Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Springe direkt zu:
Permanente Navigation | Navigation 1. Ebene | Navigation 2. Ebene | Navigation 3. Ebene
Inhaltsbereich | Suche | Sprachwahl



Foto: Maik Schuck

Grenzüberschreitende Klanginstallation

Eine Besonderheit der Ausstellung ist, dass sie neben einer wissenschaftlichen auch eine künstlerische Annäherung an das Phänomen Liszt enthält. Die Klanginstallation im Eckraum des Erdgeschosses wurde eigens für das Liszt-Museum konzipiert und vom Studio für elektroakustische Musik (SeaM) an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT realisiert. Eine vierzehn Meter lange Klaviersaite durchspannt das Gebäude vom Keller bis zum Dach und erzeugt Klänge, die in der Installation verarbeitet werden. Dabei entsteht ein dreidimensionaler Klangraum, der in Verbindung mit einer computergesteuerten Videoprojektion zu erleben ist.

Das Kunstwerk setzt sich mit der Zerrissenheit Liszts zwischen religiöser Askese und öffentlicher Zurschaustellung auseinander, welche in den Kontrast zwischen Innen- und Außenraum übersetzt wird: Eine Lichtfaser, die parallel zur Klaviersaite verläuft, leuchtet durch die Fenster nach draußen, die Saite selbst wird durch die Temperatur auf dem Dach in ihrem Schwingungsverhalten beeinflusst. Der vertikale Durchstoß durch das Gebäude und die angedeutete Verlängerung in den Himmel symbolisieren Liszts Tendenz zur Grenzüberschreitung.