Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

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Das Liszt-Museum von der Marienstraße aus

Foto: Maik Schuck

Liszt-Museum: Geschichtliches

Das Museum erinnert an den vielseitigen Künstler Franz Liszt, der auf besonderen Wunsch von Maria Pawlowna 1848 als Hofkapellmeister nach Weimar berufen wurde. Er revolutionierte nicht nur die Technik des Pianospiels, sondern sorgte auch dafür, dass Werke zeitgenössischer Komponisten wie beispielsweise Hector Berlioz in Weimar zur Aufführung kamen. Unterstützt von Großherzog Carl Friedrich und seiner Gattin Maria Pawlowna gelang es Liszt, auch einige Werke des damals aufgrund seiner Teilnahme an den Dresdener Barrikadenkämpfen steckbrieflich gesuchten Richard Wagner in Weimar aufzuführen. 1850 brachte die Hofkapelle unter der Leitung Liszts die Uraufführung von Wagners Lohengrin auf die Weimarer Bühne.

In seiner ersten Weimarer Zeit von 1848 bis 1861 hatte Liszt zusammen mit Carolyne von Sayn-Wittgenstein in der so genannten Altenburg gewohnt und dort einen Kreis von Musikinteressierten um sich versammelt. Nach einem inszenierten Skandal verließ er 1858 sein Amt und 1861 die Stadt.

Rückkehr nach Weimar

Nach einem achtjährigen Aufenthalt in Rom kehrte er auf Einladung Großherzogs Carl Alexander zeitweilig nach Weimar zurück. Die obere Etage des ehemaligen Gärtnerhauses (heutiges Liszt-Museum) wurde ihm zur Verfügung gestellt. Hier unterrichtete er seine internationale Schülerschar an drei Nachmittagen der Woche. Seine Sonntagsmatineen fanden besondere Beachtung. Vorwiegend weilte Liszt während dieser Zeit im Sommer in Weimar, während er in den verbleibenden Monaten in Rom und Budapest lebte.

Unmittelbar nachdem Franz Liszts 1886 in Bayreuth gestorben war, verfügte Großherzog Carl Alexander, daß die Wohnung unverändert bleiben sollte. Bereits im Mai 1887 wurde in diesen Räumen im 1. Stockwerk das ursprüngliche Liszt-Museum eingeweiht. Die langjährige Haushälterin, Pauline Apfel, führte in den ersten Jahren die Gäste durch das Haus. Im Jahr 1953 übernahm die Vorgängerin der Klassik Stiftung Weimar das Haus sowie den Nachlaß des Künstlers.