Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

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Schenkung der Regieanweisungen Goethes zur Weimarer Fassung der „Zauberflöte“

Goethes Regieanweisungen; Foto: Archiv

Schenkung der Regieanweisungen Goethes zur Weimarer Fassung der „Zauberflöte“

"Daß der Drache hinten eine Art von Schwanz bekomme, damit er besser aussehe und derjenige, der ihn führt, nicht gesehen werden könne."

Am 8. November 2006, im Rahmen eines festlichen Kolloquiums in der Altenburg, erhielt das Hochschularchiv | THÜRINGISCHE LANDESMUSIKARCHIV die Regieanweisungen Goethes zur Weimarer Fassung der „Zauberflöte“ (1794) aus dem Privatbesitz von Herrn Hans Ihle als Schenkung. Die bislang unbekannt gebliebenen handschriftlichen Regieanweisungen Goethes (1749-1832) sind sensationell für das Verständnis der Theaterpraxis der Weimarer Klassik. Es handelt sich um sechs eng beschriebene Seiten, die Goethes Arbeit als Regisseur der „Zauberflöte“ nachvollziehbar machen und die handschriftlichen Partiturbände der Weimarer Fassung der „Zauberflöte“ ergänzen. Die Partituren befinden sich im Bestand DEUTSCHES  NATIONALTHEATER im Archiv der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar.

Während Goethes 26jähriger Theaterdirektion (1791-1817) erlebte das Werk 82 Aufführungen, und zwar als Oper in drei Akten, die sich konzeptionell von der Wiener Vorlage unterschied und einen Mischtext von Emanuel Schikaneder und Christian August Vulpius aufwies. Sie enthält neben musikalischen Besonderheiten auch szenische Striche, die auf das eigene geplante Werk Goethes, „Der Zauberflöte Zweiter Teil“, verweisen.