Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

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Das Sinfonieorchester der Hochschule bei einer Probe in der ccn weimarhalle

Foto: Guido Werner

Die Konzerte des Hochschulsinfonieorchesters 2008

14. Mai 2008 | 19:30 Uhr ccn weimarhalle

Sinfoniekonzert

Federico Gianello, Klavier
Leitung: Prof. Nicolás Pasquet

Programm:
J. Brahms: Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll op. 15
D. Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 10 e-Moll op. 93

Einschneidende Erlebnisse gingen diesen Werken voraus: Das Klavierkonzert Nr. 1 in d-Moll op. 15 von Johannes Brahms sowie die 10. Sinfonie in e-Moll op. 93 von Dmitri Schostakowitsch entstanden an Wendepunkten im Leben der beiden Komponisten. Nach intensiven Probenphasen präsentiert das Sinfonieorchester der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar diese Werke am Mittwoch, 14. Mai 2008 um 19:30 Uhr in der Weimarhalle unter der Leitung von Prof. Nicolás Pasquet. Solist ist der Pianist Federico Gianello. Eine Folgeaufführung wird am 16. Mai um 20:00 Uhr im Volkshaus Jena geboten.

Karten für beide Konzerte gibt es bei der Tourist Information Weimar unter Tel. 03643 - 745 745 sowie an der Abendkasse.

Mit Federico Gianello interpretiert einer der besten Pianisten der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar das erste Klavierkonzert von Johannes Brahms. Der in Verona gebürtige Italiener studierte zunächst am Konservatorium seiner Heimatstadt, später dann an der Piano Academy in Imola bei Lazar Berman, Alexander Lonquich und Louis Lortie. Seit 2006 absolviert er ein Aufbaustudium bei Prof. Gerlinde Otto in Weimar und gestaltet mit diesem Auftritt den ersten Teil seines Konzertexamens. Meisterkurse bei Maurizio Pollini, Elizabeth Leonskaja und Leslie Howard ergänzen seine künstlerische Ausbildung. Er ist Preisträger einer Vielzahl internationaler Klavierwettbewerbe, u. a. dem Edward Grieg International Piano Competition in Oslo, dem Frédéric Chopin International Piano Competition in Rom und dem Compositores d’ Espana 3rd International Piano Competition in Madrid.

Als Johannes Brahms um 1854 die Vorarbeiten für sein erstes Klavierkonzert begann, stand er noch unter dem Eindruck des Selbstmordversuches seines Freundes Robert Schumann. Nach seinem Sprung in das eiskalte Wasser des Rheins war Schumann in eine Nervenheilanstalt eingewiesen worden, wo er 1856 verstarb. 100 Jahre später komponierte Dmitri Schostakowitsch seine 10. Sinfonie, die als autobiographisches Zeugnis der vielleicht schwersten Jahre seines Lebens gilt. Wie viele andere Vertreter Neuer sowjetischer Musik hatte Schostakowitsch unter den Repressionen infolge der 1948 verabschiedeten Beschlüsse der KPdSU zu leiden, die seine Musik als „formalistisch“ und „volksfremd“ verurteilten.

Donnerstag, 4. Dezember 2008 | 19:30 Uhr ccn weimarhalle

Sinfoniekonzert

Orchester der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar | David Harloff, Constanze Ludwig, Sascha Blaue und Malte Dierßen, Horn | Leitung: Prof. Nicolás Pasquet, Johannes Klumpp

Programm:
Karlheinz Stockhausen,  MIXTUR Nr. 16 1/2, Fassung von 2003 - Vorwärtsversion
Robert Schumann, Konzertstück für vier Hörner und Orchester F-Dur op. 86
Ludwig van Beethoven, Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55, "Eroica"

Er hätte dieses Jahr seinen 80. Geburtstag gefeiert: Der bedeutende Wegbereiter der zeitgenössischen Musik, Karlheinz Stockhausen, wird von der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar mit zwei ihm gewidmeten Konzerten geehrt. Fast genau ein Jahr nach seinem Tod lädt die Hochschule zu einem Solo-, Chor- und Kammermusikabend am Mittwoch, 3. Dezember 2008 um 19:30 Uhr in den Festsaal Fürstenhaus ein. Im Rahmen des Hochschulsinfoniekonzerts am Donnerstag, 4. Dezember um 19:30 Uhr in der Weimarhalle kommt außerdem Stockhausens Orchesterstück MIXTUR zur Aufführung. Zusätzlich erklingen im Sinfoniekonzert Robert Schumanns Konzertstück für vier Hörner sowie Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 3 „Eroica“.

Zum besseren Verständnis der aufgeführten Werke gibt es am 3. Dezember um 18:30 Uhr im Festsaal Fürstenhaus eine einführende Podiumsdiskussion. Auch am 4. Dezember wird um 18:30 Uhr im Flügelsaal der Weimarhalle eine Konzerteinführung durch Prof. Albrecht von Massow angeboten. Karten für beide Konzerte gibt es bei der Tourist Information Weimar unter Tel. 03643 - 745 745 sowie an der Abendkasse.

Rund 130 Instrumentalisten, Sänger, Klangregisseure, Sinusgeneratoren- und Ringmodulatoren-Spieler stehen insgesamt an beiden Abenden auf den Bühnen. Zur Eröffnung des Konzerts am 3. Dezember erklingt Stockhausens KREUZSPIEL für Oboe, Bassklarinette, Klavier und drei Schlagzeuger. Es spielt das neu formierte Ensemble für Neue Musik der Hochschule unter der Leitung von Christof Loeser. Nachdem Prof. Martin Spangenberg AMOUR für Klarinette solo interpretiert hat, sind die frühen CHÖRE FÜR DORIS sowie der CHORAL mit Mitgliedern der Kammerchors zu hören. Es folgt ZEITMAßE für Bläserquintett, bevor Antonia Lorenz zum Abschluss den KLEINEN HARLEKIN für Klarinette solo zur Aufführung bringt.

Mit einem Werk Karlheinz Stockhausens wird auch das Sinfoniekonzert am 4. Dezember in der Weimarhalle eröffnet: Wesentlich mehr Proben als üblich hat eine kleine Besetzung des Hochschulorchesters in die Komposition MIXTUR 2003 (Vorwärts-Version) investiert. Die Studierenden werden sich in die mystische Welt ringmodulierter Klänge begeben, unterstützt von den Klangregisseuren Prof. Michael Obst und Prof. Robin Minard. Gewohntere Klangwelten erwartet das Publikum im Anschluss mit Robert Schumanns Konzertstück für vier Hörner und Orchester sowie Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 3 Es-Dur „Eroica“ in größerer Orchesterbesetzung. Die Leitung des Sinfoniekonzerts übernehmen Johannes Klumpp (Schumann) und Prof. Nicolás Pasquet (Stockhausen und Beethoven).

Die Konzerte finden in Kooperation mit dem gemeinsamen Studio für Elektroakustische Musik (SeaM) der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar und der Bauhaus-Universität Weimar statt