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Tage der Kammermusik an der Musikhochschule: Drei Fragen an Klarinettenprofessor Thorsten Johanns

Prof. Thorsten Johanns | Foto: Guido Werner

Tage der Kammermusik an der Musikhochschule: Drei Fragen an Klarinettenprofessor Thorsten Johanns

Weitere zehn Tage lang laden die „Tage der Kammermusik“ an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar zu inspirierenden Musikerlebnissen ein. So trifft am Freitag, 9. Februar um 19:30 Uhr im Festsaal Fürstenhaus der „Sacre“ von Strawinsky auf den „Makrokosmos“ von Crumb – in Versionen für Klavier zu vier Händen. „Around the world“ heißt dann das kosmopolitische Motto am Samstag, 10. Februar um 19:30 Uhr im Saal Am Palais. Es erklingen Werke von Corelli bis Piazzolla.

Am Sonntag gibt es einen reinen Brahms-Abend: Wieder um 19:30 Uhr im Saal Am Palais sind die f-Moll-Sonate und das Klarinetten-Trio zu hören. Hier spielt der Maria-Pawlowna-Stipendiat Ilia Ashirov aus der Klasse von Prof. Thorsten Johanns die Klarinette. Überall ist der Eintritt frei!

Herr Prof. Johanns, können Ihre Studierenden später von der Kammermusik leben?
Thorsten Johanns: Ob die Kammermusik eine Alternative zum Orchester sein kann, hängt sehr vom jeweiligen Instrument ab. Beruflich ist es für Bläser eher schwierig, sich ausschließlich mit Kammermusik zu beschäftigen. Hinzu kommt, dass das Repertoire im Vergleich zu den Streichern eher klein ist. Die Klarinette bildet da tatsächlich eine positive Ausnahme mit einem recht großen Repertoire. Künstlerisch soll und muss die Auseinandersetzung mit Kammermusik aber eine Selbstverständlichkeit sein!

Was ist das Faszinierende am Spiel im kleinen Ensemble?

Johanns: Die Kammermusik ist die Keimzelle jeglichen Zusammenspiels und der Interaktion, ob im Duo, Trio oder Quartett bis hin zu großen Formationen, die schon kleinen Orchestern gleichen können. Das intensive Aufeinanderhören und Reagieren ist sehr reizvoll. Man ist zur selben Zeit Solist, Begleiter und Partner, und es wird sehr viel über Körpersprache kommuniziert.

Und wie sehen Ihre eigenen Aktivitäten aus?
Johanns: Ich selbst bin ein sehr aktiver „Kammermusiker“ und in dem Zusammenhang sehr froh, dass mein Instrument, die Klarinette, so vielseitig einsetzbar ist. Ob im Quintett mit Streichquartetten, im Duo mit Klavier oder in gemischten Formationen mit Streichern und anderen Bläsern: Das Repertoire ist sehr abwechslungsreich. Ich freue mich, jedes Jahr als Gast in vielen Kammermusikreihen auftreten und auf internationalen Festivals spielen zu dürfen.


Die weiteren TAGE DER KAMMERMUSIK im Überblick:

Freitag, 9.2., 19:30 Uhr, Festsaal Fürstenhaus
Masterkonzert Mai Shinada, Klavier (mit Anna Lysenko, Klavier)
Werke von Strawinsky, Crumb

Samstag, 10.2., 19:30 Uhr, Saal Am Palais
„Around the world”
Werke von Corelli, Hindemith, Piazzolla, Moreno Torroba, Ravel, Giuliani, Poulenc, Turner, Schäfer

Sonntag, 11.2., 19:30 Uhr, Saal Am Palais
„Stunde der Musik“
Werke von Brahms

Dienstag, 13.2., 19:30 Uhr, Festsaal Fürstenhaus
„Universum der Kammermusik“
Werke von Mozart, Beethoven, Piazzolla, Britten, Glinka, Holst

Donnerstag, 15.2., 19:30 Uhr, Festsaal Fürstenhaus
„Brahms zu Ehren“
Werke von Brahms, Debussy, Ligeti, Blacher

Samstag, 17.2., 16:00 Uhr, Festsaal Fürstenhaus
„Souvenirs“
Werke von Spohr, Saint-Saëns, Caplet, Ravel, Massenet, Delibes, Bartók, Vaughan Williams, Pärt, Milhaud, Barber, Honegger, Ewazen

Sonntag, 18.2., 19:30 Uhr, Saal Am Palais

„Forellenquintett“
Werke von Bozza, Danzi, Chatschaturjan, Schubert

08.02.2017