carolyne von Sayn-Wittgenstein in den Jahren 1848 bis 1861, einer Realisierung nähergebracht werden. Das neben dem Goethehaus kulturhistorisch wichtigste Bürgerhaus Weimars sollte endlich ausschließlicher Wohn-Nutzung entrissen und im Sinne seiner Aura genutzt werden. Die Pläne, die eine durchgreifende Sanierung des Hauses zur Voraussetzung hatten, scheiterten allerdings. Das FLZ wurde mit der Gründung des Institutes für Musikwissenschaft 1990 diesem Institut angeschlossen.Mitte der 1990er Jahre wurde die Altenburg von ihrem Eigentümer, der Weimarer Wohnstätte GmbH, in sehr verdienstvoller Weise für eine Nutzung durch jene GmbH saniert, die das Kulturstadtjahr 1999 vorbereitete. Als diese sich dann in der Frauentorstraße ansiedelte, ergriff die Musikhochschule Mitte 1997 die Gelegenheit, hier während der Umbau-Jahre ihres Hauptgebäudes Fürstenhaus die Klavier-Abteilung unterzubringen. Für die Mitglieder der 1990 gegründeten Franz-Liszt-Gesellschaft e. V. Weimar war klar, dass danach zumindest das 1. Obergeschoss neu im alten Sinne genutzt werden müsse. Gemeinsam mit der Wohnstätte GmbH und der Liszt-Gesellschaft übernahm das FLZ dafür die inhaltliche Verantwortung.
In der Raum-Flucht zur Straße hin ("Liszt-Salon") werden Konzerte (Sonntags-Soireen) und andere künstlerische und kulturpolitische Veranstaltungen gegeben. Nach aufwändiger Raumgestaltung (Tapeten in der Art der 1850er Jahre) und neuen Schallschutz-Doppelfenstern ist das Liszt-Haus mit Rotem, Blauem und Weißem Salon seit März 2002 auch akustisch gut dafür geeignet. Im Gartenzimmer richtete die Liszt-Gesellschaft mit Unterstützung des Kunstministeriums eine hochansehnliche Erinnerungsstätte ein, in den Räumen zum Hof hin fand die mit Prof. Dr. Altenburg aus Regensburg bzw. Detmold nach Weimar gekommene Liszt-Forschungsstelle Raum.
Das Franz-Liszt-Zentrum, in dieser Etage arbeitend, dient damit im Sinne Franz Liszts künstlerischen und wissenschaftlichen Entwicklungsvorhaben, die eng mit der Identität der Hochschule und mit dem historisch gewachsenen Kulturraum Weimar zusammenhängen.
