ALUMNI LISZTIANI
Neuer Verein möchte Hochschul-Absolventen zur "Rückkopplung" gewinnen
Gab es Alumni-Kontakte bzw. Alumni-"Pflege" nicht eigentlich schon immer?
Gewiss,
werden viele sagen, das machen wir doch, bei uns gibt es das doch schon längst... Und in der Tat wären Aktivitäten zu nennen, wie in der Hochschule Kontakte von Absolventen zu ihren Lehrern oder ihren ehemaligen Instituten gepflegt werden. Häufig sind dies ganz direkte
persönliche Kontakte, die in regelmäßigen Treffen immer wieder aufgefrischt werden. Mit zunehmendem Alter und Abstand vom Studium sind es dann wohl eher allgemeine Gefühls-Bindungen an die Institution als Ganzes, ein allgemeines Interesse an alten Schauplätzen und
neuen Projekten.
Was darüber hinaus "Alumni-Arbeit" heute meint, ist jedoch mehr als das. Es ist der Versuch, aus alldem einen breiteren Nutzen für die Verantwortungsgemeinschaft Hochschule zu ziehen und somit vielleicht ein Stück weiter zu kommen als bisher. Dabei richtet sich das Augenmerk eher auf einen ideellen Nutzen. Die Hochschule ist verantwortlich, ihren Studierenden eine bestmögliche Ausbildung und profilierte künstlerische Projektarbeit bzw. Forschung zu
gewährleisten. Dies bedarf vielfältiger Stützen, dabei auch der Gewissheit, das Richtige zu tun. In diesem Sinne:
Was spricht eigentlich dagegen, ...
...Erfahrungen der Absolventen viel mehr als bisher in die Gestaltung von Studienreformen einzubeziehen? Schließlich wird uns doch vom Hochschulgesetz vorgegeben, mit neu zu entwickelnden Ausbildungsmethoden und -strukturen ständig auf aktuelle Veränderungen in der Berufswelt zu reagieren. Wer könnte uns bessere Informationen dazu geben, als die von uns ausgebildeten und nun in der Berufspraxis tätigen Fachleute?
Was spricht eigentlich dagegen, ...
...die Absolventen, so sie dies wollen, viel mehr als bisher in ihrem Berufsleben zu begleiten? Sind uns ihre Meinungen und Erfahrungen nicht wichtig?
Was spricht eigentlich dagegen, ...
...auch in die immer wiederkehrenden Diskussionen um Identitäts- und Profilfragen der Hochschule diejenigen einzubeziehen, die am besten beurteilen können, ob ihre Ausbildung erfolgreich war? Eine Rückkopplung (die kritische wie auch die bestätigende) kann dem
Ganzen wie dem Einzelnen nur gut tun. Dies setzt jedoch immer voraus, dass man die "rückkopplungsbereiten" Absolventen gewinnt, dass man sie einbezieht, dass man sie ganz besonders "pflegt". Die großen Alumni-Treffen von 2005 und 2007 waren bzw. werden dafür
Anknüpfungspunkte sein.
In unserem neu gegründeten Verein ALUMNI LISZTIANI haben sich Kolleginnen und Kollegen zusammengefunden, die in diesem Sinne Verantwortung übernehmen wollen. An anderen, vor allem an großen Hochschulen und Universitäten gibt es für die Alumni-Arbeit eine
hauptamtliche Verwaltungsstelle. An unserer Hochschule soll ehrenamtliches Engagement die Aufgabe differenziert und individuell erfüllen. Wir sind sicher, dass Absolventen, die über Nostalgisches hinaus tatsächlich mittun wollen, diese Form des bürgerschaftlichen
Engagements schätzen und nutzen werden. Das Emotionale und Gesellige wird dabei gewiss nicht zu kurz kommen. Und es entsteht ein intensives Gespräch, eine Antwort auf vielerlei Erfahrungen, eben Verantwortung, Mitverantwortung.
Verein ALUMNI LISZTIANI
Prof. Dr. Wolfram Huschke (Vorsitzender), Absolvent 1968
Prof. Hans-Christian Steinhöfel (stellvertretender Vorsitzender), Absolvent 1984
