Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

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Ein Originalbrief wird überreicht

Überreichung eines Briefes von J.N. Hummel

Restaurierte Hummeliana

Dank einer hochherzigen Spende der Hummel-Gesellschaft, insbesondere von Prof. Ursula Dehler, konnten alle drei Bände der umfangreichen handschriftlichen Partitur der Weimarer Fassung von Hummels Oper Mathilde von Guise (1821) restauriert werden. Hinzu kamen die handschriftlichen Gesangspartien des Werkes. Die Werke wurden den Vereinsmitgliedern und der Öffentlichkeit anlässlich einer Hummel-Ehrung präsentiert: Restaurator der Handschriften war Frank Schieferdecker von der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena. Ursula Dehler engagiert sich auch als Musikerin immer wieder für das Werk des früheren Weimarer Hofkapellmeisters Johann Nepomuk Hummel.

In der gleichen Festveranstaltung überreichte Dr. Reinhold Brunner, Direktor des Stadtarchivs Eisenach, dem Landesmusikarchiv an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar einen unbekannten Originalbrief Hummels zur weiteren Ergänzung des Hummel-Bestandes. Im Brief heißt es: „Mit einigem Mißfallen habe ich leider ohnedies bemerken müssen, dass man im Orchesterwesen ohne alle Berücksichtigung des Kapellmeisters […] verfahren ist….“ Das Schreiben Hummels vom 12. Januar 1818 an den Stuttgarter Generalintendanten von Herda veranschaulicht deutlich die Ansprüche des Mozart- und Haydnschülers an das Amt des Hofkapellmeisters sowie seine Unzufriedenheit mit der Praxis der Theaterleitung. Ähnliche Auseinandersetzungen sollten ihn in den folgenden Jahren auch in Weimar erwarten.