Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

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Das Fürstenhaus, Hauptgebäude der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar

Foto: Alexander Burzik

Hauptgebäude Fürstenhaus

Platz der Demokratie 2 | 3

Buslinien 1, 5, 6, 8, Haltestelle Wielandplatz

Stadtplan im Auschnitt mit Fürstenhaus (PDF)
Stadtplan groß (Druckversion, PDF)

Präsidium
Bibliothek | Mediathek
Tonstudio
Pforte, Postfächer, Informationen
Dekanat Fakultät I
Streichinstrumente
Klavier
Alte Musik
Harfe
Komposition
Studio für elektroakustische Musik
Festsaal

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 07:00 - 22:00 Uhr
Samstag: 08:00 - 22:00 Uhr
Sonntag: 09:00 - 22:00 Uhr


Hauptgebäude Fürstenhaus

Das Hochschul-Hauptgebäude „Fürstenhaus“ am Platz der Demokratie ist historisch besonders aufgeladen. Als repräsentatives Gebäude für die Landstände seit 1770 gebaut, war es nach dem verheerenden Brand des gegenüberliegenden Residenzschlosses 1774  28 Jahre lang Residenz und Wohnort der herzoglichen Familie – daher der Name Fürstenhaus. Danach diente es verschiedenen staatlichen Zwecken, fungierte 1808 – 1816 aber auch als Domizil der Freien Zeichenschule. 1848 – 1933 war das Fürstenhaus Parlamentssitz für das Großherzogtum Sachsen–Weimar–Eisenach, seit 1920 für den Freistaat Thüringen. 1933 – 1945 residierten hier die NSDAP-Gauleitung, der Reichsstatthalter von Thüringen und höhere SS- und Polizei-Verwaltungen.

Landesregierung und Landtag Thüringens arbeiteten seit 1950 in der neuen Landeshauptstadt Erfurt, auch das im Fürstenhaus bisher angesiedelte Innenministerium.  Es gelang der Leitung der Musikhochschule, das Gebäude 1951 übertragen zu bekommen. Eine grundlegende Sanierung der zum Teil maroden Raumsubstanz konnte allerdings nicht erfolgen, mit Mühe gelangen Möblierung und nötigste Umbaumaßnahmen. Das sich am Platz rechtwinklig anschließende Nach-bargebäude wurde der Hochschule ebenfalls überstellt.

Die dringend nötige Grundsanierung des Gebäudes erfolgte 1992 – 1999, bis auf die letzten zwei Jahre bei laufendem Unterrichtsbetrieb. Ein nicht geringer Teil der Bausubstanz wurde ausgetauscht, die Mitte des Gebäudes 1997 entkernt, um den Festsaal neu errichten zu können, der 1770 zwar vorgesehen, aber so nie gebaut worden war. Seit April 1999 ist er die identitätsstiftende Mitte des Ausbildungs- und Kunstzentrums Musikhochschule. Angeschlossen sind ein modernes Tonstudio und ein Studio für elektroakustische Musik, im Erdgeschoss einbezogen ist die Hochschulbibliothek samt Mediathek. Streicher, Pianisten und Komponisten haben im Gebäude ihre Ausbildungsheimat, von hier aus leitet das Rektorat die Hochschule.

Hier finden Sie eine ausführliche Geschichte des Fürstenhauses...