Foto: Roland Obst
Die Konzerte des Hochschulsinfonieorchesters 2007
06. Dezember 2007 | 19:30 Uhr ccn weimarhalleSinfoniekonzert
Christiane Silber |Viola
Marek Janowski | Leitung
Programm:
W. Walton: Konzert für Viola
A. Bruckner: Sinfonie Nr. 6 A-Dur
Er ist ein gefeierter Dirigent und genialer Orchestererzieher: Marek Janowski leitet erstmals ein Sinfoniekonzert der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar am Donnerstag, 6. Dezember 2007 um 19:30 Uhr in der Weimarhalle. Zunächst erklingt William Waltons Konzert für Viola und Orchester (Solistin: Christiane Silber), bevor Anton Bruckners heitere 6. Sinfonie in A-Dur zur Aufführung kommt. Die Werke Bruckners zählen zum Kernrepertoire Janowskis.
Seit September 2002 prägt Marek Janowski als Künstlerischer Leiter das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Im Herbst 2005 hat er zusätzlich die Leitung des Orchestre de la Suisse Romande in Genf übernommen, ist Endowed Guest Conductor des Pittsburgh Symphony Orchestra und setzt seine 1999 begonnene Zusammenarbeit mit dem Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo fort. Zwischen 1984 und 2000 hatte Marek Janowski außerdem als Musikalischer Leiter das Orchestre Philharmonique de Radio France zu internationalem Ansehen geführt und es zu einem Spitzenorchester Frankreichs gemacht.
Janowskis Karriere begann an den Opernhäusern in Hamburg, Freiburg und Dortmund. Er dirigierte seitdem u. a. in Wien, München, Berlin, Dresden, New York, San Francisco und Chicago. Konzerte leitete er u. a. beim Kölner Gürzenich Orchester, Gewandhaus Orchester Leipzig, Staatskapelle Dresden, Boston und Philadelphia Symphony Orchestra, London Philharmonic Orchestra und bei den Berliner Philharmonikern.
Christiane Silber strebt mit dem Viola-Konzert ihr Konzertexamen – und damit den höchsten künstlerischen Abschluss – in der Klasse von Prof. Erich Krüger an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar an. Eine Jury aus Professorinnen und Professoren im Publikum wird ihre Leistung bewerten. Christiane Silber hat bereits ein festes Engagement als Vorspielerin der Bratschen im Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin.
Das Konzert wird von Deutschlandradio Kultur aufgezeichnet.
02. November 2007 | 19:30 Uhr ccn weimarhalle
03. November 2007 | 11:00 und 17:00 Uhr ccn weimarhalle
Engelbert Humperdinck: Hänsel und Gretel
Studierende des Instituts für Gesang | Musiktheater; Schola Cantorum Weimar; Hochschulsinfonieorchester
Prof. Ulrich Vogel und Hannes Pohlit (03.11., 11:00 Uhr) | Leitung
Prof. Elmar Fulda | Inszenierung
Ute Werner | Bühne und Kostüme
In Kooperation mit dem Theater Nordhausen
„Ein ganz besonderer Opernabend“ (Mitteldeutsche Zeitung) kommt nach Weimar: Letztes Jahr feierte Elmar Fuldas hoch gelobte „Hänsel und Gretel“-Aufführung als Koproduktion von Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar und Theater Nordhausen Premiere. Jetzt wird die Inszenierung mit den jungen Sängerinnen und Sängern und dem Orchester der Hochschule dreimal in der Weimarhalle gezeigt. Vorstellungen sind am Freitag, 2. November 2007 um 19:30 Uhr, am Samstag, 3. November um 11:00 sowie um 17:00 Uhr in der Weimarhalle.
In Weimar wurde Engelbert Humperdincks Oper im Jahr 1893 uraufgeführt und entwickelte sich rasch zur populärsten Märchenoper. Noch heute bezaubert sie durch die liebevolle Zeichnung der Kinder und ihre ausdrucksstarke Musik gleichermaßen Erwachsene und Nachwuchs. Unter der musikalischen Leitung von Prof. Ulrich Vogel singen Studierende des Instituts für Gesang und Musiktheater der Hochschule sowie der Kinderchor der Schola Cantorum Weimar. Es spielt das Orchester der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar. Bühne und Kostüme, angefertigt in den Werkstätten des Theater Nordhausen, entwarf Ute Werner.
Die Oper „Hänsel und Gretel“ verbindet die soziale Realität einer armen Besenbinderfamilie mit der abenteuerlichen Traumwelt des Waldes. Der Besenbinder und seine Frau sind bitter arm und haben nicht genug, um die Familie zu sättigen. Als der Topf mit der letzten Milch zerbricht, müssen Hänsel und Gretel Beeren im Wald sammeln. Draußen fühlen sie sich frei und von Schutzengeln behütet. Doch schnell geraten sie in ein lebensgefährliches Abenteuer. Die Knusperhexe fängt sie ein, um sie zu Lebkuchen zu verarbeiten und aufzufressen. Mutig befreien sich die Kinder und besiegen die böse Hexe. Die aufregende Oper nach dem Märchen der Gebrüder Grimm endet glücklich. Wohl auch deshalb ist sie in der Vor-Weihnachtszeit so beliebt.
