Foto: Maik Schuck
Verwaltungsgebäude Rößlersches Haus
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Verwaltungsgebäude Rößlersches Haus
Das Verwaltungsgebäude der Hochschule, rechtwinklig zum Hauptgebäude Fürstenhaus gelegen, verblüfft durch den Widerspruch von überaus repräsentativer Fassade und geringer Gebäudetiefe. Diese Situation ist nur aus der historischen Entwicklung (plus Denkmalschutz) erklärlich. Ursprünglich standen hier drei Häuser – der „Fürstenkeller“ (mit Front nach Norden, zum Markt hin), sein Hinterhaus und ein schmaler Verbindungsbau als Holzstall. Als nach dem Schlossbrand 1774 die herzogliche Familie in das Fürstenhaus einzog, bedurfte der allmählich aus dem Garten des Grünen Schlosses (Bibliotheksgebäude) entstehende Platz vor dem Fürstenhaus auch im Westen einer würdigen Begrenzung. Anstatt ein weiteres repräsentatives Gebäude zu errichten, wurde um 1785 vor die vorhandenen Häuser eine dem Platz zugewandte Kulissenfassade vorgebaut. Dahinter wuchsen die drei Gebäude bei verschiedener Nutzung als Wohn- und Geschäftsgebäude im Laufe der Jahrhunderte zusammen. Nachdem 1889 dem Fürstenhaus Kolonnaden vorgestellt worden waren, bedurfte die Fassade des Rößlerschen Hauses einer zeitgenössischen Bekräftigung; sie wurde 1891/92 realisiert. Der breite Mittelbalkon wurde um die Mitte des 20. Jahrhunderts abgenommen.
1909 – 1936 befand sich das Gebäude im Besitz der Familie Rößler, dann wurde es von der Landesregierung für eine Nutzung durch Polizeibehörden angekauft und zum Verwaltungsgebäude umgebaut. 1951 wurde es wie das Fürstenhaus der Musikhochschule übergeben und fungierte dann als Verwaltungsgebäude. Nach überaus aufwändiger Grundsanierung bis 1999 – letztlich musste der Prozess des Zusammenwachsens zu einem Gebäude vollendet werden – steht heute hinter der klassizistischen Fassade ein modern ausgestattetes schmales Verwaltungsgebäude. Seine fensterlose Rückseite harrt eines neuen Nachbarn, der anstatt des Parkplatzes hier entstehen könnte.

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