Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

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Foto: Maik Schuck

Historischer Salon im 1. Stock

Im 1. Stock des Liszt-Museums ist der Salon Franz Liszts nahezu unverändert erhalten geblieben. Das ehemalige Weimarer Sommerdomizil des Komponisten in den Jahren 1869 bis 1886 ist als historisches Interieur konzipiert. Eine in den ungarischen Nationalfarben gehaltene Portiere, die Liszt von ungarischen Freunden bekommen hatte, teilt das Wohn- und Arbeitszimmer. Der vordere Teil des Raums wird durch den Konzertflügel, den die Firma Bechstein im Jahr 1869 Franz Liszt zur Verfügung stellte, und das Ibach-Klavier bestimmt.

Im hinteren Teil dominieren der Schreibtisch und ein Bildnis Ludwig van Beethovens den Raumeindruck. Persönliche Gegenstände und Erinnerungsstücke prägen die Atmosphäre. Verschiedene Porträts zeigen den berühmten Musiker in unterschiedlichen Lebensphasen. So ist Liszt in einem über dem Klavier befindlichen Gemälde als 58-Jähriger porträtiert, während ihn die Büste im einstigen Dienerzimmer im Alter von 27 Jahren zeigt.

Durch das kleine Schlafzimmer gelangt man in das Speisegemach. In den Wandvitrinen zeugen verschiedene Erinnerungsstücke von den Konzertreisen Liszts, die ihn durch ganz Europa führten. Zu sehen sind beispielsweise verschiedene Taktstöcke, ein silberner Lorbeerkranz und einige Medaillen.

Im angrenzenden Dienerzimmer ist ein sogenanntes stummes Klavier ausgestellt. Der Besucher erlebt im ursprünglichen Ambiente die Wohnsituation des Komponisten, während er zugleich die ausgestellten Korrespondenzen studieren kann, die Liszt mit zahlreichen europäischen Musikern führte.