12. Mai 2007 | 19:30 Uhr ccn weimarhalle
13. Mai 2007 | 20:00 Uhr Volkshaus Jena
Sinfoniekonzert
Julian Gorus | Klavier (12. Mai)
Marina Ishengaliewa | Klavier (13. Mai)
GMD Golo Berg | Leitung
Programm:
R. Wagner: Vorspiel "Fliegender Holländer"
F. Liszt: Klavierkonzert Nr. 1 Es-Dur
R. Wagner: "Lohengrin", Vorspiel 1. und 3. Akt
R. Strauss: Till Eulenspiegel
Berühmte Kompositionen der späten Romantik, die sich durch besonders üppige Orchesterbesetzung und schwelgerische Tonsprache auszeichnen, erklingen in der Weimarhalle: Werke von Richard Wagner, Franz Liszt und Richard Strauss – alle mit Weimarbezug – stehen auf dem Programm des Konzerts des großen Sinfonieorchesters der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar am Samstag, 12. Mai um 19:30 Uhr in der Weimarhalle. Unter der Leitung des Dessauer Generalmusikdirektors Golo Berg werden das Vorspiel zu Wagners Oper „Der Fliegende Holländer“, Liszts Klavierkonzert Nr. 1 in Es-Dur, die Vorspiele zum 1. und 3. Akt von Wagners „Lohengrin“ und die Symphonische Dichtung „Till Eulenspiegel“ von Strauss aufgeführt.
Solist des Konzerts in Weimar ist der bulgarische Pianist und Preisträger des Internationalen FRANZ LISZT Klavierwettbewerbs 2003, Julian Gorus. Bei der Konzertwiederholung im Volkshaus Jena am Sonntag, 13. Mai um 20:00 Uhr spielt die Russin Marina Ishengalieva den Solopart in Liszts Klavierkonzert.
Richard Wagners Oper „Lohengrin“ wurde am 28. August 1850 im Großherzoglichen Hoftheater Weimar uraufgeführt. Dirigent war Franz Liszt, der zwei Jahr zuvor sein 1. Klavierkonzert in Weimar vollendet hatte. Nach einer ersten Überarbeitung des Klavierkonzerts im Jahr 1853 kam es schließlich am 17. Februar 1855 im Weimarer Residenzschloss zur Uraufführung. Die Leitung übernahm Hector Berlioz, Liszt selbst war der Solist. Auch Richard Strauss war eng mit Weimar verbunden: Von 1889 bis 1894 wirkte er als Kapellmeister am Hoftheater, wo er unter anderem Wagners „Tannhäuser“, „Lohengrin“ sowie „Tristan und Isolde“ zur Aufführung brachte. Seine Symphonische Dichtung „Till Eulenspiegels lustige Streiche“ entstand 1895.
Der 1978 in Varna, Bulgarien geborene Julian Gorus erhielt ab dem 6. Lebensjahr Klavierunterricht bei Elisaveta Stoyanova an der Secondary School of Varna. 1999 bis 2003 absolvierte er ein Künstlerisches Aufbaustudium am Peter Cornelius Konservatorium in Mainz. 2005 erhielt Gorus ein Stipendium für die Rubinstein-Akademie in Düsseldorf bei Prof. Alla Blatow. Zurzeit ist er Meisterschüler des Rektors der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, Prof. Rolf-Dieter Arens.
Marina Ishengalieva wurde 1979 in Moskau geboren, lebte dann bis zu ihrem 12. Lebensjahr in der ehemaligen DDR, wo ihr Vater stationiert war. Nach ihrer Rückkehr nach Russland erhielt sie professionellen Klavierunterricht und studierte zunächst in Saratow (Diplom 2003) und Moskau. Sie gewann zahlreiche Preise bei russischen Wettbewerben und erhielt ein Stipendium des russischen Präsidenten. Seit Anfang 2005 studiert Marina Ishengalieva an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar im Aufbaustudium (Konzertexamen) in der Klasse von Prof. Gerlinde Otto.
Golo Berg, geboren 1968 in Weimar, studierte von 1985-1991 in seiner Heimatstadt an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar Dirigieren, Klavier, Gesang, Komposition und Bratsche. Nach dem Studium wurde Golo Berg 1991 1. Kapellmeister und 1992 Chefdirigent und Musikalischer Oberleiter des Landestheaters Mecklenburg. Von 1997 bis 2001 wirkte er als Chefdirigent der Hofer Symphoniker. Seit 2000 ist Golo Berg Generalmusikdirektor am Opernhaus Dessau. Als Gastdirigent leitete er zudem das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das DSO Berlin, das MDR-Sinfonieorchester Leipzig, das Scottish Chamber Orchestra, das Luzerner Symphonieorchester und das Nippon Pops Orchestra Tokyo.
