Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

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Liszts "Bagatelle ohne Tonart" in der Computer-Notenschrift MIDI

Liszts "Bagatelle ohne Tonart" in der Computer-Notenschrift MIDI

Vom Liszt-Haus zum Liszt-Museum

In Kooperation zwischen Klassik Stiftung Weimar und Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar hat sich das Liszt-Haus in der Marienstraße 17 in ein Liszt-Museum verwandelt. Die Stiftung ist weiterhin Besitzer und Betreiber des Museums. Zusätzlich zu den historischen Räumen im ersten Obergeschoss stellt sie nun die Räume des Erdgeschosses für eine Dauerausstellung zu Verfügung. Die Hochschule für Musik entwickelte das inhaltliche Konzept für die Ausstellung und trug die Kosten für die Realisierung. Die Bauhaus-Universität Weimar übernahm die Planung und Leitung des Umbaus und der Ausstellungsgestaltung.

So ist die historische Wohnung Liszts im Obergeschoss durch ein zeitgemäßes, ansprechendes Informationsangebot im Erdgeschoss ergänzt worden, das den Besuchern ein ebenso umfassendes wie lebendiges Bild des Musikers vermittelt. Ausgangspunkt des Ausstellungskonzepts ist dabei die außergewöhnliche Vielseitigkeit Liszts. Es existiert kaum ein Betätigungsfeld im Bereich der Musik, in dem Liszt nicht aktiv und erfolgreich war, sei es als Komponist, als Pianist, als Dirigent, als Pädagoge oder als Organisator. Damit war er nicht nur eine zentrale Musikerpersönlichkeit des 19. Jahrhunderts, sondern beeinflusste nachfolgende Generationen bis heute.

Als durchgängiges graphisches Element zieht sich Liszts Bagatelle ohne Tonart (Bagatelle sans tonalité) in der Computer-Notenschrift MIDI durch die gesamte Ausstellung. Das kurze, auf den ersten Blick unscheinbare Klavierstück aus dem Jahr 1885, dessen Original sich im Weimarer Goethe- und Schiller-Archiv befindet, kann als Symbol für das Zukunftsweisende des Musikers Liszts begriffen werden, denn Kompositionen, die bewusst auf jegliche Tonartenvorzeichen verzichten, kamen musikgeschichtlich erst um die Jahrhundertwende auf.

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