Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

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Stiftung von Notenhandschriften durch Reiner Dennewitz

Foto: Hochschularchiv

Stiftung von Notenhandschriften

Zwei für die Thüringer Musikgeschichte bedeutende Musikhandschriften wurden dem Rektor der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, Prof. Rolf-Dieter Arens, von Herrn Reiner Dennewitz übergeben. Der Komponist und frühere Studierende an diesem Hause überreichte die Noten als Stiftung am 15. Februar 2005 im Rektoramt im Rahmen einer kleinen Zeremonie.

Es handelt sich dabei zum einen um einen handschriftlichen Klavierauszug des Weimarer Hofkapellmeisters und ehemaligen Thomaskantors August Eberhard Müller (1767-1817) zu Joseph Haydns (1732-1809) Oratorium „Die Schöpfung“. Interessanterweise trägt der Klavierauszug August Eberhard Müllers einen Stempel, in dem Frankenhausen/Kyffhäuser genannt ist. Das weist auf eine bedeutende musikhistorische Tradition Thüringens hin. Die ersten neuzeitlichen Musikfeste in Deutschland fanden in Frankenhausen im Jahre 1810 statt, bei dem 200 Musiker im Orchester mitwirkten. Begründer war Kantor Georg Friedrich Bischoff (1780-1841) in Frankenhausen. Auf dem Programm stand u. a. Haydns „Schöpfung“ unter der Leitung von Louis Spohr (1784-1859).

Bei der anderen Handschrift handelt es sich um die „Grand Sonate“ von Johann Ludwig Dussek (1760-1812). Er war u.a. Lehrer des Prinzen Louis Ferdinand von Preußen (1772-1806), der mehrfach in Thüringen war und bei Saalfeld gefallen ist. Im Archiv der Hochschule für Musik befinden sich bereits Kompositionen des Prinzen, die u.a. von Dussek erstmals herausgegeben wurden. Die Handschriften sind wichtige Ergänzungen der Bestände des Hochschularchivs | Thüringischen Landesmusikarchivs. Die Untersuchung der Provenienz der Handschriften, die Herr Dennewitz stiftet, verspricht, spannend zu werden.