►  Hochschule für Musik...  ►  Über uns
Immer am Lernen: Kompositionsabsolvent Alex Vaughan erhielt den Thüringer Kompositionspreis

Alex Vaughan | Foto: privat

Immer am Lernen: Kompositionsabsolvent Alex Vaughan erhielt den Thüringer Kompositionspreis

Seine Werke sind oft von biblischen oder theologischen Themen inspiriert. In den vergangenen Jahren haben seine theologischen Interessen, aber insbesondere sein kompositorisches Talent Alex Vaughan viele Erfolge beschert. Nun ist der HfM-Absolvent mit dem Thüringer Kompositionspreis ausgezeichnet worden. Der Preis, der eine Auftragskomposition für das Philharmonische Orchester Erfurt umfasst, wurde von der Thüringer Staatskanzlei und dem Landesmusikrat Thüringen e.V. vergeben. Der gebürtige Australier lebt seit 2009 in Deutschland und studierte Komposition und Jazz-Posaune an der HfM Weimar. Alex Vaughan erhielt bereits das Sondershäuser Kompositionsstipendium (2015) und das Baldreit-Stipendium der Stadt Baden-Baden (2017). Mit dem Werk "Meowlam-Ad-Owlam", das er für das Orchester der Hochschule geschrieben hat, wird er sein Konzertexamen abschließen.

Was bedeutet Ihnen die Auszeichnung mit dem Thüringer Kompositionspreis?
Diese Frage ist für mich nicht ganz so leicht zu beantworten. Weil ich Christ bin, glaube ich, dass bis auf jeden Atemzug absolut alles in Gottes Händen liegt. Daher versuche ich, mir nicht zu viele Gedanken über meine Karriere zu machen. Manchmal eröffnen die kleinsten Sachen die größten Türen.

Was ich ganz genau sagen kann, ist, dass ich mich darauf freue, ein Werk für das Philharmonische Orchester Erfurt zu schreiben und mit den Musikern zu arbeiten. Jede Gelegenheit, ein Orchesterwerk zu schreiben, ist eine große Chance die kompositorischen Fähigkeiten zu schleifen. Als Künstler ist man immer am Lernen. Wir freuen uns auf die nächste Chance, unsere Fehler vom letzten Mal vermeiden zu dürfen und Neues auszuprobieren – wodurch wir neue Fehler machen.

Haben Sie schon Ideen für die Auftragskomposition?
Ich habe schon sehr konkrete Ideen, weil das Konzept des Werks in den letzten sechs Monaten in meinem Hinterkopf herumgeschwommen ist. Ich will nicht zu viel sagen, aber das Werk spielt mit Übergängen zwischen Texturen und einzelnen musikalischen Objekten. Es erforscht die Beziehung zwischen Klangteppich und konkreten musikalischen Motiven. Uraufgeführt wird es dann im Mai 2019.

Welche Uraufführungen sind in der nächsten Zeit von Ihnen geplant?
Ganz frisch sind die Uraufführungen zum Abschluss meines Baldreit-Stipendiums. Das Schlagzeug-Duo Jessica und Vanessa Porter hat am 24. März einige Werke in Baden-Baden gespielt. Weil ich ein neugeborenes Kind habe, habe ich versucht, die erste Hälfte des Jahres etwas ruhig zu lassen. Erst ab Sommer habe ich mehr Uraufführungen.

Anfang 2019 wird das Hochschulorchester mein Werk "Meowlam-Ad-Owlam" (Von Ewigkeit zu Ewigkeit) spielen. Darauf bin ich ganz gespannt! Das Werk war ein riesiges Experiment und nutzt gewisse kompositorische Techniken, die ich persönlich bisher nirgendwo anders gesehen habe. Entweder wird das richtig, richtig gut oder wie verrückt versagen – egal wie, dem Publikum wird es Spaß machen.

Vielen Dank für das Gespräch.
Die Fragen stellte Ina Schwanse


Nähere Infos: www.alex-vaughan.com