Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

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Übergabe von Briefen J. N. Hummels an das Hochschularchiv | Thüringische Landesmusikarchiv

Manfred Kanngießer (Hummel-Gesellschaft) übergibt die Briefe an Archivleiterin Dr. Irina Lucke-Kaminiarz; Foto: Maik Schuck

Übergabe von Briefen J. N. Hummels an das Hochschularchiv | Thüringische Landesmusikarchiv

"Jedenfalls ist the only Concert which I give, Montag den 13teh May […] Ich hoffe daß du imer wohl warest […] hüte dich nur vor Verkühlung, besonders Abends."

Unter anderem diese Zeilen schrieb Johann Nepomuk Hummel (1778-1837) seinem Sohn Eduard (1814-93), der in Wien bei Carl Czerny (1791-1857) studierte. Die Hummel-Gesellschaft-Weimar e.V. übergab im Rahmen der Hummel-Matinee während des 3. Liszt Festivals, am 29. Oktober 2006, diesen und andere Briefe des Mozart- und Haydn-Schülers als Depositum an das THÜRINGISCHE LANDESMUSIKARCHIV, das sich nun auch als Archiv der Hummel-Gesellschaft versteht. Die Briefe stammen aus dem Besitz von Prof. Dr. Zimmerschied, der sie der Hummel-Gesellschaft übereignet hatte.

Johann Nepomuk Hummel war zwischen 1815 und 1835 der berühmteste Klaviervirtuose Europas, von 1819 bis 1837 war er Weimarer Hofkapellmeister. Zu seinen Schülern gehörten Ferdinand Hiller und Adolph Henselt, gerne hätten auch Franz Liszt und Robert Schumann dazu gehört. Im Archiv befinden sich bereits zahlreiche Kompositionen Hummels, darunter die handschriftliche Oper „Mathilde von Guise“, zu der auch ein Klavierauszug mit Widmung an die Zarentochter, Weimarer Großherzogin, Musik-Mäzenin und Hummel-Schülerin Maria Pawlowna gehört. Die berühmte Klavierschule Hummels, zahlreiche Werke für Klavier sowie der Notenbestand der Nachkommen befinden sich ebenfalls im Archiv der Hochschule für Musik.