Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

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Reise-Kruzifix Liszts

Dritter Raum: Liszts späte Jahre

Die zwei Tätigkeitsfelder, die insbesondere Liszts späte Jahre in Weimar prägten, werden im letzten Raum des Rundgangs thematisiert. Hier in der Hofgärtnerei scharte er nicht nur Schüler aus aller Welt um sich und unterrichtete sie gemeinsam in der Art eines heutigen „Meisterkurses“, auch dem Komponieren galt nun erneut seine besondere Aufmerksamkeit. Das umfangreiche und vielseitige kompositorische Œuvre Liszts ist einerseits in seiner Gesamtheit auf einer Wand visuell und akustisch erfahrbar und wird andererseits an den drei anderen Wänden anhand einzelner spezifischer Aspekte verdeutlicht. Hierzu zählen Liszts Begriff von Programmmusik und seine Bearbeitungspraxis ebenso wie seine Vorwegnahme von Kompositionstechniken des 20. Jahrhunderts. Das Reisekruzifix Liszts, das von der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar für die Ausstellung zur Verfügung gestellt wurde, steht für die Religiosität in seinem kompositorischen Schaffen. Hörstationen mit Werken späterer Komponisten, die Bezug auf Liszt nehmen, sowie Liszt-Interpretationen verschiedener Pianisten der letzten 100 Jahre verdeutlichen Liszts Fortwirken bis in die Gegenwart